Ausbildung, außerbetriebliche

Benachteiligte junge Menschen können eine außerbetriebliche Ausbildung machen, wenn sie keinen Ausbildungsplatz gefunden haben.

Die außerbetriebliche Ausbildung richtet sich vor allem an benachteiligte Jugendliche sowie an junge Menschen mit Behinderung. Voraussetzung ist, dass ihnen auch mit anderen Leistungen der Arbeitsförderung noch keine betriebliche Ausbildungsstelle vermittelt werden konnte.

Eine außerbetriebliche Ausbildung kann zum Beispiel von Bildungsträgern oder Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation angeboten werden. Dort werden die Jugendlichen in staatlich anerkannten Ausbildungsberufen (auch Fachpraktiker-Ausbildungen) ausgebildet und nehmen zusätzlich am Berufsschulunterricht teil. Die Auszubildenden erhalten vom Ausbildungsträger eine Ausbildungsvergütung und sind sozialversichert. Jugendliche, die nicht bei ihren Eltern wohnen, können unter bestimmten Umständen ergänzend eine Berufsausbildungsbeihilfe erhalten. Für die Fahrten zu den Ausbildungsorten ist ein Zuschuss möglich.

Während der Ausbildung finden mehrwöchige Betriebspraktika statt. In einigen Fällen erfolgt sogar die gesamte berufspraktische Unterweisung in einem Kooperationsbetrieb. Ziel ist, dass die Jugendlichen in einen Betrieb übernommen werden und dort ihre Ausbildung fortsetzen können.

Die außerbetriebliche Ausbildung wird überwiegend öffentlich finanziert, zum Beispiel durch die Arbeitsagentur oder das Jobcenter. Die Entscheidung über die Teilnahme an einer außerbetrieblichen Ausbildung trifft die Berufsberatung.

 

Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Jo B. Das Job-Lexikon, Bonn 2016