Hintergrundinformationen

Arbeitsschutz

Projekte und Wettbewerbe zum Arbeitsschutz

Wettbewerb: „Jugend will sich-er-leben“

Der Wettbewerb richtet sich an berufsbildende Schulen und will das Bewusstsein der Berufsschüler für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz schärfen. Die teilnehmenden Schulen bekommen zu einem bestimmten Thema Unterrichtsmaterialien zur Verfügung gestellt. Nach Abschluss des Unterrichtsthemas füllen die Schüler einen Fragebogen aus. Unter allen richtig beantworteten Fragebögen werden die jeweiligen Gewinner ausgelost.

Der erste Preis wird mit bis zu 1.000 Euro prämiert. Veranstaltet und durchgeführt wird der Wettbewerb von den Arbeitskreisen für Arbeitssicherheit, die bei den Landesverbänden der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) angesiedelt sind.

Infos unter: www.jwsl.de und www.next-line.de

Initiative Neue Qualität der Arbeit

Das Ziel der Initiative für Neue Qualität der Arbeit (INQA) ist es, die sozialen Interessen der Beschäftigten an gesunden und gesundheitsförderlichen Arbeitsbedingungen mit den wirtschaftlichen Interessen der Unternehmen zu verbinden. Das Projekt INQA ist ein Gemeinschaftsprojekt von Bund, Ländern, Sozialversicherungen, Sozialpartnern, Stiftungen und Unternehmen.

In Thematischen Initiativkreisen (TIK) untersuchen Experten Fragen zum Arbeitsschutz. Ihr gewonnenes Wissen stellen sie Unternehmen zur Verfügung, zum Beispiel mit der INQA-Datenbank „Gute Praxis“. INQA will eine gesellschaftliche Diskussion zum Thema „Wie wollen wir morgen arbeiten?“ entfachen, neue Formen der Kooperation etwa im Rahmen von Branchenprojekten ausprobieren und Aktivitäten zu Phänomenen wie Mobbing oder Stress anregen. Auch der Mitarbeiterförderung wird mit Hilfe der betrieblichen Gesundheitsförderung oder Qualifizierungsangeboten viel Bedeutung beigemessen.

Infos unter: www.inqa.de

Deutscher Arbeitsschutzpreis

Mit dem Deutschen Arbeitsschutzpreis werden Projekte zur Verhütung von Arbeitsunfällen und Gesundheitsgefahren sowie zur menschengerechten Arbeitsgestaltung ausgezeichnet. Insgesamt werden Preisgelder in Höhe von 40.000 Euro vergeben. Mit dem Preis wollen die Berufsgenossenschaften positive Beispiele aus der Praxis der betrieblichen Prävention einer breiten Öffentlichkeit vorstellen und zur Nachahmung anregen. Der Deutsche Arbeitsschutzpreis ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, des Länderausschusses für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik und der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung.

Infos unter: www.dguv.de

Modellprogramm zur Bekämpfung arbeitsbedingter Erkrankungen

Mit dem „Modellprogramm zur Bekämpfung arbeitsbedingter Erkrankungen“ fördert das Bundesministerium für Arbeit und Soziales seit dem Jahr 1993 Modellvorhaben im Bereich des Arbeits- und Gesundheitsschutzes. Es werden jährlich unterschiedliche Förderschwerpunkte zum Thema „Wandel der Arbeitswelt“ ausgeschrieben. Im Jahr 2010 lautet das Schwerpunktthema: „Demografischer Wandel in der Bauwirtschaft“.

Gefördert werden innovative Projekte über einen Zeitraum von maximal drei Jahren. Der Bund übernimmt bis zu 70 Prozent der Gesamtausgaben für die Durchführung der Projekte.

Infos unter: www.baua.de

Arbeitsschutz in Europa

Seit den Anfängen der Europäischen Einigung steht der Arbeitsschutz auf der sozialpolitischen Agenda der Mitgliedstaaten. In Artikel 137 des EU-Vertrags verpflichtet sich die Europäische Union, die Arbeitsumwelt zum Schutz der Gesundheit und der Sicherheit der Arbeitnehmer zu verbessern. Zu diesem Zweck gründete die EU im Jahr 1994 die „Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz“ (EU-OSHA) in Bilbao, die mit der „Europäischen Stiftung zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen“ in Dublin zusammenarbeitet. Die Agentur stellt den Mitgliedstaaten wissenschaftliche, technische und wirtschaftliche Informationen zum Arbeitsschutz zur Verfügung.

Jedes Jahr veranstaltet die EU-OSHA die „Europäische Woche für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit“, die von einem europaweiten Wettbewerb um gute praktische Lösungen („Good Practice Award“) begleitet wird. In allen EU-Mitgliedstaaten startet der Wettbewerb zunächst national. Die beiden besten Bewerber jedes Landes kommen dann in die EU-weite Endrunde. Mit der Kampagne zur Gefährdungsbeurteilung (2008-2009) ging man erstmals zu einem zweijährigen Kampagnenzyklus über. Die Kampagne 2010/2011 steht unter dem Motto „Gesunde Arbeitsplätze“.

Infos unter: http://osha.europa.eu/de/campaigns/hw2010


Stand Juli 2010 [zurück][1][2]3vor
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