Mobbing

Als Mobbing bezeichnet man wiederkehrende absichtliche und gezielte Handlungen, die Menschen massiv benachteiligen und ausgrenzen.

Mobbing kann überall stattfinden, zum Beispiel in der Schule, am Arbeitsplatz, im Sportverein oder im Internet. Unter Mobbing am Arbeitsplatz versteht man das systematische Anfeinden, Schikanieren und Diskriminieren von Arbeitnehmern durch Kollegen oder Vorgesetzte. Dazu gehören zum Beispiel die Verbreitung bösartiger Gerüchte, Zuweisung sinnloser Arbeitsaufgaben oder ständige, ungerechtfertigte Kritik.

Arbeitnehmer, die von Mobbing betroffen sind, können sich wehren: Zuerst sollten sie sich Unterstützung holen, zum Beispiel beim Betriebsrat oder Personalrat, bei der Gleichstellungsbeauftragten, bei ihrem Arbeitgeber oder bei einer außerbetrieblichen Beratungsstelle, zum Beispiel dem Bürgertelefon zum Thema Arbeitsrecht des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, Telefonnummer: (0 30) 2 21 91 10 04, montags bis donnerstags, 8 Uhr bis 20 Uhr.

Das Arbeitsrecht und das Grundgesetz verbieten Mobbing. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, die Persönlichkeitsrechte sowie die Gesundheit und Ehre der Arbeitnehmer am Arbeitsplatz zu schützen. Wenn ein Arbeitnehmer von Kollegen oder Vorgesetzten gemobbt wird, sollte er das seinem Arbeitgeber sofort mitteilen. Der Arbeitgeber muss dann dafür sorgen, dass das Mobbing aufhört. Hierfür hat er verschiedene rechtliche Möglichkeiten, zum Beispiel die Ermahnung, Abmahnung, Versetzung oder Kündigung des Täters.

Der Arbeitnehmer kann den betreffenden Kollegen oder Vorgesetzten beim Arbeitsgericht auf Schadensersatz, gegebenenfalls auch auf Schmerzensgeld verklagen. In besonders schwerwiegenden Fällen und wenn der Arbeitgeber nicht gegen das Mobbing vorgeht, kann der Arbeitnehmer seine Arbeit einstellen und hat trotzdem Anspruch auf sein Arbeitsentgelt.

Tipp

Hilfreiche Informationen bietet die kostenlose Broschüre Was tun! Tipps für Auszubildende der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, erhältlich unter www.bzga.de.

Siehe auch

Antidiskriminierungsstelle
Diskriminierungsverbote

 

Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Jo B. Das Job-Lexikon, Bonn 2016