Lernziele

Europäische Union

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Der europäische Binnenmarkt erlaubt den freien Verkehr von Waren, Dienstleistungen und Kapital und ermöglicht Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern mit europäischer Staatsangehörigkeit, überall in der EU eine Beschäftigung aufzunehmen. Doch die Europäische Union ist nicht nur eine Wirtschaftsgemeinschaft, sie ist auch eine soziale Gemeinschaft, in der alle Mitgliedstaaten sowie ihre Bürgerinnen und Bürger Verantwortung tragen.

Um EU-Bürgerinnen und -Bürgern, die in einem anderen EU-Land Arbeit suchen, ein vergleichbares Niveau an sozialer Sicherung zu gewährleisten, hat die Union europaweite Sozialabkommen geschlossen. Im Mittelpunkt stehen dabei die nachhaltige Entwicklung der sozialen Sicherungssysteme, die Förderung sozialer Gerechtigkeit und die Stärkung der Chancengleichheit.

Dabei sind die nationalen Sicherungssysteme der Mitgliedstaaten sehr unterschiedlich. Um einen Sozialabbau im Rahmen der Globalisierung und Öffnung der Grenzen zu verhindern, hat die Europäische Union soziale Mindeststandards festgelegt.

Der europäische Arbeitsmarkt wird für EU-Bürgerinnen und -Bürger immer wichtiger. Um ein hohes Maß an Beschäftigung zu gewährleisten, haben die EU-Mitgliedstaaten ein dauerhaftes Wirtschaftswachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen zu ihren Prioritäten erklärt.

Lernziele

Die Schülerinnen und Schüler erkennen, welche Auswirkungen der europäische Binnenmarkt und die Globalisierung auf die nationalen Arbeitsmärkte und Sozialsysteme haben. Ihnen wird bewusst, dass ein hohes Niveau an Bildung, gute Qualifikationen und geografische Mobilität in Zukunft wichtige Voraussetzungen für ein erfolgreiches Arbeitsleben sind.

Außerdem erfahren sie, welche Bildungs- und Arbeitsmöglichkeiten es in den EU-Mitgliedstaaten für sie gibt und welche Förderprogramme sie nutzen können. Die Jugendlichen verstehen, dass es zugleich notwendig ist, soziale Rechte international abzusichern, und lernen die Grundlagen dafür kennen.

Methodische Hinweise

Viele Jugendliche haben eines oder mehrere EU-Mitgliedsländer bereits durch Urlaubsreisen oder Sprachkurse kennen gelernt. Aber haben sie auch schon über die Möglichkeit, im Ausland zu arbeiten oder zu studieren nachgedacht? Die vorhandenen Kenntnisse über die soziale Absicherung und vertragliche Regelungen innerhalb der EU werden ebenfalls eher gering sein. Es empfiehlt sich deshalb, die Unterrichtseinheit mit einer Phase der aktiven Informationsbeschaffung zu beginnen.

Zum Einstieg in das Thema erstellen die Schülerinnen und Schüler eine Liste mit positiven Punkten, die eine Ausbildung oder einen Job im Ausland für sie bringen könnte, und stellen dieser eine Liste mit Problemen, auf die sie bei einer Arbeit im Ausland stoßen könnten, gegenüber. Anschließend wählen die Schülerinnen und Schüler je nach Interesse ein Mitgliedsland aus. Sie sammeln Informationen über die dortigen Arbeits- und Studienbedingungen, relevante Arbeitsmarktdaten, Förderprogramme, Arbeitsagenturen, Beratungsstellen und Ansprechpartner sowie die sozialen Sicherungssysteme. In Projektgruppen tragen sie ihr Wissen zusammen und erstellen für jedes Land Informationsblätter, die sie anschließend in der Klasse verteilen.

Danach betrachten sie noch einmal die Liste mit den Problemen und überlegen, ob sie nun wissen, wie sie diese lösen oder wo sie Unterstützung erhalten könnten. Im Anschluss untersuchen sie, welche Vereinbarungen die EU-Mitgliedstaaten zur Sozialpolitik getroffen haben. Sie recherchieren, wie die EU die Mitgliedstaaten unterstützt und tragen in Projektgruppen ihre Erkenntnisse zusammen. In der Klasse diskutieren sie auf Basis dieses Wissens, vor welchen Herausforderungen die EU steht und wie diese zu meistern sind.
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