Krankengeld

Wenn ein Arbeitnehmer länger als sechs Wochen krank ist, zahlt die Krankenkasse Krankengeld.

Vorher, also während der ersten sechs Wochen seiner Krankheit, erhält der Arbeitnehmer vom Arbeitgeber noch weiterhin sein Arbeitsentgelt (siehe Entgeltfortzahlung).

Für das Krankengeld gilt:

  • Das Krankengeld beträgt 70 Prozent des Bruttoarbeitsentgelts, höchstens aber 90 Prozent des Nettoarbeitsengelts.
  • Vom Krankengeld müssen Beiträge zur Renten-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung bezahlt werden.
  • Das Krankengeld wird längstens für 78 Wochen innerhalb von drei Jahren gezahlt.

Für die Pflege kranker Kinder unter zwölf Jahren erhalten Versicherte maximal zehn Arbeitstage lang Krankengeld, Alleinerziehende maximal 20 Tage. Bei mehreren Kindern ist der Anspruch auf 25 Arbeitstage je Kalenderjahr begrenzt, bei Alleinerziehenden auf 50 Tage. Für Eltern in Berufsausbildung können spezielle Regeln gelten.

Für behinderte und auf Hilfe angewiesene Kinder gibt es keine Altersgrenze. Bei der Betreuung schwerstkranker Kinder, die das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet haben und bei denen eine Heilung ausgeschlossen ist, haben Eltern einen zeitlich unbegrenzten Anspruch auf Krankengeld.

 

Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Jo B. Das Job-Lexikon, Bonn 2016