Arbeitsförderung/Arbeitsförderungsrecht (SGB III)

Die Arbeitsagenturen helfen bei der Suche nach Arbeit oder einer Berufsausbildung.

Das Arbeitsförderungsrecht regelt, wie die Arbeitsagenturen Ausbildung und Arbeitsuchende unterstützen können. Die Förderleistungen werden im Sozialgesetzbuch Drittes Buch (SGB III) beschrieben. Ziel der Arbeitsförderung ist es, möglichst vielen Menschen zu einer Arbeit zu verhelfen. Offene Stellen sollen schnell besetzt werden, und auch benachteiligte Menschen sollen Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhalten.

Die Arbeitsagenturen können zum Beispiel durch folgende Maßnahmen unterstützen:

  • Ausbildungs- und Arbeitsvermittlung
  • Berufsberatung
  • Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung
  • Förderung der beruflichen Weiterbildung
  • Gründungszuschuss an Menschen, die sich selbstständig machen
  • → Eingliederungszuschuss an den Arbeitgeber
  • Zahlung von Kurzarbeitergeld an Arbeitgeber, um bei einem Arbeitsausfall Entlassungen von Arbeitnehmern zu vermeiden
  • Förderhilfen für benachteiligte Jugendliche und Menschen mit Behinderungen

Finanziert werden diese Leistungen vor allem durch Beiträge, die Arbeitnehmer und Arbeitgeber zur Arbeitslosenversicherung zahlen. Wenn es bei der Arbeitsförderung größere Probleme mit der Arbeitsagentur gibt, dann kann man sich an das Sozialgericht wenden. Dieses entscheidet, wie die Streitigkeit geklärt wird.

 

Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Jo B. Das Job-Lexikon, Bonn 2016