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Am Anfang jeder Ausbildung stehen einige bürokratische Hürden, die es vor dem eigentlichen Arbeitsbeginn zu bewältigen gilt. Viele Jugendliche wissen nur ansatzweise, was beispielsweise Sozialversicherungsabgaben sind oder wozu man eine Steuer-Identifikationsnummer benötigt.

Zudem endet Lernen heutzutage nicht mehr mit dem Schulabschluss. Weiterbildungen und Zusatzqualifikationen sind längst eine Notwendigkeit – auch während der Ausbildung und danach im Beruf. Sie werden in Zukunft ein wichtiger Schlüssel zum dauerhaften beruflichen Erfolg sein.

Der geradlinige Berufsweg wird immer seltener. Haben Eltern und Großeltern oft ein Leben lang für einen einzigen Arbeitgeber gearbeitet, müssen sich die jungen Menschen heute aus mehrfache Arbeitgeberwechsel oder Berufswechsel einstellen. Das erfordert viel Flexibilität, bringt jedoch auch Abwechslung und neue Kenntnisse. Auch Arbeitgeber profitieren von dem Wissen, das ein neuer Arbeitnehmer mitbringt.

Von Berufsanfängern werden immer häufiger Zusatzqualifikationen wie Fremdsprachen-Kenntnisse und Computer-Kenntnisse vorausgesetzt. Die wenigsten wissen, dass es spezielle Qualifizierungsprogramme für Auszubildende gibt. Um lebenslanges Lernen zu fördern, haben die Bundesregierung und die Europäische Union mehrere Programme initiiert.

Lernziele

Die Jugendlichen werden angeregt, sich mit den Ämtern und Behörden auseinander zu setzen, mit denen sie vor dem Arbeitsbeginn konfrontiert werden. Sie sollen verstehen, dass es wichtig ist, seine Rechten und Pflichten zu kennen und sie gegebenenfalls auch einzufordern.

Zudem sollen sie lebenslanges Lernen als Aussicht auf eine dauerhafte Chance zur persönlichen Entwicklung begreifen und erkennen, dass die Erstausbildung zwar ein wichtiger, aber nur der erste Schritt in ihrem weiteren Berufsleben ist. Sie lernen beispielhafte Weiterbildungswege kennen und erfahren, welche Möglichkeiten für Zusatzqualifizierungen schon während der Berufsausbildung bestehen.

Methodische Hinweise

Als Einstieg in das Thema erstellen die Schülerinnen und Schüler zunächst eine Checkliste mit den Dingen, die sie ihrer Meinung nach vor dem ersten Arbeitstag erledigen müssen. Anschließend recherchieren sie, ob ihre Angaben stimmen und ergänzen die Liste. In Kleingruppen beschäftigen sie sich dann mit den verschiedenen Teilbereichen und stellen die jeweils wichtigsten Informationen zusammen.

Dann erfinden die Schülerinnen und Schüler ihren Lebenslauf, wie er in 30 Jahren aussehen könnte. Sie überlegen, welche Schritte notwendig sind, um das angestrebte Ziel auch wirklich zu erreichen. Dabei achten sie vor allem auf Stationen der Ausbildung und der beruflichen Weiterbildung. Zur Vertiefung kann als Hausaufgabe die Recherche notwendiger Ausbildungsschritte über das Internet, die Berufsberatung oder die Informationsmaterialien der Arbeitsagenturen gestellt werden.

Die fiktiven Lebensläufe sind die Vorbereitung für eine Diskussion über die Voraussetzungen für einen gelungenen Berufseinstieg und über Risiken und Widerstände, die es zu überwinden gilt. Die abschließende Frage sollte sich darum drehen, wo man im Falle von Problemen Beratung und Hilfe finden kann.
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