Was bringt die Globalisierung?
Jeder dritte Europäer empfindet die Globalisierung geradezu als Befreiung. Jeder fünfte Bürger sieht sich dagegen als Verlierer (21 Prozent). Nur in einem sind sich alle Europäer einig: Der Prozess der Globalisierung ist nicht mehr aufzuhalten und schon gar nicht zurückzudrehen. Das ist das Ergebnis der Umfrage des Hamburger „BAT Stiftung für Zukunftsfragen“. Während jeder zweite Finne die Globalisierung positiv bewertet, sehen sich die Deutschen mehrheitlich als Verlierer. Nicht einmal jeder fünfte Deutsche glaubt an positive Auswirkungen für seine persönliche Zukunft (19 Prozent).Prof. Horst Opaschowski, wissenschaftlicher Leiter der Stiftung, ist der Ansicht, dass offensichtlich nicht die Globalisierung selbst das Problem sei, sondern der Grad der Ungleichheit und die subjektiv wahrgenommene ungerechte Verteilung der Früchte: „Die Bürger haben Zweifel, ob die Verteilung sozial gerecht und fair ist“. (Deutsche fühlen sich als Verlierer der Globalisierung, 21. November 2007, www.spiegel.de)
Tatsächlich sei der schlechte Ruf der Globalisierung kaum begründet, stellt selbst der Chefökonom des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Dierk Hirschel, fest. Politik, Wissenschaft und Arbeitgeber hätten die Globalisierung zur Drohkulisse aufgebaut: „Unsere Löhne würden künftig in Peking verhandelt und die Steuersätze in Tallin festgelegt, so die Botschaft. Währenddessen reibt sich das Ausland verwundert die Augen, denn Deutschland ist unter den führenden Industrienationen der Globalisierungsgewinner par excellence.“ (Globalisierung: Fluch und Segen zugleich, in: einblick 08/2007, www.dgb.de)
Hintergrundinformationen und Arbeitsmaterialien zu diesem Thema gibt es hier.
Umfrage:
Was bringt euch die Globalisierung für die Zukunft?
Ergebnis:27 % Mehr Chancen: Reisemöglichkeiten. Klamotten aus aller Welt. Neue Berufsaussichten in anderen Ländern.
50 % Mehr Risiken: „Heuschrecken“, die deutsche Unternehmen übernehmen. Arbeitsplätze werden abgebaut. Die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich.
23 % Ich kann das nicht einschätzen. Wir müssen uns auf ständige Veränderung einstellen.
126 Teilnehmer insgesamt.
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