Sexuelle Belästigung

Sexuelle Belästigung wird durch das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz verboten und kann bestraft werden.

Unter sexueller Belästigung versteht man unerwünschte sexuelle Verhaltensweisen, welche die Würde eines Menschen verletzen. Dies geschieht zum Beispiel durch unerwünschte sexuelle Handlungen und körperliche Berührungen, sexuelle Bemerkungen oder unerwünschtes Zeigen und sichtbares Anbringen von pornografischen Darstellungen.

Wer sexuell belästigt wird, kann sich bei seinem Arbeitgeber, Vorgesetzten oder der zuständigen Stelle im Betrieb beschweren. Diese müssen die Beschwerde prüfen und eine Wiederholung verhindern. Die belästigende Person kann ermahnt, abgemahnt, versetzt und ihr kann unter Umständen sogar gekündigt werden. Wenn der Arbeitgeber keine oder nur ungeeignete Maßnahmen ergreift, darf der betroffene Arbeitnehmer seine Tätigkeit einstellen, soweit das zu seinem eigenen Schutz erforderlich ist.

Er erhält dann trotzdem weiter sein Arbeitsentgelt. Unter bestimmten Voraussetzungen ist der Arbeitgeber außerdem zu Schadensersatz verpflichtet.

Internet

www.antidiskriminierungsstelle.de

 

Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Jo B. Das Job-Lexikon, Bonn 2016