Ferienjob

Mit Ferienjobs können Kinder und Jugendliche ihr Taschengeld aufbessern und zugleich praktische Erfahrungen in der Arbeitswelt sammeln.

Für Ferienjobs gibt es Regeln und Gesetze, die Kinder und Jugendliche schützen.Das Jugendarbeitsschutzgesetz gilt für Jugendliche unter 18 Jahren. Für Kinder ab 13 Jahren gilt zusätzlich die Kinderarbeitsschutzverordnung. Beide Bestimmungen bewahren Kinder und Jugendliche vor Arbeit, die zu früh beginnt, zu lange dauert, zu schwer ist, sie gefährdet oder für sie ungeeignet ist.

Kinder, die zwischen 13 und 14 Jahre alt sind, dürfen täglich maximal für zwei Stunden leichte Aushilfsjobs übernehmen wie Prospekte verteilen, Babysitten oder Zeitungen austragen – aber nicht vor oder während der Schule und nicht abends nach 18 Uhr. Die Arbeit darf ihre Gesundheit nicht gefährden und den Schulbesuch oder die schulischen Leistungen nicht einschränken. Grundsätzlich müssen die Eltern zustimmen.

Vollzeitschulpflichtige Jugendliche von 15 bis 18 Jahre dürfen höchstens 20 Tage pro Jahr arbeiten – bei maximal 40 Stunden pro Woche und acht Stunden am Tag. Für nicht vollzeitschulpflichtige Jugendliche gilt diese Begrenzung auf 20 Tage nicht. Die 20 Tage können aufs Jahr verteilt oder in den Ferien am Stück gearbeitet werden. Die Arbeit darf zwischen 6 Uhr und 20 Uhr stattfinden. Arbeit an Samstagen und Sonntagen ist nicht erlaubt, Ausnahmen gibt es aber zum Beispiel für Bäckereien, Supermärkte, das Gaststättengewerbe oder Krankenhäuser. Schwere Lasten schleppen oder gefährliche Arbeiten sind verboten, ebenso regelmäßige Tätigkeiten bei Hitze, Kälte, Nässe oder Lärm.

Volljährige Schüler und Studierende dürfen bis zu 70 Tage im Jahr in einer so genannten kurzfristigen Beschäftigung, also einem Ferienjob, arbeiten. Das können bei einer Fünftagewoche drei Monate am Stück oder 70 Tage verteilt auf das ganze Jahr sein.

Siehe auch

Geringfügige Beschäftigung

 

Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Jo B. Das Job-Lexikon, Bonn 2016