Berufseinstieg
Zusatzqualifikationen während der Ausbildung / Duales Studium
Nicht nur berufstätige Erwachsene können sich durch Weiterbildungen zusätzliches Wissen aneignen. Auch Auszubildende können bereits während ihrer betrieblichen Ausbildung Zusatzqualifikationen erwerben in EDV-Kursen, im Fremdsprachenunterricht oder in betriebswirtschaftlichen Lehrgängen. Sie können auch die Fachhochschulreife erlangen und nach der Ausbildung ein Studium anschließen. Für praxisorientierte Jugendliche mit Hochschulreife kommen duale Studiengänge an Berufsakademien, Fachhochschulen und vereinzelt an Universitäten in Frage. Unter den vielen Angeboten gibt es über 400 ausbildungsintegrierende Studiengänge, die eine Berufsausbildung und ein Hochschulstudium miteinander verbinden.Die Datenbank „AusbildungPlus“ des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) gibt einen guten Überblick über das Angebot mit Tipps und Erfahrungsberichten.
Infos unter: www.ausbildung-plus.de
Bildungsurlaub
In den meisten Bundesländern haben Arbeitnehmer und Auszubildende Anspruch auf bezahlte Freistellung von der Arbeit, um eine berufliche oder politische Weiterbildung zu besuchen. In der Regel können Arbeitnehmer bis zu fünf Tage Bildungsurlaub pro Jahr nehmen. Geregelt wird dies in den Landesgesetzen der Bundesländer, die teils unterschiedliche Bedingungen an den Bildungsurlaub knüpfen.Weiterbildungspass
Arbeitnehmer können ihre formalen, nicht-formalen und informellen Aus- und Weiterbildungen im „ProfilPASS“ eintragen. Der Pass soll dabei helfen, einen Überblick über die eigenen Qualifikationen zu erhalten, Arbeitgebern vorhandene Kenntnisse besser nachzuweisen und Bildungslücken zu identifizieren.Ziel des Projekts ist es, Menschen den Zugang zu weiterführender Bildung zu erleichtern, die Qualifikationen der Arbeitnehmer zu verbessern und Unterstützung bei der weiteren Lern- und Laufbahnplanung anzubieten. Speziell für junge Arbeitnehmer gibt es den „ProfilPASS für junge Menschen“. Die Entwicklung des Weiterbildungspasses wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und des Europäischen Sozialfonds gefördert.
Infos unter: www.bildungspass.de
Auf Europa-Ebene siehe www.europass-info.de
(Siehe auch unter: Europäische Union)
Bildungsprogramm „Lebenslanges Lernen“
Im Rahmen des EU-Programms „Lebenslanges Lernen“ wird die Europäische Union für Bildungskooperationen zwischen den Jahren 2007 und 2013 etwa sieben Milliarden Euro an Fördermitteln bereitstellen. Vier Einzelprogramme sollen alle Bildungsbereiche und Altersgruppen abdecken:COMENIUS für Schulbildung
ERASMUS für Hochschulbildung
LEONARDO DA VINCI für Berufliche Bildung und
GRUNDTVIG für allgemeine Erwachsenenbildung
Ergänzt werden diese Programme durch ein Querschnittsprogramm (politische Zusammenarbeit, Sprachenlernen) sowie die Aktion JEAN MONNET (Lehrangebote und Forschungsvorhaben im Bereich der europäischen Integration). Mit eTwinning fördert die EU die virtuelle Zusammenarbeit von Schulen in Europa.
Infos unter: www.lebenslanges-lernen.eu
(Weitere Informationen hierzu sowie eine Übersicht über weitere Weiterbildungs- und Mobilitätsprogramme der EU siehe unter Europäische Union)
Bildungsprämie
Die Bundesregierung unterstützt mit der Qualifizierungsinitiative „Aufstieg durch Bildung“ weitere Projekte zum lebenslangen Lernen. So fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit der Bildungsprämie die Bereitschaft zur Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen. Mithilfe von Prämiengutscheinen wird ein Teil der Weiterbildungskosten erstattet. Mit dem Modul „Weiterbildungssparen“ wird im Vermögensbildungsgesetz (VermBG) erlaubt, angespartes Guthaben für Weiterbildungsmaßnahmen zu verwenden.Infos unter: www.bildungspraemie.info
Stand August 2011 [zurück][1][2][3][vor]
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