Altersvorsorge, private

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Wer im Rentenalter den gewohnten Lebensstandard aufrechterhalten will, sollte die gesetzliche Rente ergänzen, zum Beispiel durch private Altersvorsorge.

In Deutschland steigt die Zahl der älteren Menschen. Gleichzeitig werden immer weniger Kinder geboren. Um die Folgen dieser demografischen Veränderungen in der gesetzlichen Rentenversicherung generationengerecht auf Jung und Alt zu verteilen, sind Obergrenzen für die Beitragshöhe festgelegt worden. Außerdem gibt es ein Mindestsicherungsniveau, also eine Untergrenze beim Rentenniveau. Wer auch im Alter den gewohnten Lebensstandard aufrechterhalten will, muss sich frühzeitig um eine zusätzliche private und, soweit möglich, betriebliche Altersvorsorge kümmern und selbst Kapital ansparen.

Der Staat fördert die private Altersvorsorge mit der sogenannten Riester-Rente: Mit dieser Rente können alle vorsorgen, die in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind, also auch Auszubildende. Wer 4 Prozent seines Bruttoeinkommens für die Riester-Rente aufwendet, erhält den höchsten Fördersatz. Es gibt eine Grundzulage sowie eine Kinderzulage für Familien. Darüber hinaus können auch Steuern gespart werden.

Die Riester-Rente lohnt sich vor allem bei kleineren Einkommen, wie folgendes Beispiel zeigt: Ein Auszubildender mit einem Jahreseinkommen von 10.000 Euro spart die erforderlichen 4 Prozent, also 400 Euro im Jahr. Davon übernimmt der Staat 154 Euro, die direkt in das Vorsorgekonto fließen. Der Auszubildende selbst zahlt also nur 246 Euro, das sind 20,50 Euro im Monat. Außerdem erhalten unter 25-Jährige, die erstmals einen Riester-Vertrag unterschreiben, einen einmaligen Berufseinsteiger-Bonus von 200 Euro. Mit dem sogenannten Wohn-Riester kann auch privates Wohneigentum gefördert werden.

Staatlich unterstützt wird auch die private Basis-Rente. Die Basis-Rente wird steuerlich begünstigt und garantiert eine feste Verzinsung sowie eine lebenslange Rente. Eine Besonderheit sind die veränderlichen Beitragszahlungen: Wenn das Einkommen schwankt, kann man die Höhe der Beiträge anpassen.

 

Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Jo B. Das Job-Lexikon, Bonn 2016