Suchtprävention: Rauchen
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Täglich sterben in Deutschland zwischen 300 und 400 Menschen an den Folgen des Rauchens. Die volkswirtschaftlichen Kosten des Tabakkonsums für die Gesellschaft werden nach Angaben des Bundesministeriums für Gesundheit auf 18,8 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt.
Um gerade Kinder und Jugendliche über die gesundheitlichen Auswirkungen, Gefahren und Risiken des Rauchens zu informieren, beteiligt sich die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) an der Entwicklung und Umsetzung nationaler Aktionspläne und effektiver Programme. Als Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit initiiert sie dabei auch spezielle Informationskampagnen wie „rauchfrei“ und „Be Smart – Don't Start“. Die Präventionsmaßnahmen und deren Ergebnisse werden jedes Jahr im „Drogen- und Suchtbericht“ der Bundesregierung zusammengefasst.
Lernziele
Rauchen ist für die Schülerinnen und Schüler ein allgegenwärtiges Thema in ihrem Alltag: sei es durch Familie, Freundeskreis oder Medien. Gesundheitliche Risiken des Tabakkonsums sind ihnen jedoch meist nur vage bekannt, oder sie werden teilweise verdrängt und verharmlost. Im Unterricht wird es deshalb darum gehen, die Auswirkungen des Rauchens auf den Körper zu konkretisieren und über Präventionsmaßnahmen zu sprechen.Methodisch-didaktische Hinweise
Zunächst sollte in einer kleinen Umfrage ermittelt werden, wie viele Schülerinnen und Schüler der Klasse bereits rauchen. Wann haben sie mit dem Rauchen begonnen und warum? Ist der Raucheranteil im konkreten Fall typisch für Deutschland? Die obere Grafik des Schaubilds zeigt, wie sich die Zahl jugendlicher Raucher und Nie-Raucher zwischen 1979 und 2008 verändert hat. Worauf führen die Jugendlichen den rückläufigen Prozentsatz an Rauchern zurück? Anschließend analysieren sie mithilfe der unteren Grafik, wie Tabakabhängigkeit im Gehirn entsteht und dass sie nicht nur den Körper schädigt, sondern sich auch auf die Psyche negativ auswirkt.Anhand eines Informationstextes der „rauchfrei“-Kampagne auf dem Arbeitsblatt erarbeiten die Schülerinnen und Schüler gesundheitliche Schädigungen durch das Rauchen, die auch zu einem frühzeitigen Tode führen können. Welche Informationen sind der Klasse neu? Durch welche Medien haben die Jugendlichen bereits früher etwas über die Risiken erfahren? Warum haben diese Meldungen die Raucher nicht vom Tabakkonsum abgehalten?
Die Karikatur auf dem Arbeitsblatt thematisiert die Warnhinweise auf Zigarettenschachteln. Die Europäische Union empfiehlt eine Ergänzung der Texte durch Bilder, da sie schneller erfasst werden und sich besser ins Gedächtnis einprägen. Was halten die Jugendlichen von dieser Abschreckungsstrategie? Nach dem Meinungsaustausch setzt sich die Klasse im Rahmen einer Internetrecherche mit weiteren Präventionsmaßnahmen auseinander und überlegt, welches Vorgehen Jugendliche vor dem Tabakkonsum bewahren könnte.
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