Haus am See in Norwegen

Ausbildung und Studium

Lernen im Austausch

Erfahrungen sammeln mit Erasmus

Mit ihrem Programm Erasmus+ fördert die Europäische Union sozialen Einsatz und Bildung junger Menschen im Ausland. Es gibt Angebote für Schüler*innen, Auszubildende und Berufsschüler*innen sowie Studierende: zum Beispiel Stipendien, um im Ausland zu lernen, zu arbeiten oder einen kombinierten Masterabschluss an mehreren internationalen Hochschulen zu machen. 

 

Auch freiwillige Helfer*innen bekommen einen Teil der Reisekosten, Taschengeld und Lebenskosten vor Ort bezahlt, wenn sie sich beim Europäischen Freiwilligendienst oder dem Europäischen Solidaritätskorps engagieren: etwa beim Wiederaufbau von historischen Stätten, in der Pflege von chronisch Kranken oder in Kulturprojekten mit Kindern aus benachteiligten Familien. Zwischen zwei Monaten und einem Jahr soll der Einsatz dauern. Wer teilnehmen will, muss nur im richtigen Alter sein – ab 17 Jahren ist eine Anmeldung möglich, mitmachen geht von 18 bis 30. 

450 000

Praktikumsmöglichkeiten fördert das EU-Programm Erasmus+

Ziel ist, jungen Menschen Lernchancen über Ländergrenzen hinweg zu erleichtern. Teilnehmer*innen des Programms erhalten daher Geld und organisatorische Hilfe für ihre Zeit im Ausland. Auf der anderen Seite profitieren Bildungs-, Sport- und Jugendeinrichtungen, die Zuschüsse für neue Projekte, Partnerschaften und Freiwilligenaktionen erhalten. Bis zum Jahr 2020 ist das EU-Programm mit fast 15 Milliarden Euro ausgestattet. 

Politisch steht die engere Zusammenarbeit der EU-Mitgliedstaaten im Vordergrund: Die Länder sollen Erfahrungen über erfolgreiche Projekte aus Bildung und Jugendförderung teilen. Internationale Austauschprogramme verfolgen zudem das Ziel, die Berufsaussichten junger Menschen in Europa zu verbessern und langfristig für niedrigere Arbeitslosigkeit sowie Nachschub an Fachkräften zu sorgen. 

650 000

Berufsschüler*innen und Auszubildende erhalten Stipendien

Ziele im Blick

Die Erasmus+-Programmländer*:

Belgien, Bulgarien, Tschechien, Dänemark, Deutschland, Estland, Irland, Griechenland, Spanien, Frankreich, Kroatien, Italien, Zypern, Lettland, Litauen, Luxemburg, Ungarn, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Slowenien, Slowakei, Finnland, Schweden, Großbritannien*, Island, Liechtenstein, Nordmazedonien, Norwegen, Serbien, Türkei 

 *vorbehaltlich eines möglichen EU-Austritts

 

Mehr Infos zu weiteren Ländern 

Europakarte
Bewerbungsmappe

Erfolgreich bewerben!

Die Präsentation zählt: Im Internet gibt es Anleitungen und Vorlagen, damit Bewerbungen im EU-Ausland klappen. Der sogenannte Europass hilft mit Muster-Dokumenten, um Fähigkeiten für alle verständlich aufzubereiten – und damit die eigenen Chancen zu erhöhen: Lebenslauf, Fähigkeitenpass („Skills-Pass“) und Europass Mobilität. In den Fähigkeitenpass tragen Interessierte ihre Kenntnisse und Sprachen ein. Im Europass Mobilität stehen die bisherigen Auslandserfahrungen. Wer zudem seine Fähigkeiten außerhalb der Schule und des Berufs vorzeigen will, kann über den sogenannten Youthpass Zertifikate im Netz erstellen – zum Beispiel zur Arbeit im Sportverein, im Bereich Musik und Kunst, zu Computerfähigkeiten oder sozialen Projekten. 

Beispiel-Bild eines Europass-Lebenslaufes
Unterwegs abgesichert

Wer mit Erasmus+ ins Ausland geht, muss seine Versicherungen überprüfen. Denn das Programm allein sichert Unfälle und Schäden nicht automatisch ab. Erasmus-Praktikant*innen beispielsweise sollten sich erkundigen, ob ihre Haftpflichtversicherung am Arbeitsplatz im Ausland greift und ob sie vor Kosten durch Arbeitsunfälle geschützt sind. Die Versicherungen können auch über die Arbeitgeber*innen laufen, zur Klärung hilft ein Gespräch.