Europäische Union

Eine starke Gemeinschaft

| Bild: Europakarte | „Die Einheit Europas war ein Traum weniger. Sie wurde eine Hoffnung für viele. Sie ist heute eine Notwendigkeit für alle.“

Konrad Adenauer (CDU), von 1949 bis 1963 erster Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland

Europa ohne Grenzen

Jeder Bürger der Europäischen Union (EU) kann sich in jedem EU-Mitgliedsland frei bewegen, in mittlerweile 17 (von 27) EU-Staaten mit dem Euro bezahlen und viele europäische Grenzen ohne Zollkontrollen passieren. Für Arbeitslose, die in ihrem Heimatland keinen passenden Job finden, bietet der europäische Arbeitsmarkt neue Chancen. Alle EU-Bürger dürfen grundsätzlich in jedem Mitgliedstaat arbeiten, das nennt sich in der EU-Fachsprache „Freizügigkeit der Arbeitnehmer“. Schüler, Studierende und Auszubildende können ihre Ausbildung teilweise oder ganz in einem anderen EU-Land absolvieren.

(Soziale) Grundrechte in Europa

Die Europäische Union hat sich in den letzten Jahrzehnten auch zu einer Wertegemeinschaft entwickelt. Dies zeigt sich beispielsweise an der „Charta der Grundrechte, die Ende des Jahres 2009 rechtsverbindlich wurde. In ihr wurden die gemeinsamen Werte der EU-Mitgliedstaaten zusammengefasst. Sie beinhaltet viele klassische Bürgerrechte, etwa das Wahlrecht, aber auch politische, wirtschaftliche, gesellschaftliche sowie soziale Rechte.

Vertrag von Lissabon

Europa hat sich in den vergangenen 50 Jahren verändert – Grund genug für eine Reform der Europäischen Union. Seit Dezember 2009 hat sie eine neue vertragliche Grundlage, den „Vertrag von Lissabon“. Damit sollen die Institutionen der Europäische Union demokratischer, übersichtlicher und handlungsfähiger werden. Das Europäische Parlament als Vertretung der Bürger bekommt mehr Einfluss. Durch ein Bürgerbegehren kann die Bevölkerung ihre eigenen Themen auf die EU-Tagesordnung setzen. Für eine gemeinsame politische Linie sollen zwei Ämter sorgen: ein hauptamtlicher Ratspräsident, der den Vorsitz des Europäischen Rates führt, und ein „Hoher Vertreter für die Außen- und Sicherheitspolitik“, eine Art Außenminister.

Youth on the move

Die Initiative Youth On the Move der Europäischen Kommission fördert Lernaufenthalte im Ausland. Sie ist Teil der Strategie „Europa 2020“ und zielt darauf ab, durch verbesserte Bildungsmöglichkeiten mehr junge Menschen in Arbeit zu bringen. http://ec.europa.eu/youthonthemove/


Lernen mit Europa

In vielen Studiengängen gehören sie schon dazu: Auslandssemester oder -praktika. In der Ausbildung sind Auslandsaufenthalte jedoch immer noch selten. Die EU hat sich daher zum Ziel gesetzt, die Lernmobilität aller Altersgruppen und Ausbildungszweige zu fördern. Denn im Berufsleben wird immer mehr Wert auf Sprachen und Kompetenzen im Umgang mit verschiedenen Kulturen gelegt. So vielfältig wie die EU-Länder sind auch ihre Ausbildungssysteme. Seit 2008 gibt es den Europäischen Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen (EQR). Der EQR legt auf acht Rangstufen Lernergebnisse fest, also was jemand weiß, versteht und praktisch tun kann. Er gilt für die allgemeine und berufliche Bildung. Wenn alle EU-Mitgliedstaaten den EQR in die Praxis umgesetzt haben, werden die Zeugnisse von Bewerbern Hinweise auf die EQR-Rangstufen enthalten. So soll der Vergleich zwischen nationalen Qualifikationen vereinfacht und die Mobilität von Lernenden und Arbeitnehmern gefördert werden.
Gute Möglichkeiten bietet auch das Programm „Lebenslanges Lernen 2007-2013“, das die folgenden Einzelprogramme vereint; Ansprechpartner sind Lehrer und Ausbilder:

Leonardo da Vinci: fördert unter anderem die Mobilität von Auszubildenden.
Comenius: unterstützt Schulpartnerschaften sowie die Mobilität von Schülern und Lehrenden an allgemeinbildenden Schulen.
Erasmus: fördert Studierende bei Aufenthalten an europäischen Hochschulen sowie europaweite Unternehmenspraktika.
Grundtvig: fördert Kurse und innovative Lehr- und Lernmethoden in der Erwachsenenbildung.


Im Rahmen des EU-Förderprogramms Leonardo da Vinci können Auszubildende bereits heute zwischen zahlreichen Projekten wählen. Der Auslandsaufenthalt wird als Bestandteil der deutschen Ausbildung anerkannt. Die in dieser Zeit gesammelten beruflichen Erfahrungen werden im europass Mobilität dokumentiert. Der europass Mobilität ist ein Dokument, in dem man seine Lernaufenthalte im europäischen Ausland offiziell beglaubigen und dokumentieren kann. Er ist in der gesamten EU gültig und macht sich auch gut in Bewerbungsmappen.



Am 9. Mai ist Europatag

Die Grundideen der heutigen Europäischen Union hat der damalige französische Außenminister Robert Schuman zum ersten Mal in einer Rede am 9. Mai 1950 dargelegt. Dieser Tag gilt deshalb als Geburtstag der EU. Weitere Infos unter http://europa.eu/abc/symbols/9-may/index_de.htm




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Stand Juli 2011
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[3 Kommentare]Kommentare
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Frauke Hagemann am 28.01.2009 / 11:12
Hallo Sati, rechts finden Sie unter Politik: Arbeitsblätter + Schaubilder und unter Politik: Hintergründe zum aktuellen Thema "Wie Europa funktioniert" und Material zur EU-Reform 2007. Viele Grüße Sati am 15.12.2008 / 21:48
das was hier drin steht find ich gut, doch es fehlt sehr viel was sehr wichtig ist. EU parlament, Kommission usw. usf. kuno am 27.11.2008 / 11:43
"Freizügigkeit der Arbeitnehmer" - das find ich gut :-)
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