Politik

Soziale Sicherung: Porträt des Reichskanzlers Otto Fürst von Bismarck
Foto: AKG-Images

Soziale Sicherung

Meilensteine der Sozialpolitik

Im 19. Jahrhundert, der Anfangsphase der Industrialisierung in Deutschland, mussten viele Menschen unter sehr harten Bedingungen leben und arbeiten. Ihr Verdienst reichte oft nicht aus, um ihre Existenz zu sichern. Wenn sie ihre Arbeit verloren, krank oder zu alt wurden, waren sie auf die Hilfe ihrer Familien angewiesen oder mussten betteln gehen. Sozialen Schutz gab es nicht. Doch dann begannen die Arbeiter, sich gegen ihre elende Situation zu wehren und sich zu organisieren.

Soziale Gerechtigkeit und Sozialstaat: Ausschnitt des Berliner Reichstagsgebäudes mit Glaskuppel
Foto: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Soziale Gerechtigkeit

Soziale Marktwirtschaft

Die soziale Marktwirtschaft ist unser Kompass, weil sie wie keine zweite Wirtschafts- und Sozialordnung den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Genau darum hat es zu gehen: um den Menschen im Mittelpunkt unseres Handelns.

Bundeskanzlerin Angela Merkel, Regierungserklärung im Deutschen Bundestag am 29. Januar 2014

Sozialversicherung im Überblick: Ausschnitt von mehreren Händen, die übereinander gelegt werden.
Foto: Shutterstock/Africa Studio

Sozialversicherung im Überblick

Sicherheit im Sozialstaat

Der Sozialstaat hat Millionen von Menschen aus den Zwängen ihrer Herkunft befreit, vor Härten des Marktes geschützt und ihnen Chancen auf ein selbstbestimmtes Leben eröffnet. […] Der Sozialstaat ist die organisierte Solidarität zwischen den Starken und den Schwachen, den Jungen und den Alten, den Gesunden und den Kranken, den Arbeitenden und den Arbeitslosen, den Nichtbehinderten und den Behinderten.


Katja Mast, Sprecherin für Arbeit und Soziales der SPD-Bundestagsfraktion, www.spdfraktion.de/themen/soziales, Stand: Mai 2016

Soziale Leistungen: Ein deprimierter Junger Mann sitzt auf einer Treppe und vergräbt den Kopf zwischen den Armen.
Foto: Shutterstock/Dariush M

Soziale Leistungen

Förder- und Fürsorgeleistungen

Keine Demokratie hat das Ziel, allen Menschen gleiche Vermögen, Einkommen und Beschäftigung – also den gleichen Output – zu garantieren. Aber jede Demokratie will Chancengleichheit bieten. Ungleichheit wird dann zum sozialen Problem, wenn sie Chancen und soziale Teilhabe einschränkt.

Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung: Wohlstand für wenige, Gastbeitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, www.faz.net, 19. März 2016

Armut und Reichtum: Ein kleines Mädchen wirft einem Bettler ein Geldstück in den Hut.
Foto: Shutterstock/Dmytro Zinkevych

Armut und Reichtum

Chancen für alle schaffen

Wir haben einen von Jahr zu Jahr wachsenden volkswirtschaftlichen Reichtum in dieser Gesellschaft. Nur er verteilt sich sehr ungleich. Es ist mittlerweile kein Geheimnis mehr, dass die Zuwächse vor allen Dingen bei den ohnehin schon sehr Vermögenden landen. [...] Und die Tendenz dieser Spaltung steigt. Das heißt, es kommt prozentual betrachtet [...] immer weniger bei denen, die es bräuchten, an.

Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer Paritätischer Wohlfahrtsverband, im Gespräch mit Deutschlandradio Kultur, www.dradio.de, 18. April 2015

Arbeitsheft: Grundwissen soziales Europa

Das Arbeitsheft Grundwissen soziales Europa für die Sekundarstufe I gibt den Schülerinnen und Schülern Orientierungshilfen für ihre Rolle als Bürger, Lernende und zukünftige Arbeitnehmer in der Europäischen Union. Dabei setzen sie sich mit den Herausforderungen und Chancen, die das Leben, Lernen, Arbeiten und Mitbestimmen in Europa mit sich bringen, auseinander.

Soziale Sicherung: Porträt des Reichskanzlers Otto Fürst von Bismarck
Foto: AKG-Images

Duplikat von Soziale Sicherung

Meilensteine der Sozialpolitik

Im 19. Jahrhundert, der Anfangsphase der Industrialisierung in Deutschland, mussten viele Menschen unter sehr harten Bedingungen leben und arbeiten. Ihr Verdienst reichte oft nicht aus, um ihre Existenz zu sichern. Wenn sie ihre Arbeit verloren, krank oder zu alt wurden, waren sie auf die Hilfe ihrer Familien angewiesen oder mussten betteln gehen. Sozialen Schutz gab es nicht. Doch dann begannen die Arbeiter, sich gegen ihre elende Situation zu wehren und sich zu organisieren.

Soziale Gerechtigkeit und Sozialstaat: Ausschnitt des Berliner Reichstagsgebäudes mit Glaskuppel
Foto: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Duplikat von Soziale Gerechtigkeit

Soziale Marktwirtschaft

Zu dem, was mir Mut für unser Deutschland macht, gehört auch unsere soziale Marktwirtschaft. Sie lässt uns Krisen und Veränderungsprozesse besser meistern als jedes andere Wirtschaftssystem auf der Welt. […] Unser wirtschaftlicher Erfolg gibt uns die Möglichkeit, unser Sozialsystem zu stärken und all denen zu helfen, die Hilfe brauchen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel, Neujahrsansprache, 1. Januar 2017, www.bundesregierung.de

Sozialversicherung im Überblick: Drei junge Menschen lachen gemeinsam
Foto: Shutterstock/Africa Studio

Duplikat von Sozialversicherung im Überblick

Sicherheit im Sozialstaat

Der Sozialstaat hat Millionen von Menschen aus den Zwängen ihrer Herkunft befreit, vor Härten des Marktes geschützt und ihnen Chancen auf ein selbstbestimmtes Leben eröffnet. […] Der Sozialstaat ist die organisierte Solidarität zwischen den Starken und den Schwachen, den Jungen und den Alten, den Gesunden und den Kranken, den Arbeitenden und den Arbeitslosen, den Nichtbehinderten und den Behinderten.

Arbeitsgruppe Arbeit und Soziales der SPD-Bundestagsfraktion, www.spdfraktion.de/themen/soziales, Stand: Juli 2017

Soziale Leistungen: Ein deprimierter Junger Mann sitzt auf einer Treppe und vergräbt den Kopf zwischen den Armen.
Foto: Shutterstock/Dariush M

Duplikat von Soziale Leistungen

Förder- und Fürsorgeleistungen

Keine Demokratie hat das Ziel, allen Menschen gleiche Vermögen, Einkommen und Beschäftigung – also den gleichen Output – zu garantieren. Aber jede Demokratie will Chancengleichheit bieten. Ungleichheit wird dann zum sozialen Problem, wenn sie Chancen und soziale Teilhabe einschränkt.

Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung: Wohlstand für wenige, Gastbeitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, www.faz.net, 19. März 2016

Armut und Reichtum: Trauriges Mädchen mit Teddy sitzt auf einem alten Koffer.
Foto: Shutterstock/Dmytro Zinkevych

Duplikat von Armut und Reichtum

Chancen für alle schaffen

Kinder in Armut können ihre Lebenssituation nicht selbst ändern. Deshalb hat der Staat hier eine besondere Verantwortung. Kinderarmut in Deutschland darf sich nicht weiter verfestigen. Darum muss sich die Existenzsicherung daran orientieren, was Kinder für gutes Aufwachsen und Teilhabe brauchen.

Jörg Dräger, Vorstand der Bertelsmann Stiftung, bei der Vorstellung der Studie „Armutsfolgen für Kinder und Jugendliche“, www.bertelsmann-stiftung.de, 12. September 2016