Benachteiligte Jugendliche

Für Jugendliche mit Lernschwierigkeiten, anderen individuellen Beeinträchtigungen oder sozialen Problemen gibt es verschiedene Hilfsangebote.

Jungen Menschen, die individuell beeinträchtigt oder sozial benachteiligt sind, fällt es oft schwer, eine Berufsausbildung zu beginnen oder abzuschließen. Sie können während einer Berufsausbildung oder einer Einstiegsqualifizierung durch ausbildungsbegleitende Hilfen unterstützt werden. Dazu gehören Stütz- und Förderunterricht sowie Beratungsangebote. Hat ein Auszubildender seine Ausbildung abgebrochen, dann können diese Hilfen den Übergang in eine Anschlussausbildung erleichtern. Wer eine Ausbildung erfolgreich beendet hat, kann beim Übergang in eine Beschäftigung unterstützt werden. Benachteiligte Jugendliche können auch eine außerbetriebliche Ausbildung absolvieren (siehe Ausbildung, außerbetriebliche).

Das Programm der assistierten Ausbildung oder auch der begleiteten betrieblichen Ausbildung richtet sich an Chancenärmere (zum Beispiel an junge Menschen mit Behinderungen oder Migrationshintergrund), die bisher nur außerbetrieblich ausgebildet werden konnten. Die jungen Menschen erhalten Unterstützung wie Nachhilfe, Beratung, Hilfen zur Stabilisierung des Ausbildungsverhältnisses und eventuell eine finanzielle Förderung (Ausbildungszuschuss), um eine betriebliche Ausbildung abschließen zu können. Betriebe erhalten gleichzeitig Unterstützung für das erfolgreiche Gelingen der Ausbildung. Informationen dazu erteilen die Agenturen für Arbeit.

Wenn Jugendliche nicht zu einer Ausbildung oder Beschäftigung angeregt werden können, dann ist eine Förderung mit sogenannten Aktivierungshilfen für Jüngere möglich. Informationen dazu hat die Berufsberatung der Arbeitsagentur beziehungsweise das Jobcenter.

Darüber hinaus unterstützt das Jugendamt junge Menschen mit sozialen Benachteiligungen oder individuellen Beeinträchtigungen im Rahmen sozialpädagogischer Hilfen. An vielen Orten arbeiten Jugendamt, Berufsberatung und Jobcenter intensiv zusammen, zum Beispiel in den Arbeitsbündnissen Jugend und Beruf oder in Jugendberufsagenturen.

Das Modellprogramm JUGEND STÄRKEN im Quartier unterstützt rund 180 Jugendämter beim Aufbau sozialpädagogischer Beratungs- und Begleitangebote für junge Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf am Übergang von der Schule in den Beruf.

Im Projekt JUGEND STÄRKEN: 1.000 Chancen können junge Menschen durch niedrigschwellige, praxisnahe Angebote wie Unternehmer zu buchen, Ein Tag Azubi, Next Step oder Coach4Life junge Unternehmerinnen, Unternehmer und Führungskräfte kennenlernen und erste Zugänge zur lokalen Arbeitswelt gewinnen.

Internet
www.jugend-staerken.de

 

Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Jo B. Das Job-Lexikon (link is external), Bonn 2016