Kindergeld

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Erziehungsberechtigte, also meistens die Eltern, bekommen für ihre Kinder vom Staat Kindergeld.

Das Kindergeld muss bei der Familienkasse der Arbeitsagentur oder im öffentlichen Dienst direkt beim Arbeitgeber beantragt werden. Es ist nach der Zahl der Kinder gestaffelt und beträgt pro Monat (Stand 2016):

  • für das erste und zweite Kind je 190 Euro
  • für das dritte Kind 196 Euro
  • und ab dem vierten Kind 221 Euro
     

Damit soll der Lebensbedarf des Kindes unterstützt und allgemein die Familie gefördert werden. Unter Umständen bekommen die Eltern noch Steuern erstattet. Dazu prüft das Finanzamt, ob es für die Familie günstiger ist, wenn von der Lohnsteuer ein bestimmter Freibetrag abgezogen wird. Dieser Freibetrag ist vorgeschrieben, denn das Existenzminimum eines Kindes darf nicht besteuert werden. Wenn die Freibeträge für Kinder (2.304 Euro pro Elternteil) plus weiterer Freibeträge für Betreuung, Erziehung und Ausbildung (1.320 Euro pro Elternteil) für die Familie günstiger sind, dann werden Steuern erstattet (Stand 2016).

Kindergeld wird für alle Kinder bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres gezahlt. Darüber hinaus

  • bis zum 21. Lebensjahr für arbeitsuchende Kinder,
  • bis zur Vollendung des 25. Lebensjahrs, wenn das Kind noch die Schule besucht, ein Studium oder eine Berufsausbildung absolviert, sich in einer Übergangszeit zwischen zwei Ausbildungsabschnitten von höchstens vier Monaten befindet, einen Ausbildungsplatz sucht oder einen berücksichtigungsfähigen Freiwilligendienst wie den Bundesfreiwilligendienst oder ein Freiwilliges Ökologisches/Soziales Jahr absolviert oder als Freiwilligen Wehrdienst Leistender eine Berufsausbildung erhält. Für Kinder, die bereits eine erste Berufsausbildung abgeschlossen haben, gelten zudem bestimmte Einschränkungen.
     

Das Kindergeld ist zeitlich unbegrenzt für Kinder, die wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung nicht für sich selbst sorgen können. Die Behinderung des Kindes muss bereits vor Vollendung des 25. Lebensjahres eingetreten sein.

 

Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Jo B. Das Job-Lexikon, Bonn 2016