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Arbeitswelt im Umbruch

| Bild: Motivbild zum Artikel 'Arbeitswelt im Umbruch'
Foto: Fotolia,
contrastwerkstatt
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Der Leitspruch „Einmal bei Krupp, immer bei Krupp!“ gilt schon lange nicht mehr. Die moderne Arbeitswelt verlangt Flexibilität, die Bereitschaft zum lebenslangen Lernen, soziale Fähigkeiten und eine gute Ausbildung, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können.

Fachkräfte gesucht!

Die Startbedingungen für Schulabgänger haben sich verbessert. Es gibt wieder mehr Ausbildungsstellen und Arbeitsplätze. Weil die Geburtenrate sinkt, starten Jahr für Jahr immer weniger Schulabgänger ins Berufsleben. Zeitungen titeln bereits: „Azubis verzweifelt gesucht!“ oder „Du hast die freie Wahl!“.

Aber ganz so einfach ist es nicht. Nach wie vor können viele Jugendliche, vor allem solche mit niedrigerem Schulabschluss oder aus strukturschwachen Gegenden, kaum eine Ausbildungsstelle finden. Gleichzeitig werden viele Ausbildungsplätze nicht besetzt. Die Gründe sind unterschiedlich. Einerseits weil Unternehmen nicht die passenden Bewerber finden, andererseits weil in einigen Branchen nicht genügend Interessenten vorhanden sind. Bis zum Jahr 2025 wird es laut Bundesagentur für Arbeit 6,5 Millionen weniger Arbeitskräfte in Deutschland geben. Das sind rund 15 Prozent weniger als heute. Dabei werden auf dem Arbeitsmarkt fast ausschließlich Fachkräfte gesucht, also Personen mit mindestens einer abgeschlossenen Berufsausbildung oder einem gleichwertigen Abschluss.

Wirtschaftsexperten warnen bereits jetzt vor einem Fachkräftemangel in Deutschland. Die Politik steht dabei vor der Aufgabe, Rahmenbedingungen zu schaffen, um Menschen, die bisher am Rand des Arbeitsmarktes standen, in Beschäftigung zu bringen, also Jobs und Menschen zusammenzubringen.

Berufsbiografie früher und heute

Früher war der Berufsweg meist vorgegeben. Wer in einer Firma Fuß gefasst hatte, konnte sich seines Arbeitsplatzes in der Regel sicher sein. Diese Sicherheit gibt es nicht mehr. Heutige Lebensläufe zeigen viel öfter Brüche oder Sprünge:

  • Praktika,
  • Zeiten der Arbeitslosigkeit oder Selbstständigkeit,
  • Elternzeiten,
  • selbst gewählter Arbeitsplatzwechsel,
  • befristete Beschäftigungsverhältnisse,
  • Umorientierung und erneutes Durchstarten.

Wege, um bis zum Jahr 2025 den Bedarf an Fachkräften zu decken
Excel-Datei zum Schaubild | Bild: Tabelle 'Perspektive für 2025' differenziert für  Jugendliche/junge Erwachsene, Frauen, Ältere und Zuwanderer.
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Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Perspektive 2025, Januar 2011.
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Arbeit verändert sich

Schon heute arbeiten zwei Drittel der Beschäftigten im Bereich Dienstleistungen. Vor allem wissensbasierte und soziale Dienste wie Pflege, Erziehung und Betreuung sind gefragt. Auch die Freizeitindustrie und die Gesundheitsindustrie, die Medizintechnik und die Biotechnik sowie Verkehr, Logistik und Kommunikationstechnologien gehören zu den Zukunftsbranchen. Wir werden also künftig weniger in Fabriken und Büros, nach festen Arbeitszeiten und in klaren Rangordnungen arbeiten. Selbstständiges Denken und Handeln sowie Flexibilität und lebenslanges Lernen bestimmen die Arbeitswelt der Zukunft, was den psychischen Druck auf die Beschäftigten erhöhen kann. Die Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie, kurz GDA, eine Aktion von Bund, Ländern und Unfallversicherungsträgern, setzt sich deshalb nicht nur für die Sicherheit am Arbeitsplatz, sondern zunehmend auch für die psychische Gesundheit der Arbeitnehmer ein. Zudem plant das Bundesministerium für Arbeit und Soziales eine Kampagne zur Bekämpfung psychischer Überlastung im Job.

Chancen und Herausforderungen für die Arbeitnehmer von morgen
Excel-Datei zum Schaubild | Bild: Tabelle mit den Chancen und Herausforderungen für die Arbeitnehmer von morgen.
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Quelle: eigene Darstellung
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Arbeitsauftrag Sekundarstufe II
  1. Entwerfen Sie ihren Berufsweg. Wie und in welchen Etappen wollen Sie in Zukunft arbeiten?
Arbeitsaufträge Sekundarstufe I
  1. Fasse in Stichpunkten zusammen, welche Fähigkeiten neben fachlichen Kenntnissen in der Arbeitswelt von heute gefragt sind. Überlege, welche dieser Fähigkeiten du bereits mitbringst, und an welchen du noch arbeiten musst.
  2. Führt eine Gesprächsrunde zu den Chancen und Herausforderungen des Arbeitnehmers von morgen. Nutzt dazu das gleichnamige Schaubild. Welche der genannten Entwicklungen findet ihr positiv, welche negativ? Begründet eure Entscheidung.


Stand Juli 2012
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Hans-Martin am 30.03.2010 / 10:27
Diese Seite ist die beste, die ich je gesehen habe. Die einzige, die ich so toll finde. am 05.02.2009 / 09:20
hier ist viel zu viel geschrieben worden!!!! aber der inhalt ist gut!!