Arbeitsmedizinische Vorsorge

Durch die arbeitsmedizinische Vorsorge werden Arbeitnehmer über Gesundheitsrisiken am Arbeitsplatz aufgeklärt und beraten.

Ziel ist es, arbeitsbedingte Erkrankungen und Berufskrankheiten frühzeitig zu erkennen und zu verhüten. Arbeitsmedizinische Vorsorge soll außerdem die Beschäftigungsfähigkeit erhalten. Alle Beschäftigten haben grundsätzlich einen Anspruch darauf, sich regelmäßig arbeitsmedizinisch untersuchen zu lassen. Das gilt nur dann nicht, wenn mit keinem Gesundheitsschaden zu rechnen ist.

Bei bestimmten gefährdenden Tätigkeiten muss der Arbeitgeber den Beschäftigten ein Vorsorgeangebot bei einem Arbeitsmediziner unterbreiten. Bei besonders gefährdenden Tätigkeiten ist die Teilnahme an der arbeitsmedizinischen Vorsorge für die Beschäftigten verpflichtend. Die entsprechenden Tätigkeiten sind in einer Verordnung aufgelistet. Der Arzt unterliegt der ärztlichen Schweigepflicht. Er berät die Betroffenen individuell über die Wechselwirkungen zwischen ihrer Arbeit und ihrer Gesundheit. Der Arzt muss die Erkenntnisse aus der arbeitsmedizinischen Vorsorge auswerten. Daraus können sich auch Hinweise für den allgemeinen Arbeitsschutz ergeben.

Siehe auch

Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG)
Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG)
Ärztliche Untersuchungen
Einstellungs-, Eignungs- oder Tauglichkeitsuntersuchungen

 

Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Jo B. Das Job-Lexikon, Bonn 2016