Lernziele

60 Jahre Kriegsende

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Nach sieben Jahren Krieg stehen im Mai 1945 die Waffen still. Über 50 Millionen Menschen haben ihr Leben verloren, davon allein 20 Millionen Zivilisten. Die meisten Großstädte liegen in Schutt und Asche. Hunderttausende Flüchtlinge suchen ein neues Zuhause. Lebensmittel, Kleidung und Wohnraum sind knapp, die Sorge um die Existenz bestimmt den Alltag.

Die Sozialpolitik steht vor einer großen Herausforderung. Gesteuert wird sie in den nächsten Jahren von den alliierten Siegermächten.

Das heutige System der sozialen Sicherung ist zwischen 1945 und 1949 von den Besatzungsmächten stark beeinflusst worden. Grundlage damals wie auch heute ist die Bismarcksche Sozialgesetzgebung von 1883.

Lernziele

Die Schülerinnen und Schüler sollen sich mit den sozialpolitischen Bedingungen und Veränderungen nach Kriegsende und den Jahren danach auseinandersetzen.

Sie verschaffen sich einen Überblick über die Aufteilung Deutschlands in die Besatzungszonen und die damit zusammenhängenden wichtigsten politischen Ereignisse. Sie ergründen die sozialpolitischen Herausforderungen, die sich nach dem zweiten Weltkrieg stellten und setzen sich mit der Situation der sozialen Sicherung in dieser Zeit auseinander. Die Jugendlichen lernen die Ziele der Alliierten in den westlich und den sowjetisch besetzen Gebieten und die daraus entstandenen Folgen kennen.

Methodische Hinweise

Zum Einstieg in das Thema eignet sich eine Diskussion zum 60. Jahrestag des Kriegsendes. Die Jugendlichen sollen sich dazu mit der Bedeutung des Kriegsendes sowie mit den historischen Ereignissen der Folgejahre auseinandersetzen.

Im Internet recherchieren die Schülerinnen und Schüler nach Texten, Dokumenten und Zeitzeugeninterviews zur sozial- und gesellschaftspolitischen Lage in der Nachkriegszeit. Dies kann arbeitsteilig in Kleingruppen erfolgen. Die Ergebnisse werden in Form von Material- und Informationsblättern präsentiert.

Für die Erarbeitung und Darstellung regionaler Begebenheiten recherchieren die Schülerinnen und Schüler in Stadtarchiven. Zudem entwickeln sie Fragen für Interviews, die sie anschließend mit Zeitzeugen aus dem Verwandten- oder Bekanntenkreis durchführen. Die Schülerinnen und Schüler erstellen anknüpfend daran eine eigene Zeitung – denkbar als "Extrablatt" zum Thema 60 Jahre Kriegsende, in der sie ihre Ergebnisse und Interviews aufbereiten und darstellen.
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