Tarifverhandlungen

Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände oder einzelne Arbeitgeber handeln die Arbeits­ und Wirtschaftsbedingungen für die Beschäftigten aus.

In Tarifverhandlungen geht es zum Beispiel um die Höhe von Löhnen und Gehältern, die Arbeitszeit oder den Urlaub. Meistens stellen die Gewerkschaften eine Forderung, und die Arbeitgeberverbände halten ihr Angebot dagegen. In oft langen Verhandlungen einigt man sich dann auf einen Kompromiss.

Wenn sich die Tarifvertragsparteien in den Verhandlungen nicht einigen können, kann es zu einem Schlichtungsverfahren und einem Arbeitskampf kommen, meist ein Streik der gewerkschaftlich organisierten Arbeitnehmer. Sie erhalten in dieser Zeit für den wegfallenden Lohn ein Streikgeld von ihrer Gewerkschaft. Die Arbeitgeber können darauf mit Aussperrung reagieren und den ausgesperrten Arbeitnehmern für diese Zeit ihren Lohn und den Zutritt zur Arbeitsstelle verweigern. Ziel des Arbeitskampfes ist es, zu einer Vereinbarung zu gelangen, die für beide Seiten akzeptabel ist. Am Ende der Tarifverhandlungen wird ein neuer Tarifvertrag unterschrieben.

 

Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Jo B. Das Job-Lexikon, Bonn 2016