Berufsfindung
Beratung und Unterstützung
Die Arbeitswelt ist in den letzten Jahren immer komplexer geworden. Junge Menschen, die noch am Anfang ihres beruflichen Lebenswegs stehen, benötigen oft Hilfe beim Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf.Die U25-Teams der Agentur für Arbeit beraten Jugendliche mit ihren speziellen Fragen und Problemen, bieten Orientierung und gewähren bei Bedarf Förderung in Form von Teilnahme an Ausbildungsprogrammen oder Beihilfen.
In den Berufsinformationszentren (BIZ) der örtlichen Arbeitsagenturen können Jugendliche zudem kostenlos in der Datenbank der Bundesagentur für Arbeit nach Ausbildungsplätzen, offenen Stellen oder Weiterbildungsmöglichkeiten suchen und in Job-Datenbanken im Internet recherchieren.
Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)
Um Jugendlichen auch eine Ausbildung zu ermöglichen, die weiter von ihrem Wohnort entfernt liegt, gewährt die Agentur für Arbeit Auszubildenden eine Berufsausbildungsbeihilfe. Die Höhe richtet sich nach der Art der Unterkunft, der Höhe der Ausbildungsvergütung und dem Jahreseinkommen der Eltern. Die BAB ist eine Pflichtleistung der Arbeitsförderung.Die Teilnahme an einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme wird einkommensunabhängig gefördert, wenn sie auf eine Ausbildung vorbereitet oder der beruflichen Eingliederung dient. Die Arbeitsagentur zahlt einen Pauschalbetrag für Lehrgangskosten, Fahrtkosten, Kosten für Lernmittel und Arbeitskleidung.
Mobilitätshilfen
Über die Berufsberatung und Ausbildungsvermittlung können Jugendliche, die bei der Agentur für Arbeit als Ausbildungssuchende registriert sind, Mobilitätshilfen erhalten. Dazu zählen die Übergangsbeihilfe für den Lebensunterhalt bis zur ersten Zahlung der Ausbildungsvergütung, die Ausrüstungsbeihilfe für Arbeitskleidung und -geräte, die Reisekostenbeihilfe für Fahrtkosten beim Antritt einer Ausbildungsstelle und die Umzugskostenbeihilfe.Der „Nationale Pakt für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs“ (Ausbildungspakt)
Wirtschaftsexperten prognostizieren mittelfristig einen Mangel an höher qualifizierten Arbeitskräften in Deutschland. Ursache ist die demografische Entwicklung: Im Jahr 2015 werden wegen des absehbaren Bevölkerungsrückgangs in der Altersgruppe der 35- bis 45-Jährigen bis zu 3,5 Millionen Facharbeiter fehlen.Um diesem künftigen Fachkräftemangel vorzubeugen und die Jugendarbeitslosigkeit zu bekämpfen, hat die Bundesregierung mit Vertretern der Wirtschaft den „Nationalen Pakt für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs“ beschlossen mit den verbindlichen Zielen bis zum Jahr 2010:
- jedes Jahr 30 000 neue Ausbildungsplätze zu schaffen;
- jährlich durchschnittlich 60 000 neue Ausbildungsplätze einzuwerben;
- im Jahr rund 40 000 Plätze für betriebliche Einstiegsqualifizierungen anzubieten und in diesem Zusammenhang eine möglichst hohe Übernahmequote in betriebliche Ausbildung anzustreben.
Der Ausbildungspakt wurde erstmals im Jahr 2004 geschlossen und 2007 um weitere drei Jahre verlängert. Die Pakt-Zusagen wurden bisher meist deutlich erfüllt und in vielen Bereichen sogar weit übertroffen. [zurück][1]2[3][4][vor]
[zur Übersicht] [Drucken] [Versenden]