Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)

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Mit der Berufsausbildungshilfe werden Auszubildende unterstützt, die nicht genügend Geld haben, um ihren Lebensunterhalt zu sichern.

Für eine betriebliche oder außerbetriebliche Ausbildung kann bei der Arbeitsagentur eine Berufsausbildungsbeihilfe beantragt werden, zum Beispiel wenn ein Auszubildender nicht mehr bei seinen Eltern wohnen kann, weil der Ausbildungsbetrieb zu weit entfernt ist. Wenn die Ausbildungsvergütung nicht für Essen und Miete reicht, kann die Arbeitsagentur mit der Berufsausbildungsbeihilfe helfen. Mit dem BAB-Rechner (www.babrechner.arbeitsagentur.de) kann geprüft werden, ob und wenn ja in welcher Höhe man voraussichtlich Berufsausbildungsbeihilfe erhalten kann.

Wie hoch diese Leistung ist, errechnet sich so: Zuerst wird der Bedarf für den Lebensunterhalt und die Ausbildung ermittelt. Gezahlt werden: 348 Euro Grundbedarf plus 149 Euro Mietpauschale plus 75 Euro Mietzuschlag, wenn die Miete höher als 149 Euro ist, plus Fahrtkosten plus Kosten für Arbeitskleidung plus Kinderbetreuungskosten, falls diese anfallen.

Ab dem 1. August 2016 ändern sich die Bedarfssätze: Dann gibt es 375 Euro für den Grundbedarf plus 166 Euro Mietpauschale plus 84 Euro Mietzuschlag. Die Ausbildungsvergütung wird auf den Gesamtbetrag angerechnet. Auch das Einkommen der Eltern beziehungsweise des Ehegatten oder Lebenspartners wird angerechnet, wenn deren Einkommen einen bestimmten Freibetrag überschreitet.

Berufsausbildungsbeihilfe wird auch für Teilnehmer an berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen gezahlt. Hier gibt es folgende Besonderheiten:

  • Das Einkommen wird grundsätzlich nicht angerechnet.
  • Die Beihilfe wird auch bei Unterbringung im Haushalt der Eltern gezahlt. Der Bedarf beträgt dann 216 Euro (ab 1. August 2016 231 Euro). Bei auswärtiger Unterbringung beträgt der Grundbedarf 391 Euro (ab 1. August 2016 418 Euro) plus 74 Euro Mietzuschlag, wenn die Miete höher als 58 Euro ist (ab 1. August 2016 84 Euro Zuschlag, wenn die Miete höher als 65 Euro ist).
  • Die Arbeitsagentur übernimmt die Maßnahmekosten, die Fahrtkosten, die Kinderbetreuungskosten sowie die Beiträge zur freiwilligen Krankenversicherung und Pflegeversicherung, falls diese anfallen.
     

Der Antrag auf Berufsausbildungsbeihilfe muss bei der örtlichen Arbeitsagentur gestellt werden. Sie wird bei einer Berufsausbildung in der Regel zunächst für 18 Monate bewilligt, bei berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen für den gesamten Zeitraum der Teilnahme. Für Auszubildende mit Behinderungen gibt es Sonderregelungen.

 

Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Jo B. Das Job-Lexikon, Bonn 2016