Sozial-Hilfe

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Manche Menschen haben zu wenig Geld für ihr Leben.
Dafür gibt es viele Gründe.
Zum Beispiel:
Eine Behinderung.
Eine Krankheit.
Oder schlimme Probleme.
Diese Menschen haben ein Recht auf Hilfe.
Diese Hilfe heißt: Sozial-Hilfe.

Sie bekommen diese Hilfe vom Sozial-Amt.
Die Sozial-Hilfe ist für jeden Menschen anders.
Zum Beispiel:
Weil jeder Mensch ein anderes Leben hat.
Und weil jeder Mensch etwas anderes kann.
Die Sozial-Hilfe ist Geld.
Sie können auch andere Hilfe bekommen.
Zum Beispiel:
Sie bekommen Beratung.
Und Hilfe.
Damit Sie wieder selbst-ständig leben können.

So hilft das Sozial-Amt mit der Sozial-Hilfe:

Es gibt 8 verschiedene Hilfen.
Damit alle Menschen die Hilfe bekommen:
Die sie brauchen.

Hilfe 1:
Die Hilfe für Ihr Leben.

Zum Beispiel:
Hilfe mit Geld für Ihre Wohnung.
Und für Ihr Essen.
Und für Ihre Kleidung.
Die Hilfe heißt in schwerer Sprache:
Hilfe zum Lebens-Unterhalt.

Hilfe 2:
Die Hilfe durch das Bildungs-Paket.
Kinder und Jugendliche bekommen auch mehr Geld.
Damit sie mit-machen können:

  • im Kinder-Garten
  • oder in der Schule

So gibt es mehr Geld

  • für einen Ausflug oder für eine Klassen-Fahrt.
  • Um Schulsachen zu kaufen
  • Um beim Mittag-Essen dabei zu sein.
  • Um bei einer Sport-Gruppe oder in einer Musik-Schule mitzumachen.
  • Oder wer Hilfe braucht beim Lernen.

Hilfe 3:
Alte-Menschen,
die nicht mehr arbeiten müssen.
Oder: Junge Menschen,
die nicht mehr arbeiten können.
Sie bekommen auch Hilfe für ihr Leben.
Die Hilfe heißt in schwerer Sprache:
Grund-Sicherung im Alter.
Und Grund-Sicherung bei Erwerbs-Minderung.

Hilfe 4:
Die Hilfe für Ihre Gesundheit.
Sie bekommen diese Hilfe:
Wenn Sie nicht Mit-glied in einer Kranken-Kasse sind.
Und wenn Sie arm sind.
Das Sozial-Amt bezahlt dann das Geld an die Kranken-Kasse.
Sie bekommen dann eine Kranken-Versicherten-Karte.
Wie alle Mit-glieder in der Kranken-Kasse.
Die Hilfen heißen in schwerer Sprache:
Hilfe zur Gesundheit.

Hilfe 5:
Die Hilfe für Menschen mit Behinderungen.
Sie bekommen eine besondere Hilfe mit:
Sachen.
Zum Beispiel mit einem Roll-Stuhl.
Unterstützung.
Zum Beispiel von einem Helfer.
Der Helfer heißt in schwerer Sprache:
Persönlicher Assistent.
• Oder Geld.
Die Hilfe heißt: Persönliches Budget.
So spricht man das: bü djee.
Sie können meistens selbst entscheiden:
Was Sie mit dem Geld machen möchten.
Die Hilfe für Menschen mit Behinderungen heißt in schwerer Sprache:
Eingliederungs-Hilfe für behinderte Menschen.

Hilfe 6:
Die Hilfe für Ihre Pflege.

Sie bekommen Hilfe mit Geld:
Wenn Sie arm sind.
Und wenn Sie sehr viel Pflege brauchen.
Und die Pflege ist sehr teuer.
Die Pflege-Versicherung kann dann nicht für die ganze Pflege bezahlen.
Das Sozial-Amt bezahlt dann den Rest.
Die Hilfe heißt in schwerer Sprache:
Die Hilfe zur Pflege.

Hilfe 7:
Die Hilfe bei schlimmen Problemen.

Sie bekommen diese Hilfe zum Beispiel:
Wenn Sie keine Wohnung mehr haben.
Die Hilfe heißt in schwerer Sprache:
Hilfe zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten.

Hilfe 8:
Andere Hilfen.

Zum Beispiel:
Besondere Hilfe für blinde Menschen.
Und Geld für eine Beerdigung.
Die Hilfen heißen in schwerer Sprache:
Hilfe in anderen Lebens-Lagen.

Es gibt viele Regeln für diese Hilfen.
Sie fragen dazu das Sozial-Amt in Ihrer Nähe.

Auszug aus: Bundes-Ministerium für Arbeit und Soziales: Die Hilfe von der sozialen Sicherung für alle Menschen in Deutschland, 2015, Seite 103 bis 106, leicht bearbeitet