Kompetenzerwartungen: Jobben in den Ferien

Gute Gründe, sich neben der Schule oder in den Ferien ein paar Euro zu verdienen, gibt es genug. Wenn das Taschengeld für Smartphone, Führerschein, Klamotten, Urlaub oder sonstige Extras nicht reicht, gehen viele Jugendliche arbeiten. Ferienjobs bringen mehr als nur Geld: Wer jobbt, gewinnt Einblick in den Berufsalltag. Das erste eigene Gehalt stärkt das Selbstbewusstsein und die Jugendlichen merken, wie viel sie arbeiten müssen, um ihre Wünsche verwirklichen zu können.

Wo es Ferienjobs und andere Aushilfsjobs gibt, wann und wie lange Jugendliche arbeiten dürfen, wie viele Steuern und Sozialabgaben sie in Beschäftigungsverhältnissen zahlen müssen, darüber informiert dieses aktuelle Thema.

Kompetenzerwartungen

Für die Schülerinnen und Schüler ist der erste Ferienjob ein großer Schritt in Richtung Selbstständigkeit – egal, ob sie den Job durch eine Initiativbewerbung oder durch Kontakte der Eltern bekommen haben. Sie erleben den Arbeitsalltag und kommen dadurch mit einigen wichtigen Themen in Berührung, die ihnen bislang fremd waren. Sie müssen sich bewerben, sich mit Versicherungsfragen und Steuerfragen auseinandersetzen, und sie lernen die wichtigsten Regelungen des Jugendarbeitsschutzgesetzes kennen.

Viele Studierende arbeiten, um Geld für den Lebensunterhalt im Studium zu verdienen oder um von der finanziellen Unterstützung der Eltern unabhängig zu sein. Neben dem Job in den Semesterferien sind für sie vor allem auch kontinuierliche Beschäftigungsverhältnisse im Niedriglohnbereich interessant.

Lehrerinnen und Lehrer können das Thema Ferienjob zum Einstieg in wichtige Themen finanzieller Allgemeinbildung nutzen, die den Schülerinnen und Schülern sonst nur als Schlagworte aus den Medien bekannt sind. Die Informationen auf dem Arbeitsblatt und Schaubild können den Jugendlichen als Leitfaden dienen, mit dessen Hilfe sie gut informiert und selbstbewusst die Organisation rund um den Ferienjob oder Nebenjob bewältigen können.

Methodisch-didaktische Hinweise

Das Arbeitsblatt thematisiert den echten Ferienjob, das so genannte kurzfristige Beschäftigungsverhältnis. Anhand eines Praxisbeispiels diskutieren die Schülerinnen und Schüler, welche Vorteile und Herausforderungen Ferienjobs mit sich bringen können. Sie erhalten einen Überblick, welche Tätigkeiten abhängig vom Alter der Ferienjobber erlaubt sind. Anschließend finden Sie weitere Beispiele für Tätigkeiten, die als Ferienjobs in Frage kommen. Mithilfe des Schaubilds untersuchen sie, worin sich die drei Beschäftigungsformen Ferienjobs, Minijobs und Midijobs gleichen oder unterscheiden.

Das Schaubild vertieft das Thema, indem es in einer Tabelle die unterschiedlichen Möglichkeiten aufzeigt, neben der kurzfristigen Beschäftigung in den Ferien auch längerfristige Nebenjobs und Aushilfsjobs auszuüben. Diese Informationen richten sich vor allem an ältere Schülerinnen und Schüler oder Studierende, die ein kontinuierliches Beschäftigungsverhältnis, beispielsweise einen Minijob oder Midijob, suchen. In der Tabelle wird das jeweilige Beschäftigungsverhältnis kurz charakterisiert, außerdem werden Hinweise zu Steuern und Sozialversicherung gegeben.

Mithilfe der Hintergrundinformationen und der Link- und Lesetipps können die Schülerinnen und Schüler das Thema selbstständig weiter vertiefen. Abschließend können sie sich selbst die Frage stellen: Suche ich mir einen Ferienjob und verdiene Geld, oder mache ich ein Praktikum, um Kontakte zu potenziellen späteren Arbeitgebern knüpfen? Bei der Online-Umfrage im Internet können sie darüber abstimmen. Die Umfrage kann auch als Türöffner zum Einstieg in das Thema dienen.  

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