Arbeitsentgelt

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Für seine Arbeit erhält der Arbeitnehmer ein Arbeitsentgelt vom Arbeitgeber.

Arbeitnehmer und Arbeitgeber können das Arbeitsentgelt grundsätzlich frei verhandeln. Tarifverträge oder Branchenmindestlöhne können aber eine Mindesthöhe festlegen. Zudem gilt seit dem 1. Januar 2015 der gesetzliche Mindestlohn.

Im Allgemeinen wird zwischen zwei verschiedenen Entgeltformen unterschieden: dem Lohn für Arbeiter und dem Gehalt für Angestellte. Das Gehalt ist ein Monatsentgelt, das in gleich bleibender Höhe gezahlt wird – unabhängig von der Anzahl der Tage im Monat und der erbrachten Leistung. Der Lohn kann unterschiedlich hoch ausfallen, da er von der geleisteten Arbeit abhängt, zum Beispiel als Stundenlohn oder Stücklohn. In der Gesetzgebung und in Tarifverträgen gibt es diese Unterscheidung aber kaum noch, dort wird meist nur von Entgelt ge­sprochen.

Im Arbeitsvertrag wird üblicherweise das monatliche Bruttoentgelt genannt. Davon zieht der Arbeitgeber die Steuern und Sozialabgaben ab und leitet sie an die zuständigen Stellen weiter. Das übrig bleibende Nettoentgelt überweist er an den Arbeitnehmer. Alle Steuern und Sozialabgaben werden in der Gehaltsabrechnung aufgelistet, die der Arbeitnehmer am Ende des Monats erhält.

Geringverdiener müssen keine Steuern zahlen. Im Jahr 2016 liegt der Grundfreibetrag bei 8.652 Euro. Wer mehr verdient, kann am Jahresende eine Lohnsteuererklärung beim Finanzamt abgeben und zu viel gezahlte Steuern zurückerstattet bekommen. Verdient ein Auszubildender monatlich weniger als 325 Euro, dann trägt der Arbeitgeber auch die Sozialabgaben allein.

Manche Arbeitnehmer erhalten neben dem Arbeitsentgelt noch freiwillige Sonderzahlungen vom Arbeitgeber, zum Beispiel Urlaubsgeld oder Weihnachtsgeld. Diese können im Arbeitsvertrag, in Betriebsvereinbarungen oder im Tarifvertrag geregelt sein. Sie sind genauso wie das monatliche Arbeitsentgelt steuer- und sozialabgabenpflichtig. Darüber hinaus erhalten manche Arbeitnehmer auch vermögenswirksame Leistungen (VL).

Selbstständige erhalten kein Arbeitsentgelt, sondern in der Regel ein Honorar, siehe Beschäftigungsverhältnisse.

 

Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Jo B. Das Job-Lexikon, Bonn 2016