Hintergrundinformationen

Suchtprävention: Rauchen

Prävention

Das durchschnittliche Einstiegsalter für den Zigarettenkonsum liegt bei etwa 13 Jahren. Je früher ein Kind mit dem Rauchen beginnt, desto größer ist die Gefahr, abhängig zu werden. Prävention (lateinisch: praevenire „zuvorkommen“) ist daher von zentraler Bedeutung.

Viele Initiativen und gesetzliche Präventionsmaßnahmen, die in den letzten Jahren in Deutschland umgesetzt wurden, gehen auf Empfehlungen der World Health Organisation (WHO) oder auf Richtlinien der Europäischen Union (EU) zurück. Die europäische, aber auch die internationale Zusammenarbeit spielt somit eine große Rolle.

Internationale Vereinbarungen

Im Jahr 2003 verabschiedeten alle Mitglieder der WHO mit der Tabakkonvention das erste weltweite Gesundheitsabkommen, das die Eindämmung des Rauchens zum Ziel hat. Diese Konvention, die am 16. März 2005 in Deutschland in Kraft trat, sieht die Verringerung des Tabakkonsums durch nationale Maßnahmen vor: einen verbesserten Jugendschutz, die Verringerung der Nachfrage über Steuern, Regelungen zum Schutz vor Passivrauchen, Werbeverbote für Tabakprodukte, die Regulierung der Inhaltsstoffe von Zigaretten sowie Informations- und Aufklärungskampagnen zu den Gefahren des Rauchens.

Vorgaben und Empfehlungen der EU

Bereits seit 2005 wird in der EU die Kampagne „HELP – Für ein rauchfreies Leben“ durchgeführt, die sich an Jugendliche und Erwachsene zwischen 14 und 30 Jahren richtet. Verschiedene Aktionen sollen im Rahmen ausgewählter Veranstaltungen Raucherinnen und Raucher zum Aufhören bewegen. „HELP“ informiert außerdem über die Gefahren des Passivrauchens und ermöglicht es Interessierten, tabakbedingte CO2-Anteile in der Atemluft zu messen. Diese Messungen finden auch in der Schule bzw. am Arbeitsplatz statt und machen die gesundheitlichen Belastungen durch das Rauchen bewusst.

Seit Ende 2006 gilt in Deutschland darüber hinaus eine von der EU vorgeschlagene Richtlinie, die Werbung und Sponsoring von Tabakerzeugnissen in Printmedien, Hörfunk und im Internet verbietet.

Das „Zweite Aktionsprogramm der Gemeinschaft im Bereich Gesundheit“ (2008-2013) soll zum Schutz der Gesundheit und Sicherheit der europäischen Bürger beitragen. Es geht dabei unter anderem um die Prävention und Eindämmung des Rauchens und des Tabakkonsums. Der EU-Drogenaktionsplan 2009-2012 sieht zusätzliche Maßnahmen vor, um den Drogenkonsum in Europa zu reduzieren. Hierzu zählt die im Juni 2009 gestartete Initiative „Europäische Aktion Drogen“ (EAD), die eine Plattform für europäische öffentliche und private Organisationen, Interessengruppen, Nichtregierungsorganisationen und alle Bürger bietet, die sich gegen Drogenmissbrauch einsetzen wollen. [zurück][1]2[3][4][vor]
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