Wie Europa funktioniert
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Die Europäische Union besteht derzeit aus 27 Mitgliedstaaten und ist mit rund einer halben Milliarde Menschen der größte einheitliche Markt. Das stärkt die Stellung der EU im globalen Wettbewerb.
Die bislang größte und historisch bedeutsamste Ausweitung der EU ist gleichzeitig auch die schwierigste. Das Gefälle zwischen Arm und Reich, Ost und West ist nach wie vor enorm. Die gesamteuropäischen Fördermittel müssen gerecht verteilt werden – eine große Herausforderung für die gewachsene Einheit.
Die Erweiterung nach Osten bringt jedoch auch viele Vorteile, die die Risiken rechtfertigen. Sie ist die Voraussetzung dafür, die frühere Spaltung Europas in Ost und West endgültig zu überwinden und einen friedlichen Kontinent zu etablieren, in dem überall die gleichen demokratischen und freiheitlichen Systeme bestehen.
Stationen der europäischen Einigung
Am Anfang waren es vor allem wirtschaftliche Aspekte, die die Einigung Europas vorantrieben. In einem gemeinsamen europäischen Binnenmarkt kann besser und billiger produziert werden als in einer nationalen Volkswirtschaft. Grenzkontrollen, Kursschwankungen und nationale Zulassungsverfahren fallen weg und erleichtern den Warenverkehr. Die Verbraucher profitieren von einem größeren Angebot und günstigeren Preisen.Die europäische Integration war jedoch auch von Beginn politisch motiviert: Sie sollte den Frieden auf dem Kontinent sichern. Nach zwei Weltkriegen hatten die Menschen das Bedürfnis, eine intensive, eng verflochtene Zusammenarbeit zwischen den europäischen Staaten zu entwickeln, damit Konflikte künftig nicht mehr mit kriegerischen Mitteln, sondern nur noch durch gemeinschaftliche Entscheidungsverfahren gelöst werden können.
Ein weiterer Beweggrund für den europäischen Einigungsprozess ist die Erkenntnis, dass viele grenzüberschreitende Probleme (z. B. beim Umweltschutz oder bei der Terrorismusbekämpfung) besser gemeinsam gelöst werden können als im nationalen Alleingang. Seit dem Ende des Kalten Krieges trägt die EU außerdem eine immer größere weltpolitische Verantwortung, beispielsweise wenn es um internationale Krisenbewältigung und die Zusammenarbeit mit den Entwicklungsländern geht.
Nicht zuletzt ist Europa eine Kulturgemeinschaft. Die Einigung basiert auf gemeinsamen Werten (Freiheit, Demokratie, Achtung der Menschenrechte und Grundfreiheiten sowie der Rechtsstaatlichkeit) und dem Bestreben nach guten nachbarschaftlichen Beziehungen und Völkerfreundschaft. zurück1[2][3][vor]
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