Hintergrundinformationen

Europäische Union

Vertrag von Lissabon: wichtige Ziele

Der Vertrag von Lissabon schreibt die wirtschaftlichen, politischen, sozialen und sonstigen Ziele der Europäische Union fest. Hinsichtlich der Beschäftigungs- und Sozialpolitik stehen folgende Verbesserungen und Modernisierungen im Fokus:

  • Schutz der Gesundheit im Arbeitsumfeld
  • Sicherheit der Arbeitsbedingungen
  • soziale Sicherheit und sozialer Schutz der Arbeitnehmer (Beendigung des Arbeitsvertrages, Unterrichtung und Anhörung der Arbeitnehmer)
  • kollektive Wahrnehmung der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberinteressen
  • Unternehmensmitbestimmung
  • Beschäftigungsbedingungen der Staatsangehörigen von Drittländern, die sich rechtmäßig im Gebiet der Europäischen Union aufhalten
  • berufliche Eingliederung der aus dem Arbeitsmarkt ausgegrenzten Personen
  • Chancengleichheit von Frauen und Männern auf dem Arbeitsmarkt und Gleichbehandlung am Arbeitsplatz
  • Bekämpfung der sozialen Ausgrenzung

Europa 2020

Die Initiative 2020, eine „Strategie für intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum“, wurde im Sommer 2010 beschlossen, um die mit dem Vertrag von Lissabon abgeschlossene Lissabon-Strategie zu ersetzen. Die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise, so der Leitgedanke, sei eine tiefe Zäsur. Insofern solle das Jahr 2010 für einen Neuanfang stehen, in dem Lösungen für die europaweit anstehenden Probleme erarbeitet werden: Arbeitsplatzverlust, Staatsverschuldung, Bankenkrise und damit die Bedrohung des sozialen Zusammenhalts der Gesellschaften.

„Europa 2020“ ist eine Vision der europäischen sozialen Marktwirtschaft im nächsten Jahrzehnt mit den folgenden drei Leitlinien:
  • „Intelligentes Wachstum“: auf Wissen und Technologie gestütztes Wirtschaften
  • „Nachhaltiges Wachstum“: ressourcenschonende, ökologische und klimaneutrale Produktionsweisen
  • „Integratives Wachstum“: hohe Beschäftigungsraten mit hohem sozialem Zusammenhalt

Das Europäische Bildungsprogramm für lebenslanges Lernen

Am 1. Januar 2007 ist das EU-Bildungsprogramm für lebenslanges Lernen in Deutschland an den Start gegangen. Mit einem Budget von fast sieben Milliarden Euro fördert das bislang größte europäische Bildungsprogramm von 2007 bis 2013 den Austausch von Lernenden und Lehrenden aller Altersstufen sowie die Zusammenarbeit von Bildungseinrichtungen in Europa. Das Programm deckt mit seinen vier Einzelprogrammen alle Bildungsbereiche und Altersgruppen ab:
  • COMENIUS (Schulbildung),
  • ERASMUS (Hochschulbildung),
  • LEONARDO DA VINCI (berufliche Bildung) und
  • GRUNDTVIG (allgemeine Erwachsenenbildung)

Ergänzt werden diese Programmlinien durch ein bereichsübergreifendes Querschnittsprogramm (politische Zusammenarbeit, Sprachenlernen, Informations- und Kommunikationstechnologie, Verbreitung) sowie die Aktion JEAN MONNET (Lehrangebote und Forschungsvorhaben im Bereich der europäischen Integration). Mit eTwinning fördert die EU im Programm für lebenslanges Lernen die virtuelle Zusammenarbeit von Schulen in Europa. [zurück][1]2[3][4][vor]
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