Sucht vorbeugen – reichen die bisherigen Maßnahmen?

Es gibt zahlreiche Gesetze und Kampagnen, um Tabak- und Alkoholmissbrauch vorzubeugen – vor allem bei Kindern und Jugendlichen. Trotzdem sterben in Deutschland immer noch jedes Jahr mindestens 110.000 Menschen vorzeitig an den Folgen des Tabakkonsums und weitere 40.000 an den Folgen schädlichen Alkoholkonsums (Zahlen: www.bzga.de, Stand: März 2010).

Laut Jugendschutzgesetz darf in Gaststätten, Geschäften und der Öffentlichkeit kein Tabak oder Alkohol an Kinder und Jugendliche abgegeben werden (für Jugendliche ab 16 Jahren gibt es Ausnahmen). Tabak- und Alkoholwerbung darf bei Kinovorführungen und ähnlichen Veranstaltungen vor 18 Uhr nicht mehr gezeigt werden.

Seit September 2007 verbietet das Bundesnichtraucherschutzgesetz außerdem das Rauchen in allen öffentlichen Einrichtungen und Verkehrsmitteln. Seit 2009 gelten auch an Automaten strengere Regelungen, um zu verhindern, dass Kinder und Jugendliche unter 18 dort Zigaretten ziehen. (Hintergrundinformationen und Arbeitsmaterialien zu diesem Thema gibt es unter Suchtprävention: Rauchen.)

Um den Konsum alkoholhaltiger Süßgetränke einzudämmen, trat im Jahr 2004 ein Alkopopsteuergesetz in Kraft. Des Weiteren gilt seit August 2007 ein generelles Alkoholverbot für Autofahrerinnen und -fahrer unter 21 Jahren. (Hintergrundinformationen und Arbeitsmaterialien zu diesem Thema gibt es unter Alkohol – die unterschätzte Alltagsdroge.)

Umfrage:

Was meinst du? Reichen die bisherigen Präventionsmaßnahmen?


Ergebnis:

36 % Ja. Die Kampagnen und Gesetze reichen völlig aus. Die Einhaltung der Gesetze muss nur stärker kontrolliert werden.
47 % Ich halte davon nichts. Jeder ist für sich selbst verantwortlich. Verbote reizen doch vor allem junge Leute, sie zu umgehen.
17 % Nein. Die Gesetze müssten noch strenger sein, zum Beispiel müsste ein generelles Tabak- und Alkoholwerbeverbot her.

47 Teilnehmer insgesamt.

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