Fachkräftemangel

In Deutschland gibt es noch keinen flächendeckenden Fachkräftemangel, aber in einigen Regionen, Branchen und Berufsfeldern fehlen Fachkräfte.

Der deutschen Wirtschaft geht es gut, die Zahl der Erwerbstätigen befand sich im Jahr 2015 auf einem Höchststand. Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung steigt auch der Fachkräftebedarf. Bis zum Jahr 2060 wird es laut Statistischem Bundesamt rund 16 Millionen weniger Erwerbstätige in Deutschland geben. Wirtschaftsexperten warnen angesichts dieser Zahlen vor einem Fachkräftemangel in Deutschland, der sich bereits in einigen Branchen, Regionen und Engpassberufen bemerkbar macht. Als Fachkräfte gelten Menschen mit mindestens einer abgeschlossenen Berufsausbildung oder einem gleichwertigen Abschluss. Neben einem Schulabschluss sind auch persönliche und soziale Kompetenzen wie Verlässlichkeit, Teamfähigkeit und Flexibilität wichtig.

Die Bundesregierung hat verschiedene Maßnahmen beschlossen, um zusätzliche Fachkräfte zu gewinnen. Arbeitnehmer sollen die Möglichkeit haben, sich kontinuierlich weiterzubilden. Die Gesundheit älterer Arbeitnehmer soll gefördert werden, damit sie länger arbeiten und ihre Erfahrungen und Fähigkeiten einbringen können. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf soll weiter verbessert werden, damit vor allem Frauen mit qualifizierter Ausbildung arbeiten können. Schulabbrüche sollen verhindert werden, damit Jugendliche gute Chancen auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt haben. Außerdem sollen qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland besser integriert und deren Bildungsabschlüsse und Zeugnisse leichter anerkannt werden.

Siehe auch

Arbeitsmarktwandel

Internet

www.fachkraefte-offensive.de
www.planet-beruf.de

 

Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Jo B. Das Job-Lexikon, Bonn 2016