Rente mit 67: Sinnvolle Reform oder bloße Rentenkürzung?
Die Rente mit 67 ist beschlossene Sache. Das heißt aber auch: Eure Eltern werden die ersten sein, die bis zum 67. Lebensjahr arbeiten müssen, und auch ihr werdet erst in diesem Alter in Rente gehen können.Die Kritiker: Selbst jetzt gibt es trotz sinkender Arbeitslosenzahlen kaum Jobs für ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Die Rente mit 67 heißt einfach nur, dass viele der Älteren, die arbeitslos sind, noch länger von Hartz IV und Ersparnissen leben müssen.
Die Befürworter: So ist die Situation jetzt. Die heute Älteren sind deshalb kaum von dieser Regelung betroffen. Die schrittweise Anhebung des Renteneintrittsalters ermöglicht, beispielsweise mit der Initiative 50plus ältere Arbeitnehmer zu fördern und ihre Beschäftigungsquote zu erhöhen. Gesellschaft und Arbeitswelt müssen sich aber auch ändern. Altern und Alter muss stärker in das Bewusstsein der Menschen rücken, von den Erfahrungen lernen wieder mehr wertgeschätzt werden. Erste Erfolge beweisen zudem, dass die Politik auf dem richtigen Weg ist. Seit 1998 ist die Erwerbstätigkeit der über 55-Jährigen von 37,7 Prozent auf rund 52 Prozent gestiegen.
Hintergrundinformationen und Arbeitsmaterialien zu diesem Thema gibt es hier.
Umfrage:
Ist es notwendig und sinnvoll, das Renteneintrittsalter zu erhöhen, um die Finanzierung der gesetzlichen Renten zu sichern?
Ergebnis:15 % Ja. „Länger leben, kürzer arbeiten und dann länger Rente beziehen“ – diese Rechnung kann nicht aufgehen!
32 % Das kommt darauf an. Politik und Wirtschaft müssen für ein Umdenken sorgen. Dazu müssen Ältere überhaupt Arbeit bekommen, besser weitergebildet werden und altersgerecht beschäftigt werden.
51 % Nein. Das ist ein reines Rentenkürzungsprogramm, so lange die Unternehmen keine Über-50-Jährigen mehr beschäftigen.
288 Teilnehmer insgesamt.
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