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Große Koalitionen in Deutschland

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„Als Große Koalition bezeichnet man allgemein die Koalition zwischen zwei großen Parlamentsparteien, die gemeinsam eine Mehrheit im Landes- oder gesamtstaatlichen Parlament haben.“ (zitiert nach www.wikipedia.de)

Große Koalition in Deutschland/Bundesebene

Eine Koalition der großen Volksparteien CDU/CSU und SPD. Auf Bundesebene sind große Koalitionen selten. Die erste große Koalition amtierte 1966 – 1969 unter Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger (CDU). Vizekanzler und Außenminister war Willy Brandt (SPD). Die zweite Große Koalition regiert seit dem 22. November 2005 unter der ersten Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Vizekanzler und Arbeitsminister ist Franz Müntefering (SPD).

Die erste große Koalition der Bundesrepublik Deutschland (1966 – 1969)

Nach dem Rücktritt Konrad Adenauers (CDU) wählte das Parlament Ludwig Erhard (CDU) am 17.10.1963 zum Bundeskanzler. Seine Wahl fand zur Mitte der Legislaturperiode des 4. Deutschen Bundestages (1961-1965) statt. In den folgenden zwei Jahren setzte Erhard die so genannte "kleine Koalition" aus CDU/CSU und FDP fort.

Bei den Wahlen zum 5. Deutschen Bundestag am 19. September 1965 gelang es der kleinen Koalition, ihre Mehrheit zu verteidigen (CDU/CSU: 245 Mandate, SPD 202 Mandate, FDP 49 Mandate). Doch die Koalition aus CDU/CSU und FDP erwies sich als instabil. Nach der Wiederwahl Erhards schlitterte die Bundesrepublik in die erste Rezession nach dem Zweiten Weltkrieg.

Das Bruttosozialprodukt fiel 1967 erstmals unter die Nullgrenze. Die Arbeitslosenzahlen stiegen zum gleichen Zeitpunkt auf den Höchstwert von 2,1 Prozent (circa 700 000 Arbeitslose). Beunruhigt zeigten sich viele Demokraten von den Wahlerfolgen der NPD, die 1966 mit 7,9 Prozent in den Hessischen Landtag und mit 7,4 Prozent in den Bayerischen Landtag einzog.

Auch der rapide Autoritätsverlust Erhards in seiner eigenen Partei und die hohen Verluste der FDP bei der Bundestagswahl trugen zum Niedergang der kleinen Koalition bei. Das Bündnis scheitete letztendlich, weil CDU und CSU auf Steuererhöhungen zur Deckung des Haushaltslochs von 4 Milliarden DM bestanden. Daraufhin traten die vier FDP-Minister am 27. Oktober 1966 zurück.

Am 30. Oktober folgte der Rücktritt Ludwig Erhards. Eine große Koalition aus CDU/CSU und SPD wählte am 1. Dezember den ehemaligen Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg, Kurt Georg Kiesinger, zum Bundeskanzler (356 Ja-Stimmen, 112 Nein-Stimmen, 26 Enthaltungen). Das neue Bündnis kam maßgeblich auf Betreiben des SPD-Fraktionsvorsitzenden Herbert Wehner zustande, der nach dem Scheitern Erhards Kontakt zu Kiesinger aufgenommen hatte. Die große Koalition verfügte über eine Mehrheit von 447 Abgeordneten. Ihr standen 49 Abgeordnete der FDP gegenüber. zurück1[2][3][4][vor]
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