Globale Herausforderung

Globalisierung gerecht gestalten

| Bild: Globus auf dem ein Junge surft | „Im Zimmer des 14-jährigen Fabian Seel in Berlin ist die Welt zu Hause. Überall finden sich Produkte, die Fabian oder seine Eltern zwar hier gekauft haben, die aber aus dem Ausland kommen: der Computer etwa, die Bausteine und auch das Regal. In den vergangenen Jahren ist es immer einfacher und billiger geworden, Waren über weite Strecken zu transportieren. Zudem erlauben immer mehr Länder anderen, ihre Produkte bei ihnen zu verkaufen, ohne hohe Zölle zu verlangen.

Quelle: Flora Wisdorff: Das total globale Jugendzimmer, www.welt.de, 26. Januar 2009, bearbeitet

Weltweite Verflechtungen

Die Globalisierung ist kein Naturereignis, sondern von den Menschen gewollt und gefördert – und das schon seit Jahrhunderten. Menschen, Institutionen und Nationen vernetzen ihre Beziehungen in Wirtschaft, Politik, Kultur, Kommunikation oder in Umweltfragen weltweit immer stärker. Dadurch entsteht eine dichte internationale Zusammenarbeit, aber auch ein verschärfter globaler Wettbewerb. Um kostengünstig produzieren zu können, verlagern viele deutsche Unternehmen ihre Arbeitsplätze in andere Länder. Teilweise produzieren sie dort unter problematischen Arbeitsbedingungen, teilweise setzen sie vor Ort neue soziale und ökologische Standards. Dank der Globalisierung sind in Deutschland auch viele neue Arbeitsplätze entstanden, denn deutsche Unternehmen haben bessere Möglichkeiten, ihre Produkte in der ganzen Welt anzubieten. Dieser Export von Waren spielt gerade für Deutschland eine entscheidende volkswirtschaftliche Rolle.
Die Bundesregierung setzt sich auf internationaler Ebene dafür ein, weltweit einheitliche Sozialstandards und Arbeitnehmerrechte zu schaffen. Ziel ist es, den Globalisierungsprozess sozial gerechter zu gestalten und gleichzeitig im internationalen Wettbewerb zu bestehen.

| Bild: Schaubild Pro Kontra Globalisierung
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Corporate Social Responsibility (CSR)

Immer mehr Unternehmen übernehmen freiwillig gesellschaftliche Verantwortung (Corporate Social Responsibility). Konkret kann dies zum Beispiel bedeuten, auf fairen Handel zu achten, sich für die Abschaffung von Zwangs- und Kinderarbeit einzusetzen oder auf nachhaltige, ressourcenschonende Produktionsbedingungen zu achten. Es gibt mehrere Leitsätze, auf denen CSR aufbaut: die Richtlinien der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) für multinationale Unternehmen, den „Global Compact“ der Vereinten Nationen und die dreigliedrige Grundsatzerklärung der Internationalen Arbeitsorganisation über multinationale Unternehmen und Sozialpolitik. Ziel des „Aktionsplans CSR“ der Bundesregierung ist es nun, solche Unternehmen zu unterstützen und ihre CSR-Aktivitäten bekannter zu machen. Weitere Infos unter www.csr-in-deutschland.de


| Bild: Schaubild Vom Rohstoff zum Verbraucher
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Quelle: Fred Scholz: Entwicklungsländer, Braunschweig 2006, S. 130


Arbeitsaufträge


Stellen Sie in einer Tabelle gegenüber, welche Vor- und Nachteile die Globalisierung für Sie persönlich hat. Begründen Sie, welche Seite aus Ihrer Sicht schwerer wiegt.


Stand Juli 2011
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[3 Kommentare]Kommentare
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Martin am 05.12.2010 / 20:23
Ich finde den Text gut geschrieben und verwende ihn im Unterricht kuno am 27.11.2008 / 11:21
Glaub ich nicht! In der westlichen Welt sinken die Löhne ja jetzt schon, weil in Entwicklungsländern viel billiger produziert werden kann ... flyandaway am 27.11.2008 / 10:38
Ich glaub, dass unterm Strich durch die Globalisierung die Armen noch ärmer und die Reichen noch reicher werden ...
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