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Fit für die Zukunft

| Bild: Motivbild zum Artikel 'Fit für die Zukunft'
Foto: Toby Binder
Zeichnung/Komposition:
schoen:mueller GmbH,
Katja Schönfelder
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In 30 Jahren werden auf einen Rentner weniger als zwei Beitragszahler kommen, da immer weniger Kinder geboren werden. Zudem leben die Menschen immer länger, also erhalten sie auch immer länger Rentenzahlungen. Um künftige Generationen nicht zu überfordern und gleichzeitig die Rente zu sichern, dürfen die Renten nicht mehr so stark steigen wie in früheren Jahren, und die Menschen müssen länger arbeiten.

Wichtige Reformen zur Sicherung der Rente

2001: Absenkung des Rentenniveaus und die Riester-Rente
Die Bruttolöhne der Arbeitnehmer steigen in der Regel jedes Jahr, um die alltäglichen Preissteigerungen auszugleichen. Daran sind die Rentenleistungen gekoppelt, auch dynamische Rente genannt. Mit der Rentenreform 2001 wurde der Rentenanstieg deutlich verringert und so das Rentenniveau abgesenkt, um das System zukunftsfähig zu halten. Außerdem wurde die Riester-Rente eingeführt.
2004 und 2005: Nachhaltigkeitsfaktor
Die aktuelle Bevölkerungsentwicklung führt dazu, dass künftig immer weniger Beitragszahler immer mehr Rentnern mit steigendem Lebensalter, und damit einem längeren Rentenbezug, gegenüberstehen werden. Deshalb wurde ein so genannter Nachhaltigkeitsfaktor in die Formel zur Rentenberechnung eingebaut, der die Bevölkerungsentwicklung berücksichtigt und den Rentenanstieg dämpft. Werden die Beitragszahler weniger, fallen die jährlichen Rentenerhöhungen geringer aus als der Anstieg der Bruttoeinkommen.
2007 bis 2010: Rente mit 67 und die Rentengarantie
Das Renteneintrittsalter wird ab 2012 schrittweise von 65 auf 67 angehoben. Wer 1964 und später geboren wurde, kann erst mit 67 Jahren ohne Abzüge in Rente gehen. Wer sich mit 65 zur Ruhe setzten möchte, muss mindestens 45 Jahre lang in die Rentenversicherung eingezahlt haben oder aber 0,3 Prozent weniger Rente pro Monat, den er früher in Rente geht, in Kauf nehmen.

Im Zuge der Wirtschaftskrise und der Finanzkrise 2009 hat die Bundesregierung eine Rentenschutzklausel beschlossen, eine Art Garantie gegen Rentenkürzungen, damit die Renten bei sinkenden Löhnen in Krisenzeiten nicht zurückgehen. Um das Geld wieder in die Kassen zu bekommen, werden dafür mögliche Rentenerhöhungen in guten Jahren nicht mehr voll an die Ruheständler weitergegeben.
Und 2012?
Ein neues Rentenreformpaket wird vorbereitet. Geplant ist, den Beitragssatz zur Rente zum 1. Januar 2013 zu senken. Über weitere Vorhaben wie die Zuschussrente ist eine breite gesellschaftliche Diskussion, auch Rentendialog genannt, entbrannt. Mit der Zuschussrente sollen Menschen bessergestellt werden, die wenig verdient, aber lange gearbeitet und vorgesorgt haben; Zeiten der Kindererziehung und der Pflege sollen berücksichtigt werden. Kritiker halten die Voraussetzungen für zu hoch angesetzt.

Gerechter Generationenvertrag?
Viele ältere Menschen sind mit den Maßnahmen der Regierung nicht einverstanden und kritisieren, dass sie einseitig zulasten der Rentner gingen. Diese hätten schließlich ein Arbeitsleben lang Beiträge gezahlt und nun einen Anspruch auf eine ungekürzte Rente. Zudem erhielten viele nur eine geringe Rentenzahlungen. Angesichts der steigenden Lebenshaltungskosten sei daher jede Erhöhung für sie lebensnotwendig.
Viele jüngere Menschen betonen dagegen, dass die heutige Rentnergeneration die wohlhabendsten sei, die es in Deutschland je gegeben habe. Daher müsse auch sie mithelfen, kommende Generationen zu entlasten und deren Rente zu sichern. Ihnen gehen die Maßnahmen nicht weit genug.

Private Vorsorge notwendig

Für die Jüngeren wird die gesetzliche Rente allein nicht mehr ausreichen, wenn sie auch im Alter den gewohnten Lebensstandard aufrechterhalten möchten. Deshalb ist es wichtig, sich um eine private und, soweit möglich, betriebliche zusätzliche Altersvorsorge zu kümmern und selbst Kapital anzusparen, am besten bereits beim Berufseinstieg.

Riester-Rente

Seit 2002 fördert der Staat mit finanziellen Zuschüssen, so genannten Zulagen, und Steuerersparnissen, so genannten zusätzlichen Sonderausgabenabzug den Aufbau einer betrieblichen beziehungsweise privaten Altersvorsorge. Diese wird auch als Riester-Rente bezeichnet. Die Förderhöhe ist unterschiedlich:

  • Pflichtmitglieder der gesetzlichen Rentenversicherung wie Beamte, Richter und Soldaten erhalten die volle Förderung, wenn sie mindestens vier Prozent des Vorjahreseinkommens für die Altersvorsorge aufwenden.
  • Bei Verheirateten genügt es, wenn einer der Ehepartner die Voraussetzungen erfüllt. Hier erhält dann auch der andere Ehegatte die volle Förderung.
  • Geringverdiener müssen nur einen Mindestbetrag zahlen.
  • Vor allem Familien und Personen mit niedrigem Einkommen profitieren von der Riester-Rente.

Der Staat fördert nur zertifizierte Finanzprodukte, die bestimmte Kriterien erfüllen müssen. Eine Zertifizierungsstelle bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, kurz BaFin, überprüft, ob die Angebote den gesetzlichen Anforderungen entprechen. Dies sagt jedoch nichts darüber aus, wie viel Gewinn der Vertrag letztlich abwirft. Die Zertifizierung ist also keine Garantie für eine hohe Rendite, also einen Gewinn. Folgende Anlageformen werden gefördert:

  • Banksparpläne,
  • Rentenversicherung und
  • Fondsparpläne

Auch privates Wohneigentum kann gefördert werden, auch Wohn-Riester genannt. Im ersten Quartal 2012 wurden rund 15,5 Millionen Riester-Verträge abgeschlossen.

Betriebliche Altersvorsorge

Seit dem Jahr 2002 kann jeder Arbeitnehmer von seinem Arbeitgeber verlangen, dass ein Teil seines Lohns in eine betriebliche Altersversorgung fließt. In Tarifverträgen ist diese Anlageform sogar festgeschrieben. Wer also auf einen Teil seines Einkommens, etwa das Weihnachtsgeld oder das Urlaubsgeld, verzichtet, kann auf diese Weise eine zusätzliche Rente für das Alter ansparen. Auch hier unterstützt der Staat die Arbeitnehmer, zum Beispiel durch Steuervergünstigungen.


Altersvorsorge macht Schule
Ob Banksparplan oder Aktienfonds, es gibt viele Möglichkeiten, für das Alter vorzusorgen. Die eine Anlage ist sicherer, die andere bringt mehr Rendite. Richtig sparen will gelernt sein. Viele Volkshochschulen bieten Kurse an, in denen die Frage geklärt wird, wie die gesetzliche Rente sinnvoll ergänzt werden kann. Hier sind weitere Informationen zu finden.



Arbeitsauftrag Sekundarstufe II
  1. Informieren Sie sich im Internet über die staatlich geförderten Anlageformen zur privaten Vorsorge. Welche Anlageform würden Sie als Berufseinsteiger für sich wählen? Begründen Sie Ihre Entscheidung.
Arbeitsauftrag Sekundarstufe I
„Reich wird man nicht durch das, was man verdient, sondern durch das, was man nicht ausgibt.“ Henry Ford
  1. Suche aus den Texten die wichtigsten Argumente heraus und gib in eigenen Worten wieder, warum es wichtig ist, möglichst früh mit dem Sparen für das Alter anzufangen. Beziehe auch das oben stehende Zitat mit ein.


Stand Juli 2012
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lischen am 08.03.2013 / 12:17
Guten Tag, wir haben gerade das Fach Wi/Po. Und sollen was über die Themen: Rentenversicherung und Riesterverträge heraus finden und darüber dann ein Refarat halten!.Es ist sooo schön das es solche Seiten wie ihre gibt. Die Seite ist sehr schön grün, Informativreich, dort stehen viele Buchstaben. Es war uns eine freude ihre Seite zubesuchen, unser lehrer macht schwachsinn! Vielen lieben dank für ihre aufmeksamkeit, beehren sie uns bald wieder und aufwiedersehen.schlafen sie fein! Kira am 24.09.2012 / 16:12
Diese Seite hat uns überhaupt nicht weiter geholfen!!!! Z123KFJT am 07.05.2012 / 14:31
Guten Tag,wir erledigen gerade eine Aufgabe im Unterricht.Diese Seite hat uns dabei sehr geholfen,danke dafür,MERCI das es dich gibt! louis k am 07.05.2012 / 14:29
Ich finde die seite sau gut. grÜße aus der elite-schule :) christiane, danke dass du mir das ermöglichst! Ich bin natürlich auch gegen das Rentensystem und die Regierung sollte auf jeden Fall viel ändern. Yanaaa am 08.03.2012 / 08:03
:)