Corporate Social Responsibility (CSR): gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen
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Können Unternehmen gesellschaftliche Verantwortung übernehmen und Gewinne machen? Diese Frage stellt sich besonders in Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise, in denen Banken mit risikobehafteten Geschäften Volkswirtschaften in aller Welt gefährden und in denen Unternehmen mit ihren Produktionen dorthin ziehen, wo die Löhne am günstigsten sind, um den Verbraucherinnen und Verbrauchern im eigenen Land möglichst günstige Preise bieten zu können.
Unternehmen übernehmen Verantwortung
In vielen deutschen Unternehmen besteht im Kontext der sozialen Marktwirtschaft eine lange Tradition verantwortlichen Handelns und der Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung. Auch im Grundgesetz Artikel 14, Absatz 2 heißt es: „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen“. Mit den heute als Corporate Social Responsibility (CSR) bezeichneten Aktivitäten kann diese Tradition weiter verstärkt und an die neuen Herausforderungen einer globalen Wirtschaftswelt angepasst werden.Der Begriff Corporate Social Responsibility fällt in Deutschland seit den 1990er-Jahren immer häufiger in den Blickpunkt unternehmerischer Initiative und internationaler Politik. CSR, so formuliert die Europäische Union in ihrem „Grünbuch – Europäische Rahmenbedingungen für die soziale Verantwortung der Unternehmen“, ist ein „Konzept, das den Unternehmen als Grundlage dient, auf freiwilliger Basis soziale Belange und Umweltbelange in ihre Unternehmenstätigkeit und in die Wechselbeziehungen mit den Stakeholdern zu integrieren.“
Bei CSR geht es um Unternehmen, die freiwillig soziale, ökologische und gesellschaftliche Verantwortung übernehmen – über ihre rechtlichen Pflichten hinaus. Sie betreiben ein nachhaltiges Kerngeschäft, handeln verantwortlich, integer, transparent, legen Rechenschaft ab, sind vorausschauend im Umgang mit Risiken und beziehen so genannte Anspruchsgruppen (Stakeholder) mit ein. Unternehmen, die sich ihrer sozialen, ökologischen und gesellschaftlichen Verantwortung bewusst sind, achten darauf, mitarbeiterfreundliche Strukturen in ihrem Unternehmen aufzubauen, qualifizierte Ausbildungsplätze zu schaffen, energiebewusst zu produzieren oder nachwachsende Rohstoffe zu verwerten.
CSR ist damit Ausdruck eines neuen Zusammenspiels zwischen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft und ist als zeitgemäßes Element der Sozialen Marktwirtschaft zu betrachten. Es geht um die Verantwortung von Unternehmen für die Gesellschaft und die Umwelt, in der und mit der sie wirtschaften. Es geht um die Bewältigung zentraler Herausforderungen wie zum Beispiel den Klimawandel und die demografische Entwicklung.
Dieses Engagement der Unternehmen will die Bundesregierung fördern und ein positives politisches Umfeld für die CSR schaffen. Grundlage ist dabei die Freiwilligkeit des über den gesetzlichen Rahmen hinausgehenden Engagements. Darüber hinaus fördert die Bundesregierung auch das bürgerschaftliche Engagement in und von Unternehmen über die eigentliche Geschäftstätigkeit hinaus. Diese Aktivitäten werden in der Regel mit Corporate Citizenship bzw. Unternehmensbürgerschaft bezeichnet. Es gibt unzählige Beispiele dafür, dass sowohl Einzelpersonen als auch Unternehmen als Stifter, Spender oder Mäzene auftreten und Teile ihres Eigentums für gemeinnützige Zwecke ausgeben. zurück1[2][3][4][vor]
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