Berufsfindung
Das Förderprogramm JOBSTARTER
Mit dem Programm JOBSTARTER will die Bundesregierung die Ausbildungsstruktur verbessern, zusätzliche betriebliche Ausbildungsplätze in Problemregionen gewinnen und den Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf erleichtern.Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert beispielsweise Projekte in Branchen und Unternehmensgruppen, die sich bisher unterproportional an der Ausbildung beteiligen.
Bis zum Jahr 2013 stellt das Ministerium Fördergelder in Höhe von 125 Millionen Euro zur Verfügung, einschließlich Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds. Seit dem Start entstanden im diesem Rahmen rund 8600 zusätzliche Ausbildungsplätze. Zuständig für die Umsetzung von JOBSTARTER ist das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in Bonn.
Infos unter: www.jobstarter.de
Einstiegsqualifizierung Jugendlicher (EQ)
Das EQ-Programm (auch EQJ genannt) richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene bis 25 Jahre, die keine Ausbildungsstelle gefunden haben.Die EQ ist eine Art ausbildungsvorbereitendes Praktikum, durch das die Teilnehmer Grundkenntnisse eines Berufs im Betrieb kennen lernen. Das EQ-Programm dauert zwischen sechs und zwölf Monaten und endet mit einem Kammerzertifikat. Eine Übernahme in Ausbildung sollte vom Unternehmen angestrebt werden (vgl. „Ausbildungspakt“).
Arbeitgeber, die EQ anbieten, bekommen einen Zuschuss bis zu 212 Euro (Stand 08/2008) monatlich über die Agentur für Arbeit. Seit Oktober 2007 ist die Förderung der Einstiegsqualifizierung als Arbeitgeberleistung gesetzlich verankert.
Der Abschlussbericht der Begleitforschung zum EQ-Programm bestätigt dessen Erfolg: Im ersten Ausbildungsjahr 2004/2005 haben 17.768 Jugendliche teilgenommen, doppelt so viele waren es mit 32.107 Eintritten im Folgejahr. Im dritten Ausbildungsjahr 2006/2007 steigerte sich die Zahl der Jugendlichen in einer Einstiegsqualifizierung auf 37.576.
Berufsausbildung in einer außerbetrieblichen Einrichtung (BaE)
Wenn Jugendliche oder junge Erwachsene trotz intensiver Bemühungen keine Lehrstelle finden, dann können sie unter bestimmten Umständen eine Berufsausbildung in einer außerbetrieblichen Einrichtung absolvieren.Die förderungsfähige Zielgruppe sind lernbeeinträchtige und sozial benachteiligte junge Menschen. Das können beispielsweise Ausbildungsabbrecher, Aussiedler und Jugendliche mit Migrationshintergrund und Sprachschwierigkeiten oder solche, die auch mit ausbildungsbegleitenden Hilfen eine betrieblichen Ausbildung nicht schaffen.
Während einer Berufsausbildung in einer außerbetrieblichen Einrichtung absolvieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mehrwöchige Betriebspraktika. Ziel ist es, die Ausbildung möglichst nach einem Jahr in einem regulären Betrieb fortsetzen zu können. Zum Teil erfolgt die Ausbildung daher auch in direkter Zusammenarbeit mit den Ausbildungsbetrieben (kooperatives Modell). Die fachtheoretische Ausbildung findet dann in berufsschulischer Form statt. Sozialpädagogische Fachkräfte unterstützen die jungen Erwachsenen durch zusätzliche Unterweisung, Förderung und Betreuung.
Berufsvorbereitungsjahr (BVJ)
Das Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) soll Jugendlichen den Eintritt in das Berufsleben erleichtern. Es wird überwiegend an Berufsschulen angeboten. Zielgruppen sind vor allem Schülerinnen und Schüler ohne Hauptschulabschluss oder Abgänger von Förderschulen.Den Schwerpunkt des BVJ bildet fachpraktischer Unterricht in ein oder zwei Berufsfeldern, ergänzt durch fachtheoretischen und berufsfeldübergreifenden Unterricht. Besondere Angebote gibt es für ausländische Jugendliche, die vor allem Kurse zur Verbesserung der deutschen Sprachkenntnisse vorsehen.
In einigen Bundesländern ist das BVJ Pflicht für alle, die noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben. Es schließt mit einer Prüfung ab. Durch eine Zusatzprüfung können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Hauptschulabschluss oder einen gleichwertigen Bildungsabschluss erwerben. [zurück][1][2]3[4][vor]
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