Ferienjobs – das ist zu beachten
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Ferien: endlich Zeit zum Faulenzen und Ausruhen? Weit gefehlt, denn jeder dritte Jugendliche zwischen 12 und 25 Jahren arbeitet in den Ferien (Zahlen: Shell Jugendstudie 2010). Gute Gründe, sich nebenbei ein paar Euro zu verdienen, gibt es genug.
Wenn das Taschengeld für den iPod, Klamotten, Führerschein, Urlaub oder sonstige Extras nicht reicht, gehen viele Jugendliche in den Ferien arbeiten. Ferienjobs bringen mehr als nur Geld: Wer jobbt, gewinnt Einblick in den Berufsalltag. Das erste eigene Gehalt stärkt das Selbstbewusstsein, und die Jugendlichen merken, wie viel sie arbeiten müssen, um ihre Wünsche verwirklichen zu können.
Wo es Ferienjobs und andere Aushilfsjobs gibt, wann und wie lange Jugendliche arbeiten dürfen, wie viele Steuern und Sozialabgaben sie in Beschäftigungsverhältnissen zahlen müssen, erfahren Sie auf diesen Seiten.
Lernziele
Für die Schülerinnen und Schüler ist der erste Ferienjob ein großer Schritt in Richtung Selbstständigkeit; egal, ob sie den Job durch eigene Initiativbewerbung oder Kontakte der Eltern bekommen haben. Sie erfahren ein Stück Arbeitsrealität und kommen dadurch mit einigen wichtigen Themen in Berührung, die ihnen bislang fremd waren. So müssen sie sich beispielsweise mit Versicherungs- und Steuerfragen auseinandersetzen, gegebenenfalls eine Lohnsteuerkarte beantragen und sie lernen die wichtigsten Regelungen des Jugendarbeitsschutzgesetzes kennen.Viele Studierende arbeiten, um Geld für den Lebensunterhalt im Studium zu verdienen oder um von der finanziellen Unterstützung der Eltern unabhängig zu sein. Neben dem Job in den Semesterferien sind für sie vor allem auch kontinuierliche Beschäftigungsverhältnisse im Niedriglohnbereich interessant.
Lehrerinnen und Lehrer können das Thema Ferienjob zum Einstieg in wichtige Themen finanzieller Allgemeinbildung (zum Beispiel Steuern und Sozialversicherung) nutzen, die den Schülerinnen und Schülern sonst nur als Schlagworte aus den Medien bekannt sind. Die Informationen auf dem Arbeitsblatt und Schaubild können den Jugendlichen als Leitfaden dienen, mit dessen Hilfe sie gut informiert und selbstbewusst die Organisation rund um den Ferien- oder Nebenjob bewältigen können.
Methodisch-didaktische Hinweise
Das Arbeitsblatt thematisiert den „echten“ Ferienjob. Am Anfang setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit dem rückgängigen Angebot an traditionellen Ferienjobs als Folge der krisenhaften Arbeitsmarktsituation auseinander. Im zweiten Schritt befassen sie sich damit, welchen Nutzen sie aus einem Ferienjob neben dem erwirtschafteten Geld ziehen können. Anhand eines tatsächlichen Interviews mit einer Abiturientin erstellen die Schülerinnen und Schüler eine Pro- und Kontra-Liste, mittels der sie sich mit den Anreizen und Pflichten eines Ferienjobs auseinandersetzen können. Zusätzlich erhalten Sie eine Checkliste zur Vorbereitung von Vorstellungsgesprächen, mit deren Hilfe sie überprüfen können, ob ein Ferienjob für sie geeignet ist.Das Schaubild vertieft das Thema, indem es die unterschiedlichen Möglichkeiten aufzeigt, neben der kurzfristigen Beschäftigung in den Ferien auch längerfristige Neben- und Aushilfsjobs auszuüben. Diese Informationen richten sich vor allem an ältere Schülerinnen und Schüler oder Studierende, die ein kontinuierliches Beschäftigungsverhältnis, beispielsweise einen Minijob, suchen. Im Schaubild wird das jeweilige Beschäftigungsverhältnis kurz charakterisiert; daneben werden Hinweise zu Steuern und Sozialversicherung gegeben.
Mithilfe der Link- und Lesetipps können die Schülerinnen und Schüler das Thema selbständig weiter erschließen.
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