Insolvenzgeld

Insolvenzgeld können Arbeitnehmer erhalten, wenn ihr Arbeitgeber zahlungsunfähig ist und das Arbeitsentgelt nicht oder nur teilweise zahlen kann.

Die Arbeitsagentur zahlt Insolvenzgeld für die letzten drei Monate des Arbeitsverhältnisses vor dem sogenannten Insolvenzereignis, zum Beispiel, wenn:

  • ein Insolvenzverfahren eröffnet wird,
  • ein Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens abgelehnt wird,
  • die Betriebstätigkeit des Arbeitgebers vollständig beendet wird, weil nicht genug Geld zur Durchführung des Insolvenzverfahrens übrig ist.
     

Der Antrag auf Insolvenzgeld muss innerhalb von zwei Monaten nach dem Insolvenzereignis gestellt werden. Zuständig ist die Arbeitsagentur, in deren Bezirk der ehemalige Arbeitgeber seine Lohnabrechnungsstelle hatte.

 

Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Jo B. Das Job-Lexikon, Bonn 2016