Arbeitsvertrag

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Der Arbeitsvertrag regelt das rechtliche Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

Arbeitgeber und Arbeitnehmer schließen einen Arbeitsvertrag, damit beide ihre Rechte und Pflichten kennen. Der Arbeitnehmer verpflichtet sich, für den Arbeitgeber zu arbeiten. Der Arbeitgeber zahlt ihm dafür ein Arbeitsentgelt.

Ein Arbeitsvertrag sollte am besten schriftlich festgehalten werden. Es ist aber auch ein mündlicher Vertrag möglich. Dann muss der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer aber spätestens einen Monat nach dem Beginn des Arbeitsverhältnisses einen unterschriebenen Nachweis über die Arbeitsbedingungen nachreichen.

Ein Arbeitsvertrag muss folgende Punkte beinhalten:

  • Name und Anschrift von Arbeitgeber und Arbeitnehmer
  • Beginn des Arbeitsverhältnisses, bei befristeten Verträgen auch die Dauer des Arbeitsverhältnisses
  • Beschreibung der zu leistenden Tätigkeit
  • Arbeitszeit
  • Arbeitsort
  • Zusammensetzung, Höhe und Zahlungszeitpunkt des Arbeitsentgelts (einschließlich eventueller Zulagen, Prämien, Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld)
  • Dauer des jährlichen Urlaubs
  • Kündigungsfristen
  • Angaben zu tarifvertraglichen oder betrieblichen Regelungen, die für das Arbeitsverhältnis gelten
     

Grundsätzlich können Arbeitgeber und Arbeitnehmer frei vereinbaren, was in einem Arbeitsvertrag stehen soll. Gesetzliche Regelungen des Arbeitsrechts, Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen schützen den Arbeitnehmer aber vor unerlaubten und unfairen Arbeitsbedingungen. Grundsätzlich gilt: Höherrangiges Recht geht vor. Das Gesetz steht also über dem Tarifvertrag, der Tarifvertrag über der Betriebsvereinbarung und die Betriebsvereinbarung über dem Arbeitsvertrag. Im Zweifelsfall gilt das Recht, das für den Arbeitnehmer vorteilhafter ist.

 

Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Jo B. Das Job-Lexikon, Bonn 2016