Geht es in Deutschland gerecht zu?
Die Deutschen sind stolz auf ihr Land – zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage anlässlich des 60. Jahrestages der Bundesrepublik, die von Infratest dimap im Auftrag der Konrad-Adenauer-Stiftung durchgeführt wurde. Dazu wurden Menschen aus den alten und neuen Bundesländern befragt, mit welchen Gefühlen sie auf die Geschichte der Bundesrepublik blicken, was sie an ihrem Land schätzen und was sie vom Staat erwarten.Rund 90 Prozent der Deutschen bewerten die 60-jährige Geschichte der Bundesrepublik als Erfolgsgeschichte. Auch die deutsche Verfassung genießt ein hohes Ansehen: Nahezu drei Viertel aller Befragten sind stolz auf das Grundgesetz. Die meisten sehen Deutschland als einen soliden und freien Staat, in dem man gerne lebt (94 Prozent) und den es lohnt zu verteidigen (89 Prozent).
Die Frage nach sozialer Gerechtigkeit wird jedoch zwiespältig beantwortet: Zwar empfinden 92 Prozent die Bundesrepublik als einen sozialen Staat, jedoch geben mit 73 Prozent deutlich weniger an, dass es tatsächlich sozial gerecht zugeht. Im Vergleich zur letzten Umfrage im Jahr 2005 ist besonders das Bedürfnis nach umfassender sozialer Sicherheit durch den Staat gewachsen. Die Herausgeber führen dies vor allem auf die aktuelle Wirtschaftskrise zurück. (Studie im Internet: www.kas.de/wf/de/33.16426, Stand Mai 2009).
Hintergrundinformationen und Arbeitsmaterialien zu diesem Thema gibt es hier.
Umfrage:
Was meinst du dazu? Findest du, dass es in Deutschland gerecht zugeht?
Ergebnis:
24 % Ja, jeder hat die Möglichkeit aus seinem Leben was zu machen und kann sich im Notfall auf eine staatliche Grundsicherung verlassen.
27 % Teilweise, eigentlich müsste es noch mehr staatlichen Ausgleich geben, aber wo soll das Geld herkommen? Unsere Sozialabgaben und Steuern sind schon hoch genug.
49 % Nein, die Einkommensunterschiede nehmen zu, der Staat müsste in unserer sozialen Marktwirtschaft noch stärker für einen sozialen Ausgleich sorgen.
142 Teilnehmer insgesamt.
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