Mutter-Schutz-Gesetz

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Wenn eine Frau ein Kind bekommt:
Sie hat ein Recht auf Hilfe.
Und auf Schutz.
Für eine bestimmte Zeit.
Das heißt: Mutter-Schutz.

Damit es der Mutter und dem Kind gut geht:

Es gibt besondere Regeln für Mütter.
Vor der Geburt.
Und nach der Geburt.
Wenn die Mütter eine Arbeit haben.
Die Regeln stehen in einem Gesetz.
Das Gesetz heißt: Mutter-Schutz-Gesetz.
Die Mütter haben Schutz bei der Arbeit.
Und sie behalten Ihre Arbeit.
Es gibt auch Hilfe mit Geld.
Und besonderen Urlaub.
Sie können sich dann gut erholen.
Von der Geburt.
Und Sie haben genug Zeit für Ihr Kind.

Frauen haben immer ein Recht auf die Hilfe vom Mutter-Schutz:
Wenn sie in Deutschland arbeiten.
Zum Beispiel:
Sie arbeiten in Voll-Zeit.
Sie arbeiten in Teil-Zeit.
Sie machen eine Ausbildung.
Für einen Beruf.

Der Schutz vor einer Kündigung

Wenn Sie schwanger sind:
Der Chef darf nicht zu Ihnen sagen:
Sie dürfen hier nicht mehr arbeiten.
Das heißt: Kündigungs-Schutz.
Der Schutz gilt: Bis 4 Monate nach der Geburt.
Es gibt aber auch Ausnahmen.
Ein Amt muss dann sagen:
Der Chef darf kündigen.
Das Verbot gilt nur für den Chef.
Sie dürfen immer sagen:
Ich möchte hier nicht mehr arbeiten.
Das gilt auch: Wenn Sie schwanger sind.
Und bis 4 Monate nach der Geburt.

Sie haben auch Kündigungs-Schutz:
Wenn sie mit Ihrem Kind zu Hause sein möchten.
Für eine bestimmte Zeit.
Das heißt in schwerer Sprache:
Eltern-Zeit.
Sie dürfen auch in der Eltern-Zeit kündigen.
Aber: Sie müssen sich an Regeln halten.

Die Rechte am Arbeitsplatz

Wenn Sie schwanger sind.
Oder wenn Sie Ihr Kind stillen:
Sie haben besondere Rechte bei der Arbeit.
Damit Ihr Leben geschützt ist.
Und Ihre Gesundheit.
Und das Leben von Ihrem Kind.
Sie dürfen deswegen bestimmte Sachen nicht machen.
Das heißt in schwerer Sprache:
Beschäftigungs-Verbot.
Sie dürfen zum Beispiel nicht:

  • Eine schwere Arbeit machen.
    Oder viel körperlich arbeiten.
  • Mit gefährlichen Sachen arbeiten.
  • Viel Stress haben.
  • Zu lange arbeiten.
  • Nachts arbeiten.
  • Am Sonn-Tag arbeiten.
    Oder an Feier-Tagen.

Ein Arzt kann auch sagen:
Sie dürfen nicht mehr zur Arbeit gehen.
Zum Beispiel: Weil ihre Arbeit zu gefährlich ist.
Sie dürfen dann nicht mehr so arbeiten.
Sie bekommen trotzdem ihren Lohn.
Ihr Chef bekommt das Geld zurück
von der Kranken-Kasse:
Wenn er wegen dem Verbot Geld verliert.
Weil Sie nicht arbeiten können
wie vor der Schwangerschaft.
 

Auszug aus: Bundes-Ministerium für Arbeit und Soziales: Die Hilfe von der sozialen Sicherung für alle Menschen in Deutschland, 2015, Seite 19 bis 25, leicht bearbeitet