Mutter-Schutz-Leistungen

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Wenn eine Frau ein Kind bekommt:
Sie hat ein Recht auf Hilfe.
Und auf Schutz für eine bestimmte Zeit.
Das heißt: Mutter-Schutz.
Es gibt auch Hilfe mit Geld.
Das sind Mutter-Schutz-Leistungen.

Die Mutter-Schutz-Leistungen stehen in einem Gesetz.
Es heißt: Mutter-Schutz-Gesetz.

Das Geld von der Kranken-Kasse

Sie können Hilfe mit Geld bekommen.
Das Geld heißt: Mutterschafts-Geld.

Sie bekommen das Geld:
Wenn Sie eine Arbeit haben.
Oder wenn Sie in der Schwangerschaft eine Kündigung bekommen haben.
Und die Kündigung war in Ordnung.
Kündigung heißt:
Sie haben Ihre Arbeit verloren.
Weil der Chef gesagt hat:
Sie dürfen hier nicht mehr arbeiten.

Sie müssen auch:
Ein Mitglied in einer Kranken-Kasse sein.

Diese Kranken-Kasse heißt in schwerer Sprache:
Gesetzliche Kranken-Kasse.

Das Mutterschafts-Geld ist für jede Mutter verschieden.
Sie bekommen höchstens 13 Euro.
Jeden Tag.
Die Mütter mit viel Lohn bekommen mehr Geld.
Die Mütter mit weniger Lohn bekommen weniger Geld.

Das Geld vom Bundes-Versicherungs-Amt

Manche Mütter bekommen Geld vom Bundes-Versicherungs-Amt.
Sie bekommen dieses Geld:

  • Wenn Sie Mit-glied in einer privaten Kranken-Kasse sind.
  • Wenn Sie familien-versichert sind:
    Zum Beispiel durch Ihre Eltern.
    Oder durch Ihren Ehe-Mann.
     

Sie bekommen dann höchstens 210 Euro.
Für die ganze Zeit.

Das Geld vom Chef

Der Chef gibt Ihnen Geld dazu.
Sie bekommen dann:
Das Mutterschafts-Geld.
Und das Geld vom Chef.
Das heißt in schwerer Sprache:
Arbeit-Geber-Zu-schuss.

Sie bekommen nur Geld vom Chef:
Wenn Sie am Tag mehr als 13 Euro verdienen.
Das heißt: Sie verdienen im Monat 390 Euro.
Oder mehr.

Manche Frauen bekommen keine Hilfe vom Mutter-Schutz.
Weil: Manche Frauen gehen nicht arbeiten.
Sie sind Haus-Frauen.
Manche Frauen sind selbst-ständig.
Und sie haben eine eigene Firma.
Oder ein eigenes Geschäft.
Es gibt auch besondere Regeln für Beamtinnen.
Und für Soldatinnen.
Diese Frauen können ein anderes Geld bekommen.

Auszug aus: Bundes-Ministerium für Arbeit und Soziales: Die Hilfe von der sozialen Sicherung für alle Menschen in Deutschland, 2015, Seite 19 bis 23, leicht bearbeitet