Zweiter Bildungsweg

Einen fehlenden Schulabschluss kann man auf dem zweiten Bildungsweg nachholen.

Ein erfolgreicher Schulabschluss ist wichtig für die Berufsausbildung, für den Job und die berufliche Weiterbildung. Hat man an einer Regelschule keinen Schulabschluss erreicht, dann kann man ihn an verschiedenen Bildungseinrichtungen nachholen, zum Beispiel an Volkshochschulen, Abendschulen oder Kollegs.

Nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung hat man meist gleichzeitig auch den Hauptschulabschluss erreicht. In vielen Bundesländern wird Meistern, Technikern oder Fachwirten der Zugang zur Universität oder zur Fachhochschule inzwischen auch ohne Abitur oder Fachhochschulreife ermöglicht.

Hauptschulabschluss

Volkshochschulen und andere Einrichtungen der Erwachsenenbildung bieten Vorbereitungskurse für den nachträglichen Erwerb des Hauptschulabschlusses an. Voraussetzung ist die Erfüllung der allgemeinen Schulpflicht. Oft kann man auch mit einer erfolgreichen Schulfremdenprüfung, einer sogenannten Externenprüfung, den Hauptschulabschluss erreichen.

Mittlerer Bildungsabschluss

Den Realschulabschluss kann man in Volkshochschulen, Fachoberschulen, in einigen Bundesländern in Berufsaufbauschulen, aber auch über den Fernunterricht und die Externenprüfung erwerben. Zulassungsvoraussetzungen sind unter anderem die Erfüllung der Vollzeitschulpflicht, der Hauptschulabschluss (nicht in allen Bundesländern), ein gleichwertiges Zeugnis oder eine abgeschlossene Berufsausbildung beziehungsweise eine mehrjährige Berufstätigkeit.

Fachhochschulreife

Die Fachhochschulreife erlangt man an Fachoberschulen, Abendgymnasien, über Fernunterricht und das Telekolleg II, Kollegs oder über die Externenprüfung.

Fachgebundene Hochschulreife

In einigen Bundesländern gibt es die Möglichkeit, über Berufsoberschulen, Fachakademien, Fernunterricht oder die Externenprüfung für bestimmte Ausbildungsrichtungen die Hochschulreife zu erwerben.

Allgemeine Hochschulreife

In Abendgymnasien, Kollegs und Berufsoberschulen oder im Fernunterricht kann man die allgemeine Hochschulreife erlangen, ebenso über die Externenprüfung oder über eine Begabtenprüfung.

Bei allen Angeboten des zweiten Bildungswegs sollte man sich über die jeweiligen Bedingungen genau erkundigen. Beratungen bieten die Berufsinformationszentren (BiZ) der Arbeitsagenturen sowie die zuständigen Kultusministerien beziehungsweise Senatsverwaltungen des jeweiligen Bundeslandes an.

 

Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Jo B. Das Job-Lexikon, Bonn 2016