Europäische Union
Programme zur Förderung junger Menschen in der EU
Deutschlandweites Programm zur Mobilität in Europa
„Mehr Auslandsaufenthalte für Auszubildende“ ist das Ziel des Programms, das das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) gemeinsam mit dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) im Jahr 2009 gestartet hat. Hierbei werden Unternehmen von Mobilitätsberatern darüber informiert, wie sie ihren Auszubildenden und Berufsanfängern verstärkt berufsbildende Auslandsaufenthalte ermöglichen können. Die Berater unterstützen auch bei der Suche nach Partnerunternehmen im Ausland und helfen bei der Planung, Vorbereitung und Umsetzung.Der Europass
Um die Mobilität in Europa zu erhöhen, hat die EU im Jahr 2005 eine Richtlinie zur Vereinfachung der Vorschriften bezüglich der Anerkennung von beruflichen Qualifikationen verabschiedet. Zeitgleich entwickelte sie den Europass, mit dessen Hilfe Bildungsstand, Berufserfahrung oder Sprachkenntnisse für Arbeitgeber oder Bildungseinrichtungen abgebildet werden können. Der Europass besteht aus fünf Dokumenten: einem Lebenslauf, einem Sprachenpass, einem Diplomzusatz, einer Zeugniserläuterung und einem Mobilitätsnachweis. Der Europass-Lebenslauf und der Europass-Sprachenpass können online auf dem Europass-Portal erstellt werden. Den Europass-Diplomzusatz, die Europass-Zeugniserläuterung sowie den Europass-Mobilitätsnachweis stellen die jeweiligen Bildungseinrichtungen aus.Europäischer Pakt für die Jugend
Um die Beschäftigungschancen von Jugendlichen zu verbessern, haben die Mitgliedstaaten im März 2005 den „Europäischen Pakt für die Jugend“ beschlossen. Ziel des Pakts ist es, die allgemeine und berufliche Bildung, die Mobilität sowie die berufliche und soziale Eingliederung von Jugendlichen in Europa zu verbessern. Dazu gehört auch, die Zahl der Schulabbrecher zu senken und Maßnahmen zu ergreifen, die mehr Jugendlichen zu höheren Schulabschlüssen verhelfen. Auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf soll verbessert werden.Der Europäische Sozialfonds
Das wichtigste Finanzinstrument der EU ist der Europäische Sozialfonds (ESF). Er wurde im Jahr 1957 mit dem Ziel eingeführt, „die Unterschiede bei Wohlstand und Lebensstandard in den Mitgliedstaaten und Regionen der EU abzubauen und dadurch den wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalt zu fördern“. Das Geld fließt vor allem in die Mitgliedstaaten und Regionen, deren wirtschaftliche Entwicklung am wenigsten fortgeschritten ist. Der ESF ist ein Kernstück der EU-Strategie für Wachstum und Beschäftigung zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Bürgerinnen und Bürger durch höhere Qualifizierung und bessere Berufsaussichten.Im Rahmen der „Sozialpolitischen Agenda 2005-2010“ wurde der Europäische Sozialfonds umstrukturiert und in der Planungsperiode von 2007 bis 2013 auf die Beschäftigungsstrategie abgestimmt. Kleinere Programme für bestimmte Politikbereiche wurden 2007 im Rahmen des PROGRESS-Programms (Programm für Beschäftigung und soziale Solidarität der EU) zusammengeführt. In den Jahren 2007 bis 2013 werden dafür rund 75 Milliarden Euro an Mitgliedstaaten und Regionen in der EU bereitgestellt. [zurück][1][2]3[4][vor]
[zur Übersicht] [Drucken] [Versenden]