Link- und Lesetipps

Neues ab Juli 2011

Linktipps


www.bundesregierung.de
Die Internetseite der Bundesregierung informiert über aktuelle Entwicklungen, Gesetze sowie Gremien des Bundes und bietet eine Mediathek sowie zahlreiche Publikationen.

www.bmas.de
Das Themenspektrum des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) umfasst neben den Bereichen Arbeit, Aus- und Weiterbildung, Soziale Sicherung und Rente auch die Teilhabe behinderter Menschen und Informationen zum Sozialen Europa.

www.bmwi.de
Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) liefert Informationen zur Wirtschaftsentwicklung und auch zu Ausbildung und Beruf. Unter anderem findet man hier Näheres zum Ausbildungspakt und zur Sicherung des Fachkräftebedarfs.

www.bmfsfj.de
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) informiert über alle Fragen rund um die genannten Personengruppen. Zusätzlich bietet es Informationen zu den Themen Gleichstellung, Zivildienst, Engagementpolitik und Wohlfahrtspflege.

www.bundesfinanzministerium.de
Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat auf seiner Homepage auch Informationen zum Thema Vorsorge und Rente, unter anderem zur Riester-Rente.

www.bmg.bund.de
Auf der Homepage des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) finden sich aktuelle Informationen und Publikationen zu Prävention, Gesundheit und Pflege.

www.bildungspaket.bmas.de
Diese Homepage des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales beantwortet viele Fragen rund um das Bildungspaket.

www.alleinerziehende-bmas.de
Hier gibt es Informationen zum Schwerpunkt „Verbesserung der Lebens- und Arbeitsperspektiven für Alleinerziehende“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

www.erfahrung-ist-zukunft.de
Die Bundesregierung erklärt auf diesen Seiten unter anderem ihr neues Konzept zur Fachkräftesicherung. Darüber hinaus gibt es Neuigkeiten rund um die Initiative „Erfahrung ist Zukunft“, die für ein neues Bild des Alters und des Alterns wirbt.

www.perspektive50plus.de
Auf dem Portal wird das Programm des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zur Verbesserung der Beschäftigungschancen älterer Langzeitarbeitsloser vorgestellt.

www.inqa.de
Die „Initiative für eine Neue Qualität in der Arbeit“ ist eine Gemeinschaftsaktion von Bund, Ländern, Sozialpartnern, Sozialversicherungsträgern, Stiftungen und Unternehmen. Auf der Homepage erfährt man Neues rund um demografischen Wandel und Gesundheit am Arbeitsplatz.

www.csr-in-deutschland.de
Die Seite informiert über den Aktionsplan Corporate Social Responsibility und die dazugehörigen Maßnahmen der Bundesregierung.

www.arbeitsagentur.de
Die Bundesagentur für Arbeit informiert über Themen wie Arbeit und Arbeitslosigkeit, Studium, Berufswahl und Existenzgründung. Die Jobbörse ist das größte Online-Stellenportal in Deutschland.

www.destatis.de
Beim Statistischen Bundesamt sind neben einem Konjunkturmonitor unter anderem Zahlen und Fakten zum deutschen Arbeitsmarkt, zur Bevölkerung, zu Preisen, Verdiensten und Arbeitskosten zu finden.

www.deutsche-rentenversicherung.de
Die Deutsche Rentenversicherung Bund bietet Informationen rund um die Themen Rente und Rehabilitation sowie vielfältige Beratungsmöglichkeiten.
Lernziele

Neues ab Juli 2011

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Zum Arbeitsblatt und Schaubild

Das Jahr 2011 steht im Zeichen des wirtschaftlichen Aufschwungs. Nach der Wirtschaftskrise geht es nun bergauf. Seit dem Tiefpunkt im Quartal 2009 wächst die deutsche Wirtschaft seit zwei Jahren – pro Quartal um durchschnittlich 0,9 Prozent, so das Bundeswirtschaftsministerium. Im ersten Quartal 2011 waren es sogar 1,5 Prozent gegenüber dem Quartal zuvor.

Die Arbeitslosenzahlen sind spürbar zurückgegangen. Es gibt sogar Stellen, die nicht besetzt werden können. Durch den demografischen Wandel ist der Fachkräftemangel spürbar. Hier hat die Bundesregierung ein Konzept beschlossen, mit dem Fachkräfte gesichert werden sollen.

Das ist die eine Seite. Auf der anderen Seite gibt es immer noch Menschen, die schwerer in den Arbeitsmarkt integriert werden können. Das sind zum Beispiel ältere Menschen, Alleinerziehende oder Menschen, die schon lange ohne Arbeit sind.

Außerdem ist eine Hartz-IV-Reform beschlossen worden. Sie beinhaltet vor allem auch ein Bildungspaket für Kinder von Eltern mit geringem Einkommen. Denn Bildung ist das höchste Gut unserer Gesellschaft. Außerdem sollen die arbeitsmarktpolitischen Instrumente effizienter werden.

Auch soziale Absicherung im Alter bleibt ein Thema, das Jung und Alt beschäftigt. Die Rente ist in diesem Jahr – erstmals nach der Krise – wieder erhöht worden. Und die Riester-Verträge boomen.

Was bringt das Jahr 2011 in Sachen Arbeitsmarkt und Sozialpolitik? Welche gesetzlichen Neuerungen gibt es – und welche sind noch geplant?

Lernziele

Solidarität zwischen Bevölkerungsgruppen und Generationen ist die wichtigste Grundlage unseres Sozialsystems. Auch und gerade in Zeiten wirtschaftlichen Aufschwungs! An diesem gesellschaftlichen Konsens müssen alle täglich neu arbeiten. Vor allem mit Blick auf den demografischen Wandel müssen die Bürgerinnen und Bürger beziehungsweise stellvertretend für sie die Politiker das System sozialer Sicherung neu verhandeln, anpassen und gestalten.

Die Schülerinnen und Schüler sollen sich einen Überblick über die sozialpolitischen Neuerungen für das Jahr 2011 verschaffen und sich mit dem aktuellen Zustand des staatlichen Sozialsystems auseinandersetzen. Dabei sollen sie erkennen, dass das Sozialsystem gesellschaftliche Solidarität erfordert, dass alle mitwirken und sich engagieren müssen. Eigenverantwortlichkeit als Bürgerin und Bürger – das ist heute wichtiger denn je.

Methodisch-didaktische Hinweise

Das Arbeitsblatt führt die Schülerinnen und Schüler mithilfe von strukturierten Rechercheaufgaben in Form eines Webquests durch die Website. Sie erarbeiten die sozialpolitischen Neuerungen 2011 und vertiefen gleichzeitig grundlegende Kenntnisse über das System der sozialen Sicherung. Insbesondere lernen sie arbeitsmarkt- und sozialpolitische Instrumente der Politik kennen.

Das Schaubild geht auf die spezielle Situation des Arbeitsmarktes für Auszubildende ein.
Lernziele

Armut und Reichtum

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Zum Arbeitsblatt und Schaubild

Armut und Reichtum sind Begriffe, die emotional berühren und Assoziationen wecken: Hunger in den Entwicklungsländern und Obdachlosigkeit in Deutschland im Gegensatz zum verschwenderischen Luxus der „High Society“ und der Wegwerfmentalität einer Konsumgesellschaft.

Soziale Ungleichheit ist kein neues Phänomen. Die Bekämpfung von Armut und sozialer Ungerechtigkeit oder historische sowie aktuelle Bestrebungen eine gerechte Gesellschaft aufzubauen, die allen Menschen gleiche Chancen und Teilhabe einräumt, berühren alle gesellschafts- und geisteswissenschaftlichen Unterrichtsfächer. Wichtig für den Politikunterricht ist es, nach einer Einstiegsphase, sich auch mit dem statistischen Material zu beschäftigen, um die Lebenslagen der Menschen in Deutschland und im internationalen Vergleich kritisch in Beziehung zu setzen.

Anhand dieses Hintergrundwissens gilt es, Lösungen zu erarbeiten und bestehende Maßnahmen zu Bekämpfung von Armut und Ausgrenzung gegeneinander abzuwägen. Zentral für eine differenzierte Betrachtung ist die Unterscheidung von absoluter- und relativer Armut und ein daraus resultierender Perspektivwechsel bei der Betrachtung einzelner gesellschaftspolitischer Entwicklungen und Reformvorschläge.

Lernziele

Die Schülerinnen und Schüler sollen
  • den Unterschied zwischen relativer und absoluter Armut erklären können,
  • Diskriminierung aufgrund des sozialen Status im Alltag und in den Medien erkennen und dafür sensibilisiert werden,
  • Lebenslagen von Armen und gefährdeten Personengruppen in Deutschland kennen,
  • die Aufgaben des Staates bei der Armutsbekämpfung verstehen,
  • staatliche Maßnahmen zur Armutsbekämpfung auf nationaler und internationaler Ebene benennen und bewerten können,
  • die Ursachen von Armut in Deutschland auf Grundlage der Daten und Fakten analysieren.

Methodische Hinweise

Als Einstieg können Schülerinnen und Schüler überlegen, wo ihnen Armut beziehungsweise Reichtum im Alltag begegnet. Hier bieten sich verschiedene Formen von Brainstorming an, die die Assoziationen der Schülerinnen und Schüler bündeln. Eine weitere Möglichkeit, in das Thema einzusteigen, ist es, die Schülerinnen und Schüler Zahlen und Fakten zur Armut anhand der gängigen Armutsdefinitionen schätzen zu lassen und sie anschließend mit den statistischen Befunden zu konfrontieren.

Besonders sensibel sollte man vorgehen, wenn in der Klasse betroffene Jugendliche sind, deren Eltern ALG-II-Empfänger sind. In diesem Fall, oder wenn diesbezüglich Unsicherheit besteht, ist es hilfreich, dass im Vorfeld eine Sensibilisierung der Klasse dafür stattfindet. Es muss deutlich gemacht werden, dass Armut keine Folge von spezifischen Verhaltensweisen einer so genannten Unterschichtenkultur ist, wie es beispielsweise verschiedene TV-Formate oder die Boulevardpresse gelegentlich glauben machen wollen. Den Schülerinnen und Schüler sollte in diesem Zusammenhang klar werden, dass die Massenmedien eine wichtige Rolle beim Aufbau beziehungsweise Abbau von Vorurteilen gegenüber von Armut betroffenen Menschen spielen, und dass diese Rolle kritisch zu sehen ist.

Weiterhin können Sie mit ihren Schülerinnen und Schülern Kontakt zu den verschiedenen sozialen Einrichtungen und Hilfsorganisationen in Ihrer Nähe knüpfen: beispielsweise bei den Tafeln, der Arbeiterwohlfahrt oder beim Deutschen Roten Kreuz, aber auch bei der Stadt oder Gemeinde. Die Schülerinnen und Schüler können sich dort über Maßnahmen und Projekte informieren und in einem weiteren Schritt sich an Mitmach-Aktionen beteiligen.
Link- und Lesetipps

Armut und Reichtum

Linktipps


www.armut.de
Entwicklungspolitisches Bildungsangebot des Deutschen Instituts für Armutsbekämpfung (DIFA) in Kooperation mit mehreren Nichtregierungsorganisationen.

www.attac.de
Internetauftritt der globalisierungskritischen Nichtregierungsorganisation ATTAC.

www.bmas.de
Auf den Seiten des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales ist der aktuelle Armuts- und Reichtumsbericht zu finden und weitere Informationen zum Thema.

www.bmz.de
Internetauftritt des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

www.boeckler.de
Auf den Themenseiten der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung gibt es unter „Armut“ viele Fakten, Grafiken, Positionen und Forschungsberichte zum Thema.

www.bpb.de
Die Bundeszentrale für Politische Bildung bietet Dossiers, Publikationen, Fakten und Hintergründe zum Thema Armut und Reichtum sowie zur Vermögensverteilung und der sozialen Situation in Deutschland.

www.deine-stimme-gegen-armut.de
„Deine Stimme gegen Armut“ ist die deutsche Plattform des „Global Call to Action Against Poverty“ (GCAP), einer internationalen Kampagne für ein Ende der Armut.

www.der-paritaetische.de
Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege Deutschlands, der sich als Interessenvertretung der sozial Schwachen und ausgegrenzten Menschen versteht.

www.dgb.de
Das Dossier Armut auf der Internetseite des Deutschen Gewerkschaftsbundes informiert und nimmt Stellung zur Armut in Deutschland aus gewerkschaftlicher Sicht.

www.diw.de
Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) Berlin informiert über die Gesamtwirtschaft und Konjunktur, Demografie, über Arbeit und Beschäftigung sowie die soziale Lage in Deutschland.

www.gtz.de
Internetauftritt der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ).

www.oecd.org
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hält Statistiken, Grafiken und Publikationen zur wirtschaftlichen und sozialen Lage in den OECD-Ländern bereit.

www.politische-bildung.de
Informationsportal zur politischen Bildung mit aktuellen Informationen aus Forschung und Medien zur Armut in Deutschland und in der Welt.

www.sozialpolitik-aktuell.de
Datensammlung zur Sozialpolitik und sozialen Lage der Universität Duisburg-Essen mit Infografiken und Tabellen.

www.standup.un-kampagne.de
Die deutsche Webseite zur UN-Millenniumskampagne informiert über die Ziele und Maßnahmen der Kampagne.

http://wiki.zum.de/Armut_und_Reichtum
Die offene Plattform für Lehrinhalte zum Thema Armut und Reichtum dient dem Austausch von Informationen, Erfahrungen und Ideen für Unterricht und Schule.

Lesetipps


Armut – hier und weltweit, Themenblätter im Unterricht (Nr. 77/2009)
Ungleiche Kindheit, Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 17/2009)
Abstieg – Prekarität – Ausgrenzung , Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 33-34/2008)
Kinderarmut, Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 26/2006)
Download bei der Bundeszentrale für Politische Bildung unter: www.bpb.de

Armutsrisiken von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (Dossier, 2008)
Download beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unter: www.bmfsfj.de

Der 3. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung, 2008
Bestellung oder Download beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales unter: www.bmas.de
Lernziele

Sozialpolitik – Neues in 2010

Zu den Hintergrundinformationen und Links
Zum Arbeitsblatt und Schaubild

Das Jahr 2009 war geprägt durch die globale Wirtschafts- und Finanzkrise: Märkte brachen ein, die Wirtschaft schrumpfte, Exporte gingen zurück. Um die Krise zu mildern, unterstützte die Bundesregierung Banken und Unternehmen mit Bürgschaften und Darlehen. Die Wirtschaft wurde mit Konjunkturprogrammen angekurbelt, sodass sich im Laufe des Jahres am Markt eine leichte Erholung zeigte. Doch die Krise ist im Jahr 2010 noch nicht überstanden.

Der Aufschwung konnte bisher keine eigene Kraft entwickeln, die Impulse aus dem Außenhandel und die Investitionen der Unternehmen im Inland sind noch zu schwach. Oberstes Ziel der Bundesregierung bleibt es daher, Beschäftigung zu sichern und die Wirtschaft in der Krise zu stärken.

Das aktuelle Thema informiert über die wichtigsten gesetzlichen Neuerungen, die uns 2010 in der Sozialpolitik erwarten. Einen Schwerpunkt bei den Arbeitsmaterialien bildet die Kurzarbeit. Auf dem Arbeitsmarkt konnten durch dieses wichtige arbeitsmarktpolitische Instrument bisher große Einbrüche weitgehend verhindert und zahlreiche Entlassungen vermieden werden.

Lernziele

Am Beispiel der Kurzarbeiterregelung soll deutlich werden, welche Möglichkeiten der Staat in einer Sozialen Marktwirtschaft hat, durch Verbesserung der gesetzlichen Rahmenbedingungen die Krise auf dem Arbeitsmarkt positiv zu beeinflussen. Die Schüler sollen erarbeiten, wie Kurzarbeit in der Praxis funktioniert und welche Rolle sie für Arbeitgeber und Arbeitnehmer in Krisenzeiten spielt: Mithilfe des verlängerten Kurzarbeitergeldes können Arbeitgeber auch weiterhin Auftragsflauten überstehen, ohne Mitarbeiter entlassen zu müssen. Auf diese Weise sichern sie sich das Knowhow ihrer Arbeitnehmer für die Zukunft und können es dank geförderter Qualifizierungsmaßnahmen sogar ausbauen.

Methodisch-didaktische Hinweise

Anhand der Grafik auf dem Arbeitsblatt erschließen die Schülerinnen und Schüler, wie sich Kurzarbeitergeld zusammensetzt und von wem es gezahlt wird. Anschließend erarbeiten sie die wichtigsten Neuregelungen anhand des Lückentextes und analysieren gegensätzliche Meinungen zur Verlängerung der Kurzarbeit.

Doch welche Bedeutung hat das Kurzarbeitergeld für Unternehmen und Arbeitnehmer? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Klasse zunächst in Gruppen, die anschließend ihre Ergebnisse in Form einer Rangliste vorstellen.

Das Schaubild zeigt, wie sich die Arbeitslosenzahlen, das Steueraufkommen und das Wirtschaftswachstum in Deutschland seit 2000 und in der Krise entwickelt haben. Mithilfe der Grafiken können die Schüler die aktuelle, wirtschaftliche Lage beschreiben und daraus Rückschlüsse für eine eigene Bewertung der Kurzarbeiterregelung ziehen.

Siehe auch Unterrichtsmaterialien zum „Konjunkturpaket II“: Arbeitsblatt und Schaubild
Link- und Lesetipps

Sozialpolitik – Neues in 2010

Linktipps


www.bundesregierung.de
Die Internetseite der Bundesregierung informiert über aktuelle Entwicklungen, Gesetze sowie Gremien des Bundes und bietet eine Mediathek sowie zahlreiche Publikationen.

www.bmas.de
Das Themenspektrum des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) umfasst neben den Bereichen Arbeit, Aus- und Weiterbildung, Soziale Sicherung und Rente auch die Teilhabe behinderter Menschen und Informationen zum Sozialen Europa.

www.bmfsfj.de
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) informiert über alle Fragen rund um die genannten Personengruppen. Zusätzlich bietet es Informationen zu den Themen Gleichstellung, Zivildienst, Engagementpolitik und Wohlfahrtspflege.

www.bmg.bund.de
Auf der Homepage des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) finden sich aktuelle Informationen und Publikationen zu Prävention, Gesundheit und Pflege.

www.arbeitsagentur.de
Die Bundesagentur für Arbeit informiert über Themen wie Arbeit und Arbeitslosigkeit, Studium, Berufswahl und Existenzgründung. Die Jobbörse ist das größte Online-Stellenportal in Deutschland.

www.destatis.de
Beim Statistischen Bundesamt sind neben einem Konjunkturmonitor u. a. Zahlen und Fakten zum deutschen Arbeitsmarkt, zur Bevölkerung, zu Preisen, Verdiensten und Arbeitskosten zu finden.

www.deutsche-rentenversicherung.de
Die Deutsche Rentenversicherung Bund bietet Informationen rund um die Themen Rente und Rehabilitation sowie vielfältige Beratungsmöglichkeiten.

www.bundesbank.de
Auf dieser Seite finden sich u. a. Wirtschaftsprognosen und aktuelle Statistiken zu Themen wie Konjunktur, Banken, Zinsen und Rendite.

www.einsatz-fuer-arbeit.de
Die Informationskampagne „Einsatz für Arbeit“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales erklärt Wissenswertes rund ums Kurzarbeitergeld: wer es erhält, wo es beantragt werden muss und was dabei zu beachten ist.

www.das-elena-verfahren.de
Diese Adresse hält aktuelle Hintergrundinformationen zu dem neuen Elektronischen Entgeltnachweisverfahren ELENA bereit.

www.mit-neuem-mut.de
Hier werden geförderte Aktionen und Projekte in Deutschland während des Europäischen Jahres 2010 vorgestellt, ein Kalender informiert über die unterschiedlichen Veranstaltungen.
Link- und Lesetipps

Globalisierung und die Wirtschaftskrise

Linktipps

www.bmas.de (Bundesministerium für Arbeit und Soziales)
www.bmwi.de (Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie)
www.bundesregierung.de
Auf der Seite der Bundesregierung und den Ministerien sind zur Wirtschaftskrise in Deutschland Infos zu aktuellen Maßnahmen und Kojunkuturpaketen sowie umfangreiche Beiträge und Artikel zu finden.

www.bpb.de
Die Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) hat einige Specials zur aktuellen und anderen Wirtschaftskrisen der Vergangenheit herausgegeben.

http://europa.eu
Auf der offiziellen Seite der Europäischen Kommission finden sich Konjunkturprogramme der EU und weitere Infos zur Wirtschaftskrise.

www.dhm.de/lemo
Im virtuellen Museum des Deutsches Historischen Museums gibt es Informationen zur Weltweitschaftskrise von 1929.

http://de.statista.com
Statista führt aus über 500 Quellen Statistiken und Umfragen zu Branchen, Unternehmen und aktuellen Themen aus zahlreichen Studien und Quellen, u. a. zur Wirtschaftskrise zusammen.

Lesetipps

Anatomie der Weltwirtschaftskrise: Ursachen und Schuldige, in: Aus Politik und Zeitgeschichte
Finanzkrisen, Währungskrisen, Wirtschaftskrisen: Konstanten des lateinamerikanischen Entwicklungsprozesses?, in: Aus Politik und Zeitgeschichte (B 37-38/2000)
Krise der Weltwirtschaft, in: Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 20/2009)
Maßnahmen im internationalen Vergleich – Reichen zwei Konjunkturpakete?
bei www.bpb.de

Die Chronologie der Krise
Konjunkturprogramme der EU-Staaten (Flashanimation)
Nationale Maßnahmen gegen die Finanzkrise (Flashanimation)
bei www.tageschau.de

Die größten Crashs der Geschichte
G 20 wollen weitere Milliarden locker machen
Von der Finanzkrise zur Wirtschaftskrise
Schwerpunktthemen bei Zeit Online www.zeit.de

Arbeitslose 1921 – 1932
bei Deutsches Historisches Museum / lemo www.dhm.de/lemo
Das Kasino hat geschlossen – Die Gründe für den Absturz
bei www.fluter.de
Der Weg in das Milliarden-Desaster
illustrativ dargestelltes Special bei www.faz-net.de
Die Finanzkrise
bei www.lehrer-online.de
Die großen Privatisierungen in Deutschland
bei www.rp-online.de
Globales Lernen und Brot für die Welt
Unterrichtsmaterialien bei www.brot-fuer-die-welt.de/jugend-schule
Krise belastet Sozialstaat
bei www.handelsblatt.com
Sozialpolitik in der Weimarer Republik
bei www.sozialpolitik.com/sozialgeschichte
Wie Fannie und Freddie Milliarden verzockten
bei www.spiegel.de
Lernziele

Europawahlen 2009

Zu den Hintergrundinformationen und Links
Zum Arbeitsblatt und Schaubild

Die Entwicklungen und die Politik in der Europäischen Union (EU) gewinnen für die Menschen in Deutschland und Europa zunehmend an Bedeutung; EU-Gesetze und Richtlinien beeinflussen die nationale Gesetzgebung immer stärker. Vor allem für junge Menschen ist es wichtig, Europa aktiv mitzugestalten, denn sie sind es, die von europäischen Entscheidungen in Zukunft am meisten betroffen sein werden.

Jugendliche sollten deshalb frühzeitig mit den europäischen Institutionen und der europäischen Politik vertraut gemacht werden und im Rahmen von politischer Bildung oder auch bei fächerübergreifenden Projekten einen persönlichen Bezug zur europäischen Wirklichkeit herstellen, damit sie sich an Diskussionen und Meinungsbildungsprozessen zu diesem Thema beteiligen können.

Die Europawahlen, die nur alle fünf Jahre stattfinden, sind ein geeigneter Anlass, Wissen über die EU zu vermitteln bzw. zu vertiefen und zugleich demokratisches Engagement und verantwortliches Handeln für Europa zu fördern. Dabei kann es nicht darum gehen, eine pro-europäische Haltung zu „verordnen“, sondern vielmehr darum, die Jugendlichen darin zu stärken, sich eigene fundierte Meinungen zu bilden und eine aktive Beteiligung im demokratischen Kontext zu unterstützen.

Lernziele


Die Schülerinnen und Schüler sollen sich anhand von Sachinformationen damit auseinandersetzen, in welchen Feldern und in welchem Ausmaß politische Entscheidungen auf europäischer Ebene das Leben im eigenen Land und den eigenen Alltag bestimmen. Sie sollen die Wege und Instrumente demokratischer Willensbildung und politischer Entscheidungen in der EU kennenlernen und sich ein Bild davon machen, wie die Europawahlen ablaufen und welche Möglichkeiten die EU-Bürgerinnen und -Bürger haben, zu wählen und gewählt zu werden. Dadurch gewinnen sie ein fundierteres Bild und können sich eine eigene Meinung zum europäischen Einigungsprozess bilden, was die Voraussetzung dafür ist, sich als reflektierter Mensch in und für Europa zu engagieren.

Methodisch-didaktische Hinweise


Als methodischer Ausgangspunkt geeignet ist die grundsätzlich positive Einstellung von Jugendlichen zu Europa: Rund 60 Prozent der jungen Menschen zwischen 15 und 24 Jahren finden, dass die Mitgliedschaft ihres Landes in der EU „eine gute Sache“ ist – deutlich mehr als ältere Bürgerinnen und Bürger. Andererseits zeigen sich Jugendliche uninteressiert oder enttäuscht bezogen auf das politische Geschehen in der EU, was sich beispielsweise im Wahlverhalten der Jungwähler ausdrückt: Nur 33 Prozent von ihnen gingen im Jahr 2004 zu den Wahlurnen, damit liegen sie weit unter der ohnehin niedrigen Durchschnittsquote von 46 Prozent (Zahlen: Eurobarometer 2005-2009, http://ec.europa.eu/public_opinion/index_en.htm).

Die Frage „Was bedeutet Europa für dich?“ bzw. „Interessiert es dich, was in der EU passiert?“ kann also zum Einstieg in die unterrichtliche Auseinandersetzung mit dem Thema Europawahlen genutzt werden. Die Schülerinnen und Schüler können sich beispielsweise an der aktuellen Umfrage bei Sozialpolitik.com beteiligen. Denn je nachdem, wie jede/-r diese Frage für sich beantwortet, wird sie oder er sich in das Projekt Europa einbringen und beispielsweise später auch an Europawahlen beteiligen.

In den Hintergrundinformationen wird daher viel Wert darauf gelegt, neben den Sachinformationen zur Europawahl auch die Einflussmöglichkeiten europäischer Politik aufzuzeigen. Die Beispiele aus den Bereichen Ausbildung und Mobilität, Reisen und Kommunikation sowie Umwelt- und Verbraucherschutz werden möglicherweise das ein oder andere Aha-Erlebnis zur Folge haben. Sie sollen Interesse wecken, sich auf das komplexe Sachthema einzulassen und die Möglichkeiten aktiver und passiver Wahlrechte kennenzulernen.

Das Arbeitsblatt ist als ein spielerisches Quiz anlegt. Fragen führen durch die vielfältigen Informationen, die die Hintergründe, Lernziele und das aktuelle Schaubild zum Unterrichtsthema Europawahlen bereithalten. Insgesamt soll die Auseinandersetzung mit dem Unterrichtsthema nicht nur Erkenntnisse bringen sondern auch Spaß machen und dazu beitragen, dass Europa als „eigenes“ Thema erlebt werden kann.

Weitere Arbeitsmaterialien zu Europa bei Sozialpolitik.com sind zu finden unter Europäische Union und Wie Europa funktioniert.
Lernziele

Sozialpolitik: Neues in 2009

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Zum Arbeitsblatt und Schaubild

Das Jahr 2009 steht im Zeichen der Wahlen: Im Juni wählen die Europäer ein neues Parlament und im September die Deutschen einen neuen Bundestag. Kernthema wird aber auch in diesem Jahr wohl oder übel die Finanz- und Wirtschaftskrise bleiben. Das zweite Konjunkturpaket der Regierung ist geschnürt und wird in 2009 zum Tragen kommen. Die Skepsis, was die wirtschaftliche Entwicklung betrifft, bleibt aber bei den Experten groß. Für die zweite Jahreshälfte wird ein drastischer Anstieg der Arbeitslosenzahlen erwartet.

Ebenfalls in der Öffentlichkeit kritisch beäugt wird der Gesundheitsfonds, ein zentrales Reformprojekt der großen Koalition. Seit Jahren geplant und diskutiert, jetzt ist er eingeführt: Alle Versicherten bei den gesetzlichen Krankenkassen zahlen in 2009 einen Einheitsbeitrag von 15,5 Prozent. Was wird die Neuordnung der gesetzlichen Krankenversicherung bringen?

Welche gesetzlichen Neuerungen und Reformen kommen noch auf uns zu im neuen Jahr? Was ist weiterhin geplant? Und was können wir selbst durch eigene Initiative für die soziale Absicherung gegen verschiedene Lebensrisiken tun?

Lernziele


Solidarität zwischen Bevölkerungsgruppen und Generationen ist die wichtigste Grundlage unseres Sozialsystems. Doch dieser gesellschaftliche Konsens ist nichts Statisches, sondern bleibt in Bewegung. Mit Blick auf die Globalisierung und den demografischen Wandel müssen die Bürgerinnen und Bürger beziehungsweise stellvertretend für sie die Politiker das System sozialer Sicherung neu verhandeln, anpassen und gestalten.

Die Schülerinnen und Schüler sollen sich einen Überblick über die sozialpolitischen Neuerungen für das Jahr 2009 verschaffen und sich mit dem aktuellen Zustand des staatlichen Sozialsystems auseinandersetzen. Dabei sollen sie erkennen, dass gesellschaftliche Solidarität nichts Naturgegebenes oder Selbstverständliches ist, sondern aktives gesellschaftliches Engagement und politische Diskussion erfordert.

Methodisch-didaktische Hinweise


Das Arbeitsblatt führt die Schülerinnen und Schüler mithilfe von strukturierten Rechercheaufgaben durch die Website. Sie erarbeiten die sozialpolitischen Neuerungen 2009 und vertiefen gleichzeitig grundlegende Kenntnisse über das System der sozialen Sicherung.

Das Schaubild stellt die Arbeitsmarktzahlen der letzten Jahre dar, insbesondere seit der letzten Bundestagswahl. Die Schülerinnen und Schüler finden damit einen Einstieg in das aktuell diskutierte Thema „Konjunkturschwäche und deren Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt“ und können anschließend an diese Diskussion im Klassengespräch anknüpfen.
Lernziele

Soziale Sicherung

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Zum Arbeitsblatt und Schaubild

Die gesetzlichen Sozialversicherungen sind der wichtigste Teil der staatlichen sozialen Sicherung. Sie beruhen auf gesetzlichen Grundlagen, und zwar den Sozialgesetzbüchern (SGB).

Es gibt fünf gesetzliche Sozialversicherungen: die Rentenversicherung, die Krankenversicherung, die Pflegeversicherung, die Arbeitslosenversicherung und die Unfallversicherung. Auf Leistungen der Sozialversicherung besteht gemäß § 4 SGB I grundsätzlich Rechtsanspruch.

Lernziele

Die Schülerinnen und Schüler sollen die grundlegenden Prinzipien des Sozialstaates und der Sozialversicherung kennen lernen. Sie werden in Grundzügen über die Organisation des Sozialversicherungssystems und seine Leistungen informiert.

Sie lernen das Solidaritätsprinzip als Grundlage des Sozialstaates kennen. Sie sollen befähigt und motiviert werden, Verantwortung für sich und das Gemeinwohl zu übernehmen.

Methodische Hinweise

Zum Einstieg in das Thema ist es denkbar, die Schülerinnen und Schüler berichten zu lassen, welche Leistungen der sozialen Sicherung ihnen bekannt sind und welche sie selbst, Verwandte oder Bekannte in Anspruch nehmen oder genommen haben. Weiterhin können sie überlegen, welche Ansprüche sie selbst an ein funktionierendes soziales Sicherungssystem haben.

Anhand der Ergebnisse werden dann die allgemeinen gesetzlichen Regelungen erarbeitet und die Grundlagen des Sozialstaates erläutert. Die Jugendlichen sollen dazu per Internet oder in der Literatur notwendige Kenntnisse recherchieren. Dies kann arbeitsteilig in Kleingruppen erfolgen. Am Ende stehen von den Gruppen ausgearbeitete und präsentierte Material- und Informationsblätter.
Hintergrundinformationen

Soziale Sicherung

Zu den Lernzielen und Links
Zum Arbeitsblatt und Schaubild

Solidarität ist das Grundprinzip des sozialen Sicherungssystems in Deutschland. Es sichert die Bürgerinnen und Bürger in unterschiedlichen Einkommens-, Versorgungs- und Lebenslagen ab. In mehr als 100 Jahren hat sich das System weiter entwickelt, der Grundsatz prägt unseren Sozialstaat aber noch heute.

„Die größtmögliche Gerechtigkeit mit Solidarität, Bürgernähe, Vielfalt und Effizienz verbinden“1, lautet die Aufgabe, die den Staat seit Bestehen des Sozialsystems immer wieder zu Neuerungen und Reformen, zur Anpassung und Stärkung des Systems herausfordert.

Veränderungen der Gesellschaft gehen auch immer mit neuen Bedürfnissen und Möglichkeiten einher. Um ihnen gerecht zu werden und weiterhin ein verlässliches, leistungsfähiges sowie finanzierbares Sicherungssystem bieten zu können, muss sich der Staat auf Veränderungen einstellen. Mit umfangreichen Reformen wurden in den vergangenen Jahren die Bereiche Gesundheit, Arbeit und Rente („Agenda 2010“) grundlegend umgestaltet.

Aktuell hat Deutschland zusätzliche soziale und wirtschaftliche Herausforderungen zu bewältigen: die Folgen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise sowie die Überschuldung einiger EU-Länder. Diese Krisen fordern vom Staat schnelles Agieren, damit Wirtschaft und Sozialstaat handlungsfähig bleiben. Mit zwei Konjunkturpaketen arbeitet Deutschland seit 2009 aktiv daran, die Wirtschaft wieder anzukurbeln und Arbeitsplätze zu sichern, mit Erfolg: Im Jahr 2010 erlebte Deutschland mit 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr das stärkste Wirtschaftswachstum seit der Wiedervereinigung. Mit dem Wirtschaftsaufschwung sollen jetzt die Staatsschulden reduziert werden, die mit der Finanzkrise auf ein Rekordhoch von über zwei Billionen gestiegen sind. Bis 2015 plant die Regierung dazu eine massive Senkung der Neuverschuldung. Von 29 in 2011, auf 27,2 in 2012 soll sie bis 2015 auf 14,7 Milliarden Euro reduziert werden. Weitere finanzielle Unterstützung brauchen die Euro-Schutzschirme um Europa insgesamt wieder zu stabilisieren. Um die gesamte finanzielle Last zu stemmen, sind massive Sparmaßnahmen im Bundeshaushalt nötig.

Staatliche Sozialleistungen

Die Sozialleistungen umfassen alle Geld- und Sachleistungen, die privaten Haushalten oder Einzelpersonen vom Staat sowie öffentlich rechtlichen Körperschaften oder von Unternehmen zur Deckung bestimmter sozialer Bedürfnisse gewährt werden. Sie dienen der sozialen Absicherung von existenziellen Risiken, dem Familienlastenausgleich sowie anderen sozialpolitischen Aufgaben wie der Jugendhilfe oder der Unterstützung behinderter Menschen. Finanziert werden sie im Wesentlichen durch die Beiträge der Versicherten und der Arbeitgeber sowie durch Zuweisungen des Staates (Steuern).

Am deutlichsten werden die Strukturen und Zusammenhänge des Systems der sozialen Sicherung im Sozialbudget der Bundesregierung. Diese jährliche Zusammenstellung bietet einen Überblick über die sozialen Leistungen der staatlichen Einrichtungen, der öffentlichen Körperschaften und der Arbeitgeber. Die Zahlen sind beim Statistischen Bundesamt abrufbar.

Die erforderlichen Mittel für die im Sozialbudget beschriebenen Leistungen kann der Staat nicht aus sich selbst heraus bereitstellen. Er ist darauf angewiesen, sie aus Steuern und Beiträgen zu finanzieren. Diejenigen Menschen und Haushalte, die kein oder kein ausreichendes Einkommen beziehen, erhalten Transferleistungen, also Anteile vom Einkommen der anderen, besser gestellten Menschen und Haushalte.

Sozialpolitik funktioniert nach dem Solidaritätsprinzip: „Einer für alle, alle für einen“. Der Leistungsanspruch richtet sich nach der Bedürftigkeit und nicht nach dem individuellen Risiko der Versicherten. Begünstigt werden diejenigen, die nicht (mehr) am Erwerbsprozess teilnehmen können, etwa ältere Menschen, Erwerbsunfähige und Arbeitslose, oder Menschen, deren Einkommen aufgestockt werden muss, weil sie beispielsweise Kinder versorgen müssen oder weil die Mietbelastungen zu hoch sind. Belastet werden im Gegenzug jene, deren am Markt erzieltes Bruttoeinkommen durch Steuern und Beiträge vermindert werden. Sozialpolitik ist also immer eine Politik der Einkommensumverteilung, welche die reine Marktverteilung korrigiert.

Sozialstaat Deutschland im internationalen Vergleich

„Die finanzielle Absicherung von Menschen, die ihren Arbeitsplatz verlieren oder über längere Zeit arbeitslos sind, ist in Deutschland im Vergleich zu den anderen OECD-Ländern durchschnittlich, im europäischen Vergleich jedoch eher gering. Familien mit Kindern und Alleinerziehende sind im internationalen Vergleich besser gestellt als Singles oder Paare ohne Kinder. Gleichzeitig bietet das deutsche Transfersystem Haushalten mit Kindern nur wenig finanzielle Anreize, um eine gering bezahlte, aber existenzsichernde Beschäftigung aufzunehmen. Deutschland belastet wie kaum ein anderes OECD-Land die Einkommen von Gering- und Durchschnittsverdienern mit Sozialabgaben und Steuern. Dies gilt für Singles wie auch für Paare und Familien mit zwei Erwerbstätigen. Arbeitet hingegen nur einer der Partner, sind die Abzüge im OECD-Vergleich eher moderat und das unabhängig davon, ob Kinder versorgt werden oder nicht. Wie in den meisten anderen OECD-Ländern ist in Deutschland 2008 die Steuer- und Abgabenquote leicht gesunken und liegt vor allem für Gutverdienende deutlich unter den Werten des Jahres 2000.“2


1 Bundesministerium für Arbeit und Soziales, www.bmas.de, Stand August 2009

2 Vergleichsdaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zur Absicherung von Arbeitslosen, 8. Februar 2010,
http://www.oecd.org/document/18/0,3343,de_34968570_35008930_44626642_1_1_1_1,00.html
und zu Steuer- und Sozialabgaben, 12. Mai 2009,
http://www.oecd.org/document/33/0,3343,de_34968570_35008930_42729633_1_1_1_1,00.html



Stand Juli 2011
Link- und Lesetipps

Soziale Sicherung

Linktipps


www.bda-online.de
Der Bundesverband der Deutschen Arbeitgeberverbände – BDA versteht sich als sozialpolitische Interessenvertretung für die Wirtschaft. Viele Texte und Diagramme zum „Standort Deutschland“, zur Tarifpolitik, zu Arbeit und Beruf, zur sozialen Sicherung oder zu Europa. Viele aktuelle Informationen.

www.bmas.de
Internetangebot des Bundesministerium für Arbeit und Soziales mit aktuellen Informationen zu den Themenbereichen Arbeitsmarkt, Arbeitsrecht, Arbeitsschutz, soziale Sicherung, Rente, Teilhabe behinderter Menschen, Internationale Sozial- und Beschäftigungspolitik.

www.bmfsfj.de
Das Bundesfamilienministerium informiert zu Familie, Senioren, Frauen, Kindern und Jugend, Gleichberechtigung, Zivildienst und anderen gesellschaftlichen Themen. Gesetze lassen sich nachlesen, Info-Materialien bestellen oder herunterladen.

www.bpb.de
Die Aufgabe der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) ist es, das Verständnis der Bürgerinnnen und Bürger für politische Sachverhalte zu fördern, das demokratische Bewusstsein zu festigen und die Bereitschaft zur politischen Mitarbeit zu stärken. Auf der Homepage finden sich zu allen politischen Themen – national und international – viele interessante Materialen, auch für den Unterricht.

www.bundesregierung.de
Homepage der Bundesregierung.

www.bundessozialgericht.de
Internetangebot des höchsten deutschen Sozialgerichts, dem Bundessozialgericht. Im Wesentlichen Informationen zur Geschäftsverteilung, Pressemitteilungen und Personalia.

www.destatis.de
Beim Statistischen Bundesamt finden sich u. a. Zahlen und Fakten zur Sozialen Sicherung, zu Bevölkerung und Wirtschaft in der Bundesrepublik.

www.deutsche-sozialversicherung.de
Grundlegende Informationen zu allen Zweigen der gesetzlichen Sozialversicherung.

www.deutscher-verein.de
Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge verfolgt u. a. folgende Ziele: sozialpolitische Entwicklungen initiieren und fachlich gestalten, die einheitliche Anwendung der Sozialgesetze unterstützen, den fachlichen Erfahrungsaustausch von Fachkräften fördern, Wissenschaftler/-innen und Politiker/-innen fördern, die internationale Zusammenarbeit unterstützen und Handlungs- und Informationsnetzwerke gestalten.

www.dgb.de
Der Deutsche Gewerkschaftsbund beschäftigt sich mit vielen Fragen der sozialen Gerechtigkeit und der Sozialordnung der Bundesrepublik Deutschland.

www.diw.de
Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) ist das größte Wirtschaftsforschungsinstitut in Deutschland und betreibt Grundlagenforschung und wirtschaftspolitische Beratung. Es präsentiert seine Forschungsergebnisse zu den Themen Weltwirtschaft, Staat, Informationsgesellschaft und Wettbewerb, Innovation, Industrie, Dienstleistung, Energie, Verkehr und Umwelt in externen Fachzeitschriften und im Rahmen wissenschaftlicher Veranstaltungen im In- und Ausland.

www.insm.de
Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) ist eine vom Arbeitgeberverband Gesamtmetall gegründete sowie von weiteren Wirtschaftsverbänden und Unternehmen getragene Organisation, die über die Soziale Marktwirtschaft informiert und mit Kampagnen und Veranstaltungen für deren Erneuerung wirbt.

www.iwkoeln.de
Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln analysiert marktwirtschaftliche Fakten, zeigt Trends und Zusammenhänge marktwirtschaftlicher sowie gesellschaftlicher Prozesse. Es bringt unter anderem den Informationsdienst iwd heraus, der online abrufbar ist.

www.oecd.org
Das OECD Berlin Centre veröffentlicht in der Rubrik „Sozialpolitik“ aktuelle internationale Vergleichsstudien zur Sozialpolitik und Pressemeldungen in deutscher Sprache.

www.paritaet.org
Der Paritätische Wohlfahrtsverband repräsentiert ein breites Spektrum sozialer Arbeit, darunter z. B. den Sozialverband VdK, den Arbeiter-Samariter-Bund, das Deutsche Jugendherbergswerk, den Deutschen Kinderschutzbund, Pro Familia, Frauenhäuser, Migranten-Organisationen, Arbeitsloseninitiativen und viele Selbsthilfegruppen aus dem Gesundheitsbereich. Die Mitgliedsorganisationen lassen sich über die Website des Dachverbandes erreichen.

www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de
Auszüge aus dem Jahresgutachten des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung geben einen Einblick in die wirtschaftliche Lage in Deutschland. Möglichkeiten zum Download und Bestellformular zum Bezug der Jahresgutachten.

www.socialnet.de
Das Netz für die Sozialwirtschaft bietet neben Socialnet weitere soziale Websites und bietet Internetdienstleistungen an.

www.sozialpolitik-aktuell.de
Informationsportal des Instituts für Soziologie der Universität Duisburg-Essen zur Sozialpolitik in Deutschland.

www.vdk.de
Der Sozialverband VdK Deutschland e. V. berichtet auf seinen Internetseiten über aktuelle Entwicklungen in der Sozialpolitik sowie im Sozialrecht und stellt seine Serviceleistungen vor.

Lesetipps


Soziale Sicherung im Überblick (Best.-Nr. A 721)
In dieser Broschüre wird das Recht der Sozialen Sicherung ausführlich dargestellt. Kostenlose Bestellung beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales unter: www.bmas.de (auch in englisch, französisch, spanisch, italienisch und türkisch).

Begleitband zur Ausstellung „In die Zukunft gedacht“ (Best.-Nr. C 704)
CD-ROM zur gleichnamigen Ausstellung. Ein historischer Überblick über die Geschichte der Sozialen Sicherung vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Die CD-ROM enthält vertiefende Texte, Bilder, Dokumente, Statistiken und Filmausschnitte zu den jeweiligen Epochen der Sozialgeschichte.

Die Sozialgeschichte Deutschlands (Best.-Nr. D 302)
Diese DVD zeigt die Entwicklung des Sozialstaates vom Zweiten Weltkrieg bis heute – in nur 15 Minuten.

Sozialgeschichte – ein Arbeitsheft für die Schule (Band I) vom Mittelalter bis 1945 (Best.-Nr. A204)
Sozialgeschichte – ein Arbeitsheft für die Schule (Band II) 1945 bis heute (Best.-Nr. A205)
Die Materialien stellen die einzelnen Epochen der Sozialgeschichte vor und bieten Arbeitsblätter für den Unterricht.

Sozialpolitische Informationen
Newsletter des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Erscheint mehrmals im Jahr; auch als PDF verfügbar.

Bestellung beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales unter: www.bmas.de.
Lernziele

Soziale Gerechtigkeit

Zu den Hintergrundinformationen und Links
Zum Arbeitsblatt und Schaubild

Die Soziale Marktwirtschaft wurde in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg eingeführt. Sie gilt als Erfolgsmodell für das deutsche Wirtschaftswunder in den 1950er-Jahren und den sozialen Ausgleich in der Gesellschaft.

Das Grundprinzip der Sozialen Marktwirtschaft ist der freie Wettbewerb, auf den der Staat regulierend Einfluss nimmt, um einen sozialen Ausgleich zu schaffen. Wichtigste Aufgabe des Staates ist es, den Folgen wie Armut, soziale Ausgrenzung und soziale Ungleichheit entgegenzuwirken. Er ist hierbei aber auch auf die Mitwirkung aller Bürgerinnen und Bürger angewiesen.

Lernziele

Die Schülerinnen und Schüler verstehen die Geschichte und Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft und erkennen, mit welchen Maßnahmen der Staat soziale Gerechtigkeit anstrebt.

Sie können die Begriffe Wettbewerb und Solidarität erläutern und wissen, welche Auswirkungen der demografische Wandel, hohe Arbeitslosenzahlen und steigende Kosten bei den staatlichen Sozialleistungen auf das Sozialsystem hat. Die Schülerinnen und Schüler verstehen, vor welchen Problemen das deutsche System der Sozialen Marktwirtschaft steht, analysieren Vor- und Nachteile der verschiedenen Reformvorschläge und erörtern Lösungen, um die Soziale Marktwirtschaft zukunftssicher zu gestalten.

Methodische Hinweise

Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten die Unterschiede zwischen der freien und sozialen Marktwirtschaft und stellen sie in einer Tabelle gegenüber. Sie überlegen, welche Konsequenzen es hat, wenn der Einfluss der einen oder anderen Seite zunimmt.

Anschließend diskutieren sie die Vor- und Nachteile der beiden Wirtschaftsformen aus der Arbeitnehmersicht. Dabei berücksichtigen sie vor allem die Aufgaben und Leistungen des Staates sowie die Funktionen des Marktes und des Wettbewerbs.
Link- und Lesetipps

Soziale Gerechtigkeit

Linktipps


www.bda-online.de
Der Bundesverband der Deutschen Arbeitgeberverbände – BDA versteht sich als sozialpolitische Interessenvertretung für die Wirtschaft. Viele Texte und Diagramme zum „Standort Deutschland“, zur Tarifpolitik, zu Arbeit und Beruf, zur sozialen Sicherung oder zu Europa. Viele aktuelle Informationen.

www.bmas.de
Internetangebot des Bundesministerium für Arbeit und Soziales mit aktuellen Informationen zu den Themenbereichen Arbeitsmarkt, Arbeitsrecht, Arbeitsschutz, soziale Sicherung, Rente, Teilhabe behinderter Menschen, Internationale Sozial- und Beschäftigungspolitik.

www.bmfsfj.de
Das Bundesfamilienministerium informiert zu Familie, Senioren, Frauen, Kindern und Jugend, Gleichberechtigung, Zivildienst und anderen gesellschaftlichen Themen. Gesetze lassen sich nachlesen, Info-Materialien bestellen oder herunterladen.

www.bpb.de
Die Aufgabe der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) ist es, das Verständnis der Bürgerinnnen und Bürger für politische Sachverhalte zu fördern, das demokratische Bewusstsein zu festigen und die Bereitschaft zur politischen Mitarbeit zu stärken. Auf der Homepage finden sich zu allen politischen Themen – national und international – viele interessante Materialen, auch für den Unterricht.

www.bundesfinanzministerium.de
Homepage des Bundesfinanzministeriums mit allen Themen rund um Finanzpolitik, mit vielen Schaubildern und Videos, die die komplexen Themen verständlich darstellen; Schuldenbremse und die neue Haushaltsplanung einfach erklärt und in Zahlen dargestellt zu finden unter >> Wirtschaft und Verwaltung >> Finanz-, Haushalts- und Wirtschaftspolitik

www.bundesregierung.de
Homepage der Bundesregierung, hier finden Sie auch aktuelle Informationen zum Euro-Schutzschirm.

www.bundessozialgericht.de
Internetangebot des höchsten deutschen Sozialgerichts, dem Bundessozialgericht. Im Wesentlichen Informationen zur Geschäftsverteilung, Pressemitteilungen und Personalia.

www.destatis.de
Beim Statistischen Bundesamt finden sich u. a. Zahlen und Fakten zur Sozialen Sicherung, zu Bevölkerung und Wirtschaft in der Bundesrepublik.

www.dgb.de
Der Deutsche Gewerkschaftsbund beschäftigt sich mit vielen Fragen der sozialen Gerechtigkeit und der Sozialordnung der Bundesrepublik Deutschland.

www.diw.de
Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) ist das größte Wirtschaftsforschungsinstitut in Deutschland und betreibt Grundlagenforschung und wirtschaftspolitische Beratung. Es präsentiert seine Forschungsergebnisse zu den Themen Weltwirtschaft, Staat, Informationsgesellschaft und Wettbewerb, Innovation, Industrie, Dienstleistung, Energie, Verkehr und Umwelt in externen Fachzeitschriften und im Rahmen wissenschaftlicher Veranstaltungen im In- und Ausland.

www.deutsche-sozialversicherung.de
Grundlegende Informationen zu allen Zweigen der gesetzlichen Sozialversicherung.

www.deutscher-verein.de
Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge verfolgt u. a. folgende Ziele: sozialpolitische Entwicklungen initiieren und fachlich gestalten, die einheitliche Anwendung der Sozialgesetze unterstützen, den fachlichen Erfahrungsaustausch von Fachkräften fördern, Wissenschaftler/-innen und Politiker/-innen fördern, die internationale Zusammenarbeit unterstützen und Handlungs- und Informationsnetzwerke gestalten.

http://gerecht-geht-anders.de
Initiative der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, um die in ihren Augen in Schieflage geratene soziale Gerechtigkeit wieder herzustellen.

www.insm.de
Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) ist eine vom Arbeitgeberverband Gesamtmetall gegründete sowie von weiteren Wirtschaftsverbänden und Unternehmen getragene Organisation, die über die Soziale Marktwirtschaft informiert und mit Kampagnen und Veranstaltungen für deren Erneuerung wirbt.

www.iwkoeln.de
Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln analysiert marktwirtschaftliche Fakten, zeigt Trends und Zusammenhänge marktwirtschaftlicher sowie gesellschaftlicher Prozesse. Es bringt unter anderem den Informationsdienst iwd heraus, der online abrufbar ist.

www.konjunkturpaket.de
Einzelheiten zu den Maßnahme- und Finanzpaketen der Konjunkturpakete.

www.oecd.org
Das OECD Berlin Centre veröffentlicht in der Rubrik Sozialpolitik aktuelle internationale Vergleichsstudien zur Sozialpolitik und Pressemeldungen in deutscher Sprache

www.paritaet.org
Der Paritätische Wohlfahrtsverband repräsentiert ein breites Spektrum sozialer Arbeit, darunter z. B. den Sozialverband VdK, den Arbeiter-Samariter-Bund, das Deutsche Jugendherbergswerk, den Deutschen Kinderschutzbund, Pro Familia, Frauenhäuser, Migranten-Organisationen, Arbeitsloseninitiativen und viele Selbsthilfegruppen aus dem Gesundheitsbereich. Die Mitgliedsorganisationen lassen sich über die Website des Dachverbandes erreichen.

www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de
Auszüge aus dem Jahresgutachten des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung geben einen Einblick in die wirtschaftliche Lage in Deutschland. Möglichkeiten zum Download und Bestellformular zum Bezug der Jahresgutachten.

www.socialnet.de
Das Netz für die Sozialwirtschaft bietet neben Socialnet weitere soziale Websites und bietet Internetdienstleistungen an.

www.sozialpolitik-aktuell.de
Informationsportal des Instituts für Soziologie der Universität Duisburg-Essen zur Sozialpolitik in Deutschland.

www.vdk.de
Der Sozialverband VdK Deutschland e. V. berichtet auf seinen Internetseiten über aktuelle Entwicklungen in der Sozialpolitik sowie im Sozialrecht und stellt seine Serviceleistungen vor.

Lesetipps


Lebenslagen in Deutschland – Der 3. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung.
Der Bericht beschreibt die Lebenslagen der Menschen in Deutschland auf der Basis statistischer Daten etwa zu Einkommen, Vermögen, Erwerbstätigkeit, Bildungsbeteiligung. Der 3. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung ist im Juli 2008 erschienen. Als PDF zu Herunterladen unter: www.bmas.de
Bestellbar beim Bundesanzeiger Verlag: www.edrucksachen.de

Reformen in Wirtschafts- und Sozialpolitik (B 18-19/2003)
„Aus Politik und Zeitgeschichte“ – kann über die Bundeszentrale für politische Bildung bezogen werden. Wissenschaftlich fundierte, allgemein verständliche Beiträge zu zeitgeschichtlichen und sozialwissenschaftlichen Themen sowie zu aktuellen politischen Fragen. Bestellung online unter: www.bpb.de.

IM KLARTEXT – Informationen zur Sozialen Marktwirtschaft
Monatlich erscheinender Infobrief für junge Erwachsene mit Beiträgen zu praktischen Auswirkungen der Marktwirtschaft, zu Fragen der Aus- und Weiterbildung und Informationen zum Engagement in Gesellschaft und Staat. Auch als PDF-Datei verfügbar. Bestellung über die Ludwig-Erhard-Stiftung unter: www.ludwig-erhard-stiftung.de.

Wirtschaftspolitik (ApuZ 43/2005)
„Aus Politik und Zeitgeschichte“ – wissenschaftlich fundierte, allgemein verständliche Beiträge zu zeitgeschichtlichen und sozialwissenschaftlichen Themen sowie zu aktuellen politischen Fragen. Das Heft Wirtschaftspolitik beschäftigt sich mit der Umgestaltung der sozialen Marktwirtschaft. Bestellung über die Bundeszentrale für politische Bildung unter: www.bpb.de.

Soziale Gerechtigkeit – Utopie oder Herausforderung? (Themenblätter im Unterricht / Nr. 44)
Welche Aufgaben hat der Staat, welche der Einzelne und welche Auswirkungen kann soziale (Un-)Gerechtigkeit auf die Demokratie haben? Mit anschaulichen Beispielen und Grafiken für Schüler/-innen Hinweisen, Link- und Lese-Tipps und Kopiervorlagen für Lehrkräfte
Bestellung über die Bundeszentrale für politische Bildung unter: www.bpb.de

Staatsverschuldung – unvermeidbar und gefährlich? (Themenblätter im Unterricht / Nr. 82)
Wieso macht der Staat Schulden und sind staatliche Schulden immer etwas Schlechtes? Wie hoch ist der Schuldenberg Deutschlands genau und wie entwickelt sich der Bundeshaushalt in den nächsten Jahren? Ein doppelseitiges Arbeitsblatt sowie zwei Kopiervorlagen führen ein in dieses Thema.
Bestellung über die Bundeszentrale für politische Bildung unter: www.bpb.de

Konjunktur – Gute Zeiten, schlechte Zeiten (Themenblätter im Unterricht / Nr. 86)
Warum schwanken Wachstumsraten? Was bedeutet das für den Arbeitsmarkt und die Preisstabilität? Mit anschaulichen Beispielen und Grafiken für Schüler/-innen Hinweisen, Link- und Lese-Tipps und Kopiervorlagen für Lehrkräfte
Bestellung über die Bundeszentrale für politische Bildung unter: www.bpb.de
Lernziele

Europäische Union

Zu den Hintergrundinformationen und Links
Zum Arbeitsblatt und Schaubild

Der europäische Binnenmarkt erlaubt den freien Verkehr von Waren, Dienstleistungen und Kapital und ermöglicht Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern mit europäischer Staatsangehörigkeit, überall in der EU eine Beschäftigung aufzunehmen. Doch die Europäische Union ist nicht nur eine Wirtschaftsgemeinschaft, sie ist auch eine soziale Gemeinschaft, in der alle Mitgliedstaaten sowie ihre Bürgerinnen und Bürger Verantwortung tragen.

Um EU-Bürgerinnen und -Bürgern, die in einem anderen EU-Land Arbeit suchen, ein vergleichbares Niveau an sozialer Sicherung zu gewährleisten, hat die Union europaweite Sozialabkommen geschlossen. Im Mittelpunkt stehen dabei die nachhaltige Entwicklung der sozialen Sicherungssysteme, die Förderung sozialer Gerechtigkeit und die Stärkung der Chancengleichheit.

Dabei sind die nationalen Sicherungssysteme der Mitgliedstaaten sehr unterschiedlich. Um einen Sozialabbau im Rahmen der Globalisierung und Öffnung der Grenzen zu verhindern, hat die Europäische Union soziale Mindeststandards festgelegt.

Der europäische Arbeitsmarkt wird für EU-Bürgerinnen und -Bürger immer wichtiger. Um ein hohes Maß an Beschäftigung zu gewährleisten, haben die EU-Mitgliedstaaten ein dauerhaftes Wirtschaftswachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen zu ihren Prioritäten erklärt.

Lernziele

Die Schülerinnen und Schüler erkennen, welche Auswirkungen der europäische Binnenmarkt und die Globalisierung auf die nationalen Arbeitsmärkte und Sozialsysteme haben. Ihnen wird bewusst, dass ein hohes Niveau an Bildung, gute Qualifikationen und geografische Mobilität in Zukunft wichtige Voraussetzungen für ein erfolgreiches Arbeitsleben sind.

Außerdem erfahren sie, welche Bildungs- und Arbeitsmöglichkeiten es in den EU-Mitgliedstaaten für sie gibt und welche Förderprogramme sie nutzen können. Die Jugendlichen verstehen, dass es zugleich notwendig ist, soziale Rechte international abzusichern, und lernen die Grundlagen dafür kennen.

Methodische Hinweise

Viele Jugendliche haben eines oder mehrere EU-Mitgliedsländer bereits durch Urlaubsreisen oder Sprachkurse kennen gelernt. Aber haben sie auch schon über die Möglichkeit, im Ausland zu arbeiten oder zu studieren nachgedacht? Die vorhandenen Kenntnisse über die soziale Absicherung und vertragliche Regelungen innerhalb der EU werden ebenfalls eher gering sein. Es empfiehlt sich deshalb, die Unterrichtseinheit mit einer Phase der aktiven Informationsbeschaffung zu beginnen.

Zum Einstieg in das Thema erstellen die Schülerinnen und Schüler eine Liste mit positiven Punkten, die eine Ausbildung oder einen Job im Ausland für sie bringen könnte, und stellen dieser eine Liste mit Problemen, auf die sie bei einer Arbeit im Ausland stoßen könnten, gegenüber. Anschließend wählen die Schülerinnen und Schüler je nach Interesse ein Mitgliedsland aus. Sie sammeln Informationen über die dortigen Arbeits- und Studienbedingungen, relevante Arbeitsmarktdaten, Förderprogramme, Arbeitsagenturen, Beratungsstellen und Ansprechpartner sowie die sozialen Sicherungssysteme. In Projektgruppen tragen sie ihr Wissen zusammen und erstellen für jedes Land Informationsblätter, die sie anschließend in der Klasse verteilen.

Danach betrachten sie noch einmal die Liste mit den Problemen und überlegen, ob sie nun wissen, wie sie diese lösen oder wo sie Unterstützung erhalten könnten. Im Anschluss untersuchen sie, welche Vereinbarungen die EU-Mitgliedstaaten zur Sozialpolitik getroffen haben. Sie recherchieren, wie die EU die Mitgliedstaaten unterstützt und tragen in Projektgruppen ihre Erkenntnisse zusammen. In der Klasse diskutieren sie auf Basis dieses Wissens, vor welchen Herausforderungen die EU steht und wie diese zu meistern sind.
Lernziele

Wie Europa funktioniert

Zu den Hintergrundinformationen und Links
Zum Arbeitsblatt und Schaubild

Europa zählt zu den historischen Erfolgsgeschichten: Die Nationalstaaten, die sich im Zweiten Weltkrieg erbittert bekämpft haben, arbeiten jetzt intensiv in vielen Politikfeldern zusammen, haben gemeinsame Institutionen geschaffen und besitzen sogar eine gemeinsame Währung.

Im Bewusstsein der Bevölkerung wird diese historische Leistung aber kaum noch wahrgenommen. Dass die europäische Erweiterung die Teilung Europas in Ost und West endgültig beendete, tritt in den Hintergrund. Ängste und Sorgen vor Lohndumping, Sozialabbau, steigender Arbeitslosigkeit und Kriminalität durch die Erweiterung der EU verunsichert die Bürgerinnen und Bürger.

Die meisten Europäer fühlen sich dessinformiert über politische Entscheidungsprozesse und erleben die europäischen Institutionen als bürokratisch und undurchsichtig. Die Frage lautet: Wer macht eigentlich was in Europa? Braucht Europa eine Verfassung, die das Zusammenspiel der Institutionen neu regelt? Sicher ist: Europa muss für die junge Generation neu begründet werden, wie Bundeskanzlerin Merkel am 22. September 2006 bei der Eröffnung des Internationalen Bertelsmann Forums "Die Zukunft der Europäischen Union" forderte.

Lernziele

Für die Fächer Politik und Geschichte wird es immer wichtiger, neben der nationalgeschichtlichen auch die europäische Dimension politischer und historischer Entscheidungen zu thematisieren. Konkret heißt das, neben den politischen Institutionen der Bundesrepublik und den Wahlen zum Bundestag müssen auch die politische Institutionen der EU und die Wahlen zum Europaparlament immer wieder zum Unterrichtsgegenstand werden, damit die Schülerinnen und Schüler ihre politische Handlungsfähigkeit als Bürgerinnen und Bürger der EU entwickeln können. Ihr Mandat als zukünftige Wählerinnen und Wähler des Europaparlaments werden sie nur dann motiviert wahrnehmen, wenn sie die politischen Entscheidungsprozesse in Europa verstehen und ein Bewusstsein dafür entwickeln können, wo ihre eigenen Gestaltungsmöglichkeiten liegen.

Die Hintergrundinfos und Materialien sollen
  • Grundkenntnisse über Europa und die historischen Zusammenhänge vermitteln, in denen die EU verankert ist.
  • darüber informieren, wer was macht in Europa bzw. wie die Europäische Union funktioniert (Beispiel "Gesetzgebung«"
  • einen Einblick in die aktuelle Ergebnisse europäischer Politik (Verfassung) geben

Methodische Hinweise

Mit einem Brainstorming zum Thema "Was bedeutet für euch Europa?" können Vorwissen und Vorstellungen der Schülerinnen und Schüler ermittelt werden, um daraus Fragen für die Auseinandersetzung mit dem Thema Europa zu sammeln. Sicher werden dabei auch noch nicht lange zurückliegende historische Ereignisse wie die Einführung des Euros und die Osterweiterung von den Schülerinnen und Schülern angesprochen werden.

Das Arbeitsblatt und das Schaubild thematisieren das gegenwärtige Europa. Wie laufen politische Entscheidungsprozesse in der europäischen Union ab?

Zur Vorbereitung ist es sinnvoll, dass sich die Schülerinnen und Schüler im Hintergrund einen Überblick über die Aufgaben und Politikfelder der Europäischen Union verschaffen. Das Arbeitsblatt konzentriert sich auf das Zusammenspiel von Rat, Parlament und Kommission bei der europäischen Gesetzgebung. Am konkreten Beispiel sollen die Schülerinnen und Schüler erkennen und mithilfe des Schaubildes selbst erklären können, auf welche Weise eine europäische Richtlinie entsteht bzw. verabschiedet wird.
Lernziele

Die globale Herausforderung

Zu den Hintergrundinformationen und Links
Zum Arbeitsblatt und Schaubild

Globalisierung – dieses Schlagwort ist seit Anfang der 1990er-Jahre allgegenwärtig. Gemeint ist damit die weltweite Verflechtung von Volkswirtschaften, Gesellschaften und Kulturen.

Der Sachverhalt selbst, nämlich grenzüberschreitender Handel und internationale Integration, ist nicht neu. Doch revolutionäre Möglichkeiten der Transport- und vor allem der Informationstechnologie haben ihn beschleunigt und verdichtet. Eine Öffnung und Deregulierung der Märkte, permanente Jetztzeit-Kommunikation und sekundenschnell getätigte Transaktionen auf Geld- und Kapitalmärkten ziehen wachsende Mobilität von Arbeitsplätzen und Arbeitskräften nach sich.

Lernziele

Die Schülerinnen und Schüler sollen einen Einblick gewinnen in die Bedeutung der Globalisierung mit ihren Chancen und auch Herausforderungen. Sie sollen die Notwendigkeit, Möglichkeiten und Ansätze der sozialen Gestaltung von Globalisierung verstehen.

Methodische Hinweise

Als Einstieg können Schülerinnen und Schüler überlegen, wo ihnen Globalisierung im Alltag oder konkret im Klassenraum begegnet, beispielsweise bei Kleidung, Elektronik oder Lebensmitteln.

Als Einstieg können Schülerinnen und Schüler überlegen, wo ihnen Globalisierung im Alltag oder konkret im Klassenraum begegnet, beispielsweise bei Kleidung, Elektronik oder Lebensmitteln.

Anschließend bietet sich an, dass die Schülerinnen und Schüler eine differenzierte Definition von Globalisierung erarbeiten oder man ihnen eine solche präsentiert. Auf dieser Basis sollten generelle Vor- und Nachteile (oder Chancen und Risiken) zusammengestellt werden.

Im Unterrichtsgespräch können dann, vor allem mit Blick auf die europäische Einigung, die persönlichen Vor- und Nachteile der Schülerinnen und Schüler heute und in zehn Jahren herausgearbeitet werden.

Anhand der nationalen und internationalen Anstrengungen zur sozialen Gestaltung von Globalisierung und angesichts der Tatsache, dass Globalisierung zwar kein Naturereignis, aber auch nicht abwendbar oder rückgängig zu machen ist, sollten Schüler und Schülerinnen Beispiele für eine soziale Gestaltung herausarbeiten.
Link- und Lesetipps

Die globale Herausforderung

Linktipps


www.attac.de
Website der deutschen Attac-Bewegung für Alternativen zur Globalisierung

www.bmas.de
Auf der Seite des Bundesarbeitsministerium finden sich im Bereich „Soziales Europa und Internationales“ aktuelle Informationen zum Europäischen Globalisierungsfonds.

www.boeckler.de
Unterrichtsbaustein „Mitbestimmung im Zeichen der Globalisierung“ zum Bestellen im Bereich „Veröffentlichungen“.

www.bpb.de
Homepage der Bundeszentrale für politische Bildung mit Hintergründen, Daten und Fakten zur Globalisierung in der Rubrik „Themen/Internationale Politik“.

www.csr-in-deutschland.de
Corporate Social Responsibility in Deutschland: Unter der Rubrik „Handlungsfeld Globalisierung“ gibt es Informationen zu Entwicklungen und Projekten der einzelnen Ministerien zu fairem Handel, nachhaltiger Wirtschaft und der Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen von Arbeitnehmern insbesondere in Entwicklungsländern.

www.dadalos-d.org/globalisierung
UNESCO Bildungsserver D@dalos (Globalisierung, für Schüler und Lehrer)

www.fes-online-akademie.de
Online-Akademie der Friedrich-Ebert-Stiftung mit Informationen, Arbeitsblättern und Literaturtipps zum Thema Globalisierung.

www.globalisierung-online.de
Globalisierung – Anregungen, Information, Definition, Einführung

www.handelsblattmachtschule.de
Unterrichtseinheit Globalisierung des Instituts für ökonomische Bildung zum Download

www.wearewhatwedo.de
Kleine Aktionen + Viele Menschen = Eine große Chance: Tipps und Ideen für jeden Einzelnen, wie man die Welt ein bisschen gerechter gestalten kann.

Lesetipps


Bundesministerium für Arbeit und Soziales (Hrsg.)
Globalisierung fair gestalten (Best.-Nr. A 802)
Broschüre mit den wichtigsten Ergebnissen der Konferenz „Globalisierung fair gestalten – Kohärente Politik für mehr Beschäftigung und menschenwürdige Arbeit“
Die soziale Dimension der Globalisierung gestalten (Best.-Nr. A 804)
Bestellung unter www.bmas.de (auch als PDF)

Stiftung Jugend und Bildung e. V.
MitVerantwortung – Sozial und ökologisch handeln im Unternehmen
Unterrichtsfilme, Arbeitsblätter und Materialien für allgemeinbildende und berufsbildende Schulen, hrsg. vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.
Bestellung unter Bestellung unter www.jugend-und-bildung.de/mitverantwortung (auch als PDF)

Initiative Handelsblatt macht Schule
Unterrichtseinheit Globalisierung
Kostenlose Unterrichtseinheit die sich die drei Komplexe Grundlagen, Chancen und Risiken und Gestaltung der Globalisierung gliedert.
Download (PDF) und Bestellung unter www.jugend-und-bildung.de

Bundeszentrale für politische Bildung
Staat und Wirtschaft – Informationen zur politischen Bildung (Best.-Nr. 4294): Wie Wirtschaftspolitik grundsätzlich funktioniert und mit welchen Maßnahmen sie auf die Globalisierung reagiert.
Zukunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt – bpb-Schriftenreihe (Band 755): Die Globalisierung und ihre Folgen in allen Facetten: Klima, Umwelt, Wirtschaft, Demografie.
Die Chancen der Globalisierung, Bonn 2007.
Zahlen und Fakten: Globalisierung. Zahlenmaterial zu den zentralen Themen der Globalisierungsdebatte.
Bestellung oder PDF-Datei unter www.bpb.de
Lernziele

Globalisierung in der Kritik

Zu den Hintergrundinformationen und Links
Zum Arbeitsblatt und Schaubild

Jeans aus Bangladesch, Handys aus Japan, Kaffee aus Nicaragua – wir leben total global. Kapital, Arbeitskräfte, Informationen, Rohstoffe – alles ist weltweit vernetzt und voneinander abhängig.

Die Globalisierung der Märkte schreitet immer schneller voran, der Wettbewerb um Unternehmensstandorte und Arbeitsplätze wird härter: Einerseits verlagern Firmen ihre Produktion in Niedriglohnländer; andererseits entstehen neue Arbeitsplätze in der boomenden Exportwirtschaft Deutschlands.

Nie zuvor war Wohlstand auf der Welt größer als im Zeitalter der Globalisierung. Gleichzeitig wächst die Kluft zwischen Arm und Reich – selbst in den Industriestaaten. Was für die einen mehr Freiheit bedeutet, ist für die anderen mit Verlust und Risiko verbunden. Doch eines ist sicher: Der Prozess der Globalisierung ist unaufhaltsam und kann nicht zurückgedreht werden.

Lernziele

Die Globalisierung hat einen schlechten Ruf. Schlagzeilen machen vor allem Standortverlagerungen mit Massenentlassungen wie bevorstehende Schließung des Nokia-Werks in Bochum. Viele Schülerinnen und Schüler erleben, wie sich ihre Eltern als Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Sorgen um ihren Arbeitsplatz machen.

Globalisierung wird aus dieser Perspektive nur als Verschlechterung der Arbeitsbedingungen, Lohnverzicht und Ursache für Arbeitslosigkeit wahrgenommen. Die Mehrheit hat Angst vor Veränderung und sieht nicht, dass Deutschland als Exportweltmeister zu den Gewinnern der verstärkten internationalen Arbeitsteilung gehört. Das aktuelle Thema setzt sich mit den Auswirkungen der ökonomischen Globalisierung auseinander. Ziel ist es, ein differenzierteres Bild von den Chancen der Globalisierung und ihren Risiken zu vermitteln und politische Möglichkeiten zur Krisenbewältigung vorzustellen.

Methodisch-didaktische Ziele

Im Mittelpunkt der Hintergrundinformationen steht die Frage, wie die Öffnung der Märkte und die internationale Arbeitsteilung Wirtschaft und Arbeitsmärkte verändert haben. Dabei sollen die Schülerinnen und Schüler die Potenziale dieser Entwicklung bezogen auf Industrie- und Entwicklungsländer ebenso kennen lernen wie die Risiken für den Arbeitsmarkt einschätzen.

Das Arbeitsblatt problematisiert am Beispiel der Insolvenz des Handyherstellers BenQ Mobile (früher: Siemens) die Massenentlassung im Herkunftsland als Folge einer Standortverlagerung. Am Beispiel des „Europäischen Fonds zur Anpassung an die Globalisierung“ (Europäischer Globalisierungsfonds, EGF) diskutieren die Schülerinnen und Schüler, welche Möglichkeiten und Grenzen die Politik hat, solche akuten Globalisierungskrisen sozial zu gestalten.

Das Schaubild liefert Daten und Zahlen, welchen beabsichtigte und durchgeführte Standortverlagerungen auf Unternehmen in Deutschland hatten und welche Art von Unternehmen besonders häufig ins Ausland verlagerte.
Link- und Lesetipps

Globalisierung in der Kritik

Linktipps


www.attac.de
Website der deutschen Attac-Bewegung für Alternativen zur Globalisierung

www.bmas.de
Auf der Seite des Bundesarbeitsministerium finden sich im Bereich „Soziales Europa und Internationales“ aktuelle Informationen zum Europäischen Globalisierungsfonds

www.boeckler.de
Unterrichtsbaustein „Mitbestimmung im Zeichen der Globalisierung“ zum Bestellen im Bereich „Veröffentlichungen“

www.dadalos-d.org/globalisierung
UNESCO Bildungsserver D@dalos (Globalisierung, für Schüler und Lehrer)

www.globalisierung-online.de
Globalisierung – Anregungen, Information, Definition, Einführung

www.faz.net
„Erklär mir die Welt“: Warum macht die Globalisierung Angst?, 9. Juni 2007

www.fluter.de
Im Archiv des Jugendmagazins Fluter der Bundeszentrale für politische Bildung: Total global (2005), Global Citizenship (2006), Fair Trade (2006)

www.focus.de
Serie Globalisierung, in: Wir erklären die Wirtschaft, April 2008

www.handbuchderglobalisierung.de
Handbuch der Globalisierung

www.handelsblattmachtschule.de
Unterrichtseinheit Globalisierung des Instituts für ökonomische Bildung zum Download

Lesetipps


Globalisierung fair gestalten (Best.-Nr. A 802)
Broschüre mit den wichtigsten Ergebnissen der Konferenz „Globalisierung fair gestalten – Kohärente Politik für mehr Beschäftigung und menschenwürdige Arbeit“
Die soziale Dimension der Globalisierung gestalten (Best.-Nr. A 804)
Bestellung über www.bmas.de, auch als PDF erhältlich

Globalisierung – Informationen zur politischen Bildung Nr. 280 (2003)
Dieses Heft erklärt die Chancen und Risiken des Globalisierungsprozesses. Es ist im Internet als PDF-Datei erhältlich unter www.bpb.de

Staat und Wirtschaft – Informationen zur politischen Bildung (Best.-Nr. 4294)
Wie Wirtschaftspolitik grundsätzlich funktioniert und mit welchen Maßnahmen sie auf die Globalisierung reagiert – das ist Thema in diesem Heft, Bestellung über www.bpb.de

Die Chancen der Globalisierung, Bonn 2007.
Globalisierung: Angst und Kritik, Themenblatt 28/2003,
Zahlen und Fakten: Globalisierung. Zahlenmaterial zu den zentralen Themen der Globalisierungsdebatte
Bundeszentrale für politische Bildung (Hrsg.), online abrufbar unter www.bpb.de

Le Monde diplomatique (Hrsg.):
Atlas der Globalisierung. Die neuen Daten und Fakten zur Lage der Welt, Berlin: taz 2006

SPIEGEL spezial
Globalisierung: Die neue Welt, November 2005
Lernziele

17. Juni 1953 - Volksaufstand in der DDR

Zu den Hintergrundinformationen und Links
Zum Arbeitsblatt und Schaubild

Vor 55 Jahren – am 17. Juni 1953 erhoben sich die Menschen in der DDR gegen staatliche Willkür. Innerhalb weniger Stunden wurde aus Arbeiterprotesten gegen Lohneinbußen ein Aufstand der Bürgerinnen und Bürger, die das Ende der Diktatur und freie Wahlen forderten.

Sowjetarmee und DDR-Volkspolizei schlugen den Aufstand brutal nieder. Die militärische Gewalt und anschließende politische Verfolgung der Beteiligten wirkte nachhaltig: Für über dreißig Jahre schien jeder gemeinsame Widerstand gegen das SED-Regime sinnlos. Doch in den Köpfen vieler Menschen lebte das Ereignis als Zeichen des Freiheitswillens weiter.

Lernziele

Bis zur Wiedervereinigung im Jahr 1990 wurde der 17. Juni in der Bundesrepublik als "Tag der deutschen Einheit", als deutscher Nationalfeiertag begangen. Das werden die heutigen Schülerinnen und Schüler kaum noch wissen. Sie sollen erkennen, dass der Volksaufstand in einer Reihe mit der friedlichen Revolution von 1989/1990 steht, die den Weg zur deutschen Einheit bereitete. Der Volksaufstand vom 17. Juni zeigt, dass es trotz staatlicher Unterdrückung ein breites Widerstandspotenzial gab. Dieses Potenzial konnte sich aber erst im Herbst 1989 entfalten, als die UdSSR das SED-Regime nicht mehr mit Waffengewalt stabilisierte.

Methodisch-didaktische Hinweise

Die Hintergrundinformationen geben einen Einblick in die wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Ursachen des Aufstands sowie den Auslöser, die Erhöhung der Arbeitsnormen. Die Schülerinnen und Schüler können diskutieren, warum es trotz massiver Unterdrückung zum Aufstand kam. Es wird auch deutlich, wie unflexibel und starr die SED-Führung auf die Krisensituation der DDR reagierte, was den Ausbruch des Aufstands begünstigte.

Mithilfe von Schaubild und Hintergrund gewinnen die Schülerinnen und Schüler ein differenziertes Bild vom Ablauf des Aufstands. Hier kann thematisiert werden, in welchem raschen Tempo aus dem Arbeiteraufstand eine Massenerhebung wurde, in deren Mittelpunkt politische Forderungen standen.

Das Arbeitsblatt problematisiert die von der SED-Führung verordnete Interpretation des Volksaufstands als „konterrevolutionären Putsch“, betrieben von westlichen Agenten. Mithilfe des Darstellungstexts, der Hintergrundinformationen und der politischen Forderungen der Arbeiter haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit dieser Darstellung andere Informationen gegenüber zu stellen, ihre Mittel zu entlarven und ihre Ziele zu diskutieren. Dabei sollte allerdings auch thematisiert werden, dass jede Form von historischer Darstellung (auch diese Hintergrundinformation) Interpretationen und Wertungen enthält.
Link- und Lesetipps

17. Juni 1953 - Volksaufstand in der DDR

Linktipps


www.bstu.de
Ausführliche Infos über Ursachen, Folgen und Ablauf des 17. Junis auf der Seite der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR

www.17juni53.de
Umfangreiche Darstellung, zum Teil bisher nicht veröffentlichte Dokumente in Wort, Bild und Ton auf der gemeinsamen Seite von Bundeszentrale für politische Bildung, DeutschlandRadio und Zentrum für Zeithistorische Forschung

www.17juni1953.com
Geschichtsarbeit von Tobias Zehnder und Jonathan Landau zum Thema 17. Juni 1953 mit ausführlichen Textbeiträgen zur Vorgeschichte, dem Aufstand und den Folgen.

www.dhm.de/lemo/html/DasGeteilteDeutschland/JahreDesAufbaus
InOstUndWest/ZweiStaatenZweiWege/17Juni1953.html
Der 17. Juni im Rahmen der deutsch-deutschen Geschichte von 1949 bis 1955 auf der Seite des Deutschen Historischen Museums

www.hdg.de
Das Haus der Geschichte in Bonn bietet Kurzinformationen über die Ereignisse vor, während und nach dem 17. Juni 1953

www.volksaufstand1953.de
Persönliche Erinnerungen des Streikführers Karl-Heinz Pahling an Aufstand, Haft und Verfolgung

Lesetipps


17. Juni 1953 - Aus Politik und Zeitgeschichte, Bd. 23/2003
Deutschland in den 1950er Jahren, Informationen zur politischen Bildung Nr. 256/2003
17. Juni 1953 und Herbst 1989, Themenblätter im Unterricht Nr. 24/2003
Bundeszentrale für politische Bildung (Hrsg.), online abrufbar unter www.bpb.de

Heym, Stephan
Fünf Tage im Juni, Roman, Berlin 1989

Staritz, Dietrich
Geschichte der DDR 1949-1985, erw. Neuausgabe, Frankfurt am Main 1996.

Weber, Hermann
Die DDR 1945 bis 1990, 2. überarb. Auflage, München 1993
Lernziele

60 Jahre Kriegsende

Zu den Hintergrundinformationen und Links
Zum Arbeitsblatt und Schaubild

Nach sieben Jahren Krieg stehen im Mai 1945 die Waffen still. Über 50 Millionen Menschen haben ihr Leben verloren, davon allein 20 Millionen Zivilisten. Die meisten Großstädte liegen in Schutt und Asche. Hunderttausende Flüchtlinge suchen ein neues Zuhause. Lebensmittel, Kleidung und Wohnraum sind knapp, die Sorge um die Existenz bestimmt den Alltag.

Die Sozialpolitik steht vor einer großen Herausforderung. Gesteuert wird sie in den nächsten Jahren von den alliierten Siegermächten.

Das heutige System der sozialen Sicherung ist zwischen 1945 und 1949 von den Besatzungsmächten stark beeinflusst worden. Grundlage damals wie auch heute ist die Bismarcksche Sozialgesetzgebung von 1883.

Lernziele

Die Schülerinnen und Schüler sollen sich mit den sozialpolitischen Bedingungen und Veränderungen nach Kriegsende und den Jahren danach auseinandersetzen.

Sie verschaffen sich einen Überblick über die Aufteilung Deutschlands in die Besatzungszonen und die damit zusammenhängenden wichtigsten politischen Ereignisse. Sie ergründen die sozialpolitischen Herausforderungen, die sich nach dem zweiten Weltkrieg stellten und setzen sich mit der Situation der sozialen Sicherung in dieser Zeit auseinander. Die Jugendlichen lernen die Ziele der Alliierten in den westlich und den sowjetisch besetzen Gebieten und die daraus entstandenen Folgen kennen.

Methodische Hinweise

Zum Einstieg in das Thema eignet sich eine Diskussion zum 60. Jahrestag des Kriegsendes. Die Jugendlichen sollen sich dazu mit der Bedeutung des Kriegsendes sowie mit den historischen Ereignissen der Folgejahre auseinandersetzen.

Im Internet recherchieren die Schülerinnen und Schüler nach Texten, Dokumenten und Zeitzeugeninterviews zur sozial- und gesellschaftspolitischen Lage in der Nachkriegszeit. Dies kann arbeitsteilig in Kleingruppen erfolgen. Die Ergebnisse werden in Form von Material- und Informationsblättern präsentiert.

Für die Erarbeitung und Darstellung regionaler Begebenheiten recherchieren die Schülerinnen und Schüler in Stadtarchiven. Zudem entwickeln sie Fragen für Interviews, die sie anschließend mit Zeitzeugen aus dem Verwandten- oder Bekanntenkreis durchführen. Die Schülerinnen und Schüler erstellen anknüpfend daran eine eigene Zeitung – denkbar als "Extrablatt" zum Thema 60 Jahre Kriegsende, in der sie ihre Ergebnisse und Interviews aufbereiten und darstellen.
Link- und Lesetipps

60 Jahre Kriegsende

Linktipps


ARD, Dossier „60 Jahre Kriegsende – Mosaik der Erinnerungen“
http://kriegsende.ard.de

Bundesministerium fürArbeit und Soziales (BMAS),
In die Zukunft gedacht. Die Geschichte der Sozialen Sicherung Datenbank, Bestell-Nr. C 709, CD-ROM, Bonn 2004;
Texte (PDF-Format) zur Ausstellung: „In die Zukunft gedacht – Bilder und Dokumente zur Deutschen Sozialgeschichte“
www.bmas.de

Bundeszentrale für politische Bildung
www.bpb.de

Deutsche Welle, Dossier „60 Jahre danach“:
www6.dw-world.de/de/zweiterweltkrieg.php

Deutsches historisches Museum, LeMO: Lebendiges virtuelles Museum Online
www.dhm.de/lemo/home.html

Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (FZH)
www.rrz.uni-hamburg.de

Frankfurter Rundschau: Dossier „60 Jahre Kriegsende“
www.fr-aktuell.de/uebersicht/alle_dossiers/zeitgeschichte

Gegenwärtige und historische nationale und internationale Verfassungstexte, unter Deutschland nach 1945 / Dokumente zu „Deutschland als Ganzem“ (1945 bis 1990)
www.verfassungen.de/de/de45-49/verf45-l1.htm

Geschichtsforum (private Seite)
www.geschichtsforum.de

Goethe Institut, Dossier „60 Jahre Kriegsende“
www.goethe.de/kug/ges/ztg/prj/60j/deindex.htm

Institut für Zeitgeschichte (IfZ) München
www.ifz-muenchen.de

MDR, Themenportal „60 Jahre Kriegsende in Mitteldeutschland“
www.mdr.de/kriegsende

NDR, Themenseite „Mein Kriegsende – 60 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg“
www3.ndr.de/ndrtv_pages_std/0,3147,OID911830_REF2406,00.html

Shoa.de, deutschsprachige Internetportal zum Thema Antisemitismus, Holocaust und Drittes Reich
www.shoa.de/content/section/5/45

Spiegel online, Panorama „Zweiter Weltkrieg“
www.spiegel.de/panorama/0,1518,352388,00.html

Westdeutscher Rundfunk (WDR), Dossier „60 Jahre Kriegsende“
www.wdr.de/themen/homepages/60_jahre_kriegsende.jhtml

ZDF, Themenportal „Kriegsende 1945“
www.zdf.de/ZDFde/inhalt/21/0,1872,2247445,00.html

Zentrum für zeithistorische Forschung Potsdam
www.zzf-pdm.de

Lesetipps


Benz, Wolfgang
Potsdam 1945. Besatzungsherrschaft und Neuaufbau im Vier-Zonen-Deutschland, München 2005.
Von der Besatzungsherrschaft zur Bundesrepublik. Stationen einer Staatsgründung 1946-1949, Frankfurt a. M. 1984.

Broszat, Martin / Weber, Hermann (Hrsg.)
SBZ-Handbuch. Staatliche Verwaltungen, Parteien, gesellschaftliche Organisationen und ihre Führungskräfte in der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands 1945-1949, München 1990.

Bundesministerium für Arbeit und Soziales (Hrsg.)
Sozialgeschichte. Bilder und Dokumente, Berlin 2001
Gesetze zur Sozialgeschichte, Bonn 2001
Geschichte der Sozialpolitik in Deutschland seit 1945.
Band 2: 1945-1949 Die Zeit der Besatzungszonen. Sozialpolitik zwischen Kriegsende und der Gründung zweier deutscher Staaten, Baden-Baden: Nomos Verlag, 2002

Graml, Hermann
Die Alliierten und die Teilung Deutschlands. Konflikte und Entscheidungen 1941-1948, Frankfurt a. M. 1985.

Henke, Klaus-Dietmar
Die amerikanische Besetzung Deutschlands, München 1995.

Herbst, Ludolf / Bührer, Werner / Sowade, Hanno (Hrsg.)
Vom Marshallplan zur EWG. Die Eingliederung der Bundesrepublik Deutschland in die westliche Welt, München 1990.

Hübner, Peter
Konsens, Konflikt und Kompromiß. Soziale Arbeiterinteressen und Sozialpolitik in der SBZ/DDR 1945 bis 1970, Berlin 1995.

Kleßmann, Christoph
Die doppelte Staatsgründung. Deutsche Geschichte 1945-1955, 5. überarb. Auflage, Bonn 1991.

von Plato, Alexander / Leh, Almut:
Ein unglaublicher Frühling. Erfahrene Geschichte im Nachkriegsdeutschland 1945-1948, Bonn 1997.

Staritz, Dietrich
Die Gründung der DDR. Von der sowjetischen Besatzungsherrschaft zum sozialistischen Staat, München 1995.

Weber, Jürgen
Das Jahr 1949 in der deutschen Geschichte. Die doppelte Staatsgründung, München 1997.
Lernziele

Große Koalitionen in Deutschland

Zu den Hintergrundinformationen und Links
Zum Arbeitsblatt und Schaubild

„Ich schwöre, so wahr mit Gott helfe.“ Mit diesem Satz legte Angela Merkel am 22. November 2005 den Amtseid als erste Bundeskanzlerin ab. Zuvor hatte der 16. Deutsche Bundestag sie zum 7. Regierungschef der Bundesrepublik Deutschland gewählt.

Die Regierung Angela Merkels gilt damals als Zäsur. Als Frau ist Angela Merkel eine von sechs amtierenden Regierungscheffinnen weltweit, in Deutschland die erste. Als Kanzlerin steht sie der zweiten großen Koalition in der 56-jährigen Geschichte der Bundesrepublik vor.

Grund genug, auch einen Blick auf die erste große Koalition der Jahre 1966-1968 zu werfen. Beide Koalitionen entstanden vor dem Hintergrund einer ökonomischen Krise. Wirtschaftspolitisch galt das damalige Bündnis von CDU/CSU und SPD als Erfolgmodell. Gesellschaftspolitisch hatte es gegen enorme Widerstände außerhalb des Parlaments zu kämpfen. In den Landesparlamenten musste es sich mit der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD) auseinandersetzen.

Lernziele

Parallel zu den aktuellen Ereignissen erhalten die Schüler Einblicke in die deutsche Geschichte der 60er Jahre. Sie lernen über die Entstehung und die Ziele, die zur Bildung der ersten großen Koalition 1966 geführt haben und können diese mit der Entwicklung des Jahres 2005 vergleichen. Sie machen sich mit den parlamentarischen Mehrheitsverhältnissen 1966 und 2005 vertraut und erfahren, welche außerparlamentarischen Widerstände diese Mehrheitsverhältnisse hervorgerufen haben. Sie beschäftigen sich mit den ersten pragmatischen außenpolitischen Schritten einer Öffnung nach Osten und vergleichen diese mit der EU-Politik der Regierung Merkel. Sie lernen die Diskussion um die Notstandgesetzgebung der 60er Jahre kennen und hinterfragen, ob Deutschland heute vor ähnlichen innenpolitischen Herausforderungen steht. Sie erfahren, dass zur Überwindung der wirtschaftlichen Rezession 1967, in der Regel andere Maßnahmen getroffen wurden als heute.

Methodische Hinweise

Zum Einstieg eignet sich ein Gespräch über die aktuelle politische Entwicklung der letzten Monate. Die Schüler erzählen, was sie über die neue Regierung, ihre Minister und ihre Aufgaben wissen. Sie tragen zusammen, weshalb die neue Regierung in Form einer Großen Koalition zustande kam und welche Ziele sie verfolgt. Bei Bedarf recherchieren sie im Internet und in Zeitungen. Die Schüler können optional die Frage diskutieren, ob sich Deutschland durch eine Frau an der Spitze des Staates verändern wird.

In einem zweiten Schritt machen sich die Jugendlichen mit den Ereignissen zwischen 1966 und 1969 vertraut. Dies kann etwa mit Hilfe einer Zeittafel (Schaubild) erfolgen. In Kleingruppen tragen die Jugendlichen die Eckpunkte der Politik der ersten großen Koalition zusammen und präsentieren ihre Ergebnisse anschließend.

In einem dritten Schritt vergleichen die Schüler die Entstehung und die Ziele der beiden großen Koalitionen. Hier kann sich auch ein Vergleich zwischen den Kabinettsmitgliedern der großen Koalitionen oder den Werdegängen Kurt Georg Kiesingers und Angela Merkels anbieten. Anhand des Arbeitsblattes vergleichen sie die Regierungserklärungen der beiden Kanzler.

Optional können die Schüler weitere Große Koalitionen (Österreich, Weimarer Republik) recherchieren.
Link- und Lesetipps

Große Koalitionen in Deutschland

Linktipps


Biographie Angela Merkel
www.angela-merkel.de

Biographie Kurt Georg Kiesinger
www.dhm.de/lemo/html/biografien/KiesingerKurtGeorg

Bundesministerium für Bildung und Forschung: Föderalismusreform
www.bmbf.de/de/1263.php

Bundesregierung
www.bundesregierung.de

Bundeszentrale für politische Bildung
www.bpb.de

Deutsches Historisches Museum: Große Koalition 1966-1969
www.dhm.de/lemo/html/DasGeteilteDeutschland/KontinuitaetUndWandel/GrosseKoalition

Goethe Institut: Die Große Koalition 1966-1969
www.goethe.de/in/d/frames/gaz/didak1966.html

Institut für Zeitgeschichte (IFZ) München
www.ifz-muenchen.de

Artikel zur großen Koalition

Die zweite große Koalition und die Haushaltssanierung:
www.spiegel.de/politik

Die zweite große Koalition und die Mehrwertsteuer:
www.n-tv.de
www.tagesspiegel.de
www.welt.de

Die zweite große Koalition und die Reichensteuer:
www.zeit.de/online/2005/45/reichensteuer

Die zweite große Koalition und die Wirtschaftsverbände:
www.spiegel.de/wirtschaft

Koalitionsvertrag zur zweiten großen Koalition vom 11. November 2005:
www.tagesschau.de/static/pdf/Koalitionsvertrag.pdf
www.tagesschau.de

Reaktionen anderer Bundestagsparteien auf die zweite große Koalition

FDP:
www.liberale.de/webcom/show_article.php/_c-567/_nr-313/_p-1/i.html
Die Grünen:
http://blog.gruene.de/grose-risiko-koalition
Die Linke/PDS:
http://sozialisten.de/sozialisten/nachrichten/view_html/zid30836/bs1/n0

Lesetipps


Brandt, Willy
Erinnerungen. Neuausgabe, München 2003

Fülberth, Georg
Berlin – Bonn – Berlin. Deutsche Geschichte seit 1945, Köln 1999

Görtemaker, Manfred
Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Von der Gründung bis zur Gegenwart, Frankfurt am Main 2004

Hildebrand, Klaus
Von Erhard zur großen Koalition 1963-1969. Mit einem einleitenden Essay von Karl Dietrich Bracher, Stuttgart und Wiesbaden 1984

Kroegel, Dirk
Einen Anfang finden. Kurt Georg Kiesinger in der Außen- und Deutschlandpolitik der Großen Koalition, 1997

Roedig, Christian
Die Bundesrepublik im zweiten und dritten Jahrzehnt, in: Deutsche Geschichte, hrsg. v. Heinrich Pleticha, Bd. 12: Geteiltes Deutschland nach 1945, Gütersloh 1984, S. 287-353.

Schneider, Andrea H.
Die Kunst des Kompromisses Helmut Schmidt und die große Koalition 1966-1969, Paderborn u. a. 1999

Schneider, Harald
Geschichtskurs – Deutschland seit 1945, Stuttgart 2000

Wilms, Eberhard (Hrsg.)
Deutschland seit 1945. Besetzt – geteilt – entzweit – vereinigt, aktualisierte Ausgabe, Berlin 2002
Lernziele

Neuwahlen 2005

Zu den Hintergrundinformationen und Links
Zum Arbeitsblatt und Schaubild

Während 1999 noch elf Länder von der SPD regiert wurden, gilt das im Jahr 2005 nur noch für fünf Länder. Am 22. Mai verlor die SPD auch noch die Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen nachdem sie zusammen mit Bündnis 90/Grüne dort 39 Jahre lang regiert hatte. Am selben Abend kündigte Bundeskanzler Gerhard Schröder Neuwahlen an, da er seine Regierung nicht mehr für handlungsfähig hielt.

Am 1. Juli wurde Bundeskanzler Schröder von den Abgeordneten des Parlaments das Vertrauen entzogen, woraufhin Bundespräsident Horst Köhler am 21. Juli den Bundestag auflöste. Mehrere Klagen gegen Köhlers Entscheidung gingen beim Bundesverfassungsgericht ein. Das höchste deutsche Gericht hat am 25. August Köhlers Entscheidung für rechtmäßig erklärt. Somit kann am 18. September ein neuer Bundestag gewählt werden.

Lernziele

Die Schülerinnen und Schüler lernen, wie es zu vorgezogenen Wahlen kommen kann und warum sich Bundeskanzler Gerhard Schröder aktuell für Neuwahlen entschieden hat. Sie entwickeln ein Verständnis dafür, warum sich die sozialen Sicherungssysteme in einer Krise befinden und wie die verschiedenen Parteien versuchen, die Sozialsysteme zukunftssicher zu gestalten.

Methodische Hinweise

Die Neuwahlen beschäftigen ganz Deutschland. Auch die Schülerinnen und Schüler sind entweder selbst schon Wählerinnen und Wähler oder ihre Eltern, Geschwister und Freunde werden am 18. September die neue Regierung wählen. Seit Jahren ist eine gewisse Politikmüdigkeit in Deutschland zu spüren. Den Parteien wird vorgeworfen, dass sich ihre Wahlprogramme immer weiter annähern.

Die Schülerinnen und Schüler lernen die sozialpolitischen Ziele der Parteien kennen, indem sie sich mit den detaillierten Forderungen der Parteien auseinandersetzen. Sie werden lernen einzuschätzen, wie diese unterschiedlichen Strategien die Entwicklung des deutschen Sozialsystems beeinflussen. Des Weiteren werden sie untersuchen, welche Auswirkungen die verschiedenen Ansätze der Parteien auf die unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen haben würden.

Die Schülerinnen und Schüler werden zu diesem Zweck die Wahlprogramme der Parteien untersuchen. Indem sie ihre Freunde und Verwandte nach ihren Wahlstrategien befragen, setzen sie sich mit ihrer eigenen Funktion als (zukünftige) Wählerinnen und Wähler auseinander. Anhand von Fallbeispielen setzen sie ihr theoretisch erworbenes Wissen an gut nachvollziehbaren Beispielen praktisch um.
Link- und Lesetipps

Neuwahlen 2005

Linktipps


Politiklinks

www.bundesregierung.de
Homepage der Bundesregierung

www.bundestag.de
Homepage des Bundestags

www.bundesrat.de
Homepage des Bundesrats

www.bundesverfassungsgericht.de
Homepage des Bundesverfassungsgerichts

www.agenda2010.de
Mit der Agenda 2010 hat die Bundesregierung ein Programm zur Reform des Arbeitsmarktes, zum Umbau der Sozialsysteme und für wirtschaftliches Wachstum vorgelegt. Die Homepage bietet umfassende Informationen zu den verschiedenen Schwerpunkten an.

Parteien

www.spd.de
Homepage der SPD
www.gruene.de
Homepage von Bündnis90/Grüne
www.cdu.de
Homepage der CDU
www.csu.de
Homepage der CSU
www.fdp.de
Homepage der FDP
http://sozialisten.de
Homepage der Partei Die Linke.PDS
www.parteien-online.de
Informationen zu Deutschlands Parteien und dem Wahlrecht in der Bundesrepublik

Politische Bildung

www.bpb.de
Homepage der Bundeszentrale für politische Bildung mit Informationen zu vielen Themen (u. a. Innenpolitik, Gesellschaft und Wirtschaft), daneben Bestellmöglichkeiten für kostenfreie Materialien für Unterricht und Weiterbildung zu allen politischen Themen, Seminarangebote, Zugang zu Online-Publikationen u. v. m.

www.bildungsserver.de
Der Deutsche Bildungsserver ist zentraler Wegweiser im deutschen Bildungsnetz, zu Unterrichtsmaterialien, Projektseiten, Institutionen und Schulen im Netz, enthält u. a. Online-Ressourcen und Internetprojekte für den Fachunterricht sowie spezielle Einstiegsseiten für Lehrkräfte, Schüler und Personen aus der betrieblichen Ausbildung und der Wissenschaft. Dazu eine Veranstaltungsdatenbank und aktuelle Meldungen.

www.politische-bildung.de
Gemeinsames Angebot der Landeszentralen für politische Bildung in Deutschland und der Bundeszentrale für politische Bildung. Ausführlicher Webkatalog zu politischer Bildung, Wissenschaft, Geschichte, Medien, Politik und Wirtschaft. Links zu Themen des aktuellen Zeitgeschehens. Vorstellung von Internetprojekten. Download von Online-Publikationen der Zentralen für politische Bildung.

www.mitmischen.de
Jugendforum des Deutschen Bundestages im Internet. Ziel ist es, Jugendliche für Politik zu begeistern. Es bietet Chats mit Abgeordneten des Deutschen Bundestages, Diskussionsforen, Abstimmungen, News und Hintergrundberichte zu aktuellen politischen Themen. Im Mittelpunkt steht die Community.

www.helles-koepfchen.de
Das Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen aktuelle Informationen und Hintergrundwissen zu vermitteln und sie dadurch zum Nachdenken und zum Mitmachen anzuregen. Kinder und Jugendliche sollen dabei unterstützt werden, das Gesehene und Gelesene zu verstehen und richtig einzuordnen. Auf diese Weise sollen junge Menschen in die Lage versetzt werden, sich eine Meinung bilden und mit ihren Eltern, Lehrern und untereinander zu diskutieren.

Lesetipps


Bundesministerium für Arbeit und Soziales (Hrsg.):
Soziale Sicherung im Überblick, 2008 (als Broschüre und als CD über www.bmas.de)

Bundesregierung (Hrsg.):
Für unser Land und seine Menschen - das Begonnene fortführen. Rede von Gerhard Schröder anlässlich des Antrages gemäß Artikel 68 des Grundgesetzes vor dem Deutschen Bundestag, Berlin 2005

Bundeszentrale für politische Bildung (Hrsg.):
Bundestagswahl im Unterricht. Wählerbefragung mit GrafStat, Bonn 2005 (www.bpb.de)
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