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Zurzeit gibt es über 350 staatliche anerkannte Ausbildungsberufe und mehr als 9.000 Studienmöglichkeiten – nicht einfach für diejenigen, die sich entscheiden müssen. Umso klarer man sich über die eigenen Wünsche und Stärken ist und umso besser man über die beruflichen Möglichkeiten bescheid weiß, desto einfacher lässt sich ein Weg einschlagen. Auf Hilfen und Beratung von Experten sollte man in dieser wichtigen Phase unbedingt zurückgreifen.

Beratung und Unterstützung

Die Arbeitswelt ist in den letzten Jahren immer komplexer geworden. Junge Menschen, die noch am Anfang ihres beruflichen Lebenswegs stehen, müssen stärker eigene Initiative entwickeln und benötigen Begleitung und Hilfe beim Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf. Die Berufsberatung der Agentur für Arbeit berät Jugendliche mit ihren speziellen Fragen und Problemen, bietet Orientierung und gewährt bei Bedarf finanzielle Hilfen.

Das Berufs-Informations-Zentrum (BiZ) der örtlichen Agentur für Arbeit hält für Jugendliche ein vielfältiges Medien- und Veranstaltungsangebot zu den Themen Ausbildung, Studium und Beruf bereit. Neben Informationsmappen, Büchern und Zeitschriften können sie dort an PC-Arbeitsplätzen in den Datenbanken der Bundesagentur für Arbeit nach Berufen, Ausbildungsplätzen, offenen Stellen oder Weiterbildungen recherchieren.

Ausbildungswege

Betriebliche Berufsausbildung

Industrie, Handel, Handwerk, freie Berufe und öffentliche Verwaltung in Deutschland bilden im dualen System aus: Die Arbeit im Betrieb wird durch den Besuch einer fachlich zugeordneten Berufsschule theoretisch begleitet.

Dieses System sichert der Wirtschaft einen arbeitsmarktnah ausgebildeten Fachkräftenachwuchs und gilt weltweit als ein vorbildliches Modell. Die Auszubildenden erhalten eine tariflich festgelegte Ausbildungsvergütung und sind in der gesetzlichen Kranken-, Pflege-, Renten-, Unfall- und Arbeitslosenversicherung versichert.

Rund 350 staatlich anerkannte Ausbildungsberufe stehen jungen Menschen zur Auswahl. Die Ausbildungsordnungen werden jedes Jahr überprüft und gegebenenfalls an neue Anforderungen angepasst, auch werden hin und wieder ganz neue Berufe eingeführt.

Einen Überblick über neue und modernisierte, duale Ausbildungsberufe bietet das Bundesinstitut für Berufsbildung.

Schulische Berufsausbildung

Neben diesen dualen, betrieblichen Ausbildungen gibt es auch über 100 schulische Ausbildungen an Berufsfachschulen oder Berufskollegs. Die meisten Ausbildungen sind je nach Bundesland unterschiedlich geregelt, beispielsweise bei Altenpflegern oder Erziehern. Andere werden nach bundeseinheitlichen Regelungen ausgebildet wie Gesundheits- und Krankenpfleger (früher Krankenschwester/-pfleger).

Die Ausbildung wird von staatlichen als auch von privaten Schulen angeboten. Praktika ergänzen den Schulunterricht. In der Regel enden diese Ausbildungen nach der Abschlussprüfung mit einem anerkannten Berufsabschluss.

Beamtenausbildung

Zu Beginn einer Laufbahn im öffentlichen Dienst steht die Entscheidung für eine Fachrichtung, etwa Polizei, Feuerwehr, Gewerbeaufsicht, Kommunal-, Finanz-, Zoll- oder Steuerverwaltung.

Die Anwärter werden direkt bei der jeweiligen Behörde und an zentralen Schulen ausgebildet. Die Ausbildungsdauer liegt zwischen einem Jahr und drei Jahren, je nachdem, ob die mittlere oder die gehobene Laufbahn eingeschlagen wird.

Infos unter: www.planet-beruf.de

Über ein Studium zum Beruf

Hochschule

Wer an einer deutschen Universität studieren will, benötigt in der Regel die Allgemeine Hochschulreife (Abitur). Wer an einer Fachhochschule studieren will, muss die Fachhochschulreife (Fachabitur) haben. Bei vielen Studiengängen gibt es bundesweite oder lokale Zulassungsbeschränkungen.

Wer keine Hochschulreife besitzt, kann über den so genannten dritten Bildungsweg unter bestimmten Voraussetzungen an einer Hochschule studieren. Diese Möglichkeit bietet sich vor allem für Berufstätige mit mehrjähriger Berufserfahrung oder bestandener Meisterprüfung an.

Ein Studium besteht aus dem Besuch von Vorlesungen und Seminaren sowie dem Selbststudium. Das Wissen wird durch Hausarbeiten, Klausuren, mündliche Prüfungen und die Erstellung einer schriftlichen Abschlussarbeit abgefragt.

Duales Studium

Eine Ausbildung an einer Berufsakademie verbindet eine dreijährige praktische Ausbildung mit einem theoretischen Studium und wird deswegen auch als Duales Studium bezeichnet. Sie ist eine Alternative zum Hochschulstudium

Infos unter: www.studienwahl.de

(Infos und Programme zur Ausbildung in Europa siehe unter Europäische Union) zurück1[2][3][vor]
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