Lexikon in Leichter Sprache

Arbeits-Welt von A bis Z

Lexikon Leichte Sprache: Buchstabenblöcke aus Holz bilden die Buchstabenreihe ABC
Foto: Getty Images

Hier werden schwere Wörter in Leichter Sprache erklärt:
von A wie Alters-Vorsorge bis Z wie Ziel-Vereinbarung.
Es sind Wörter zur Arbeits-Welt und zur sozialen Sicherheit.
Klicken Sie einen Buchstaben an:
Dann sehen Sie eine Liste mit Wörtern zu dem Buchstaben.

Die Texte sind Auszüge.
Es sind Teile aus verschiedenen Heften.
Sie finden sie bei Sozial-Politik
und beim Bundes-Ministerium für Arbeit und Soziales.

Zum Lexikon in Alltags-Sprache geht es hier.

Wenn Sie ein Arbeit-Nehmer sind:
Sie können eine zusätzliche Rente vom Chef bekommen.
Für die Zeit: Wenn Sie alt sind.
Und nicht mehr arbeiten.

Sie können selber Geld für eine zusätzliche Rente sparen.
Für die Zeit: Wenn Sie alt sind.
Und nicht mehr arbeiten.

Ambulant betreut wohnen heißt:
nicht im Heim wohnen.

Arbeit hilft Ihnen,
damit Sie ein selbst-bestimmtes Leben haben.
Wenn Sie Geld für Ihre Arbeit bekommen:
Sie können damit alles kaufen,
was Sie für ihr Leben brauchen.

Der Chef von einer Firma oder einem Betrieb heißt Arbeit-Geber.

Menschen, die arbeiten gehen,
heißen Arbeit-Nehmer.

Alle Menschen in Deutschland sollen eine Arbeit haben.
Menschen ohne Arbeit haben deswegen ein Recht auf Hilfe.
Dafür gibt es ein Gesetz.
Und: Es gibt die Bundes-Agentur für Arbeit in Deutschland.
Man sagt auch: Arbeits-Agentur.

Wenn Sie arbeiten:
Sie haben ein Recht auf Sicherheit.
Und auf Schutz.

Im Arbeits-Schutz-Gesetz gibt es Regeln für den Arbeits-Schutz.
Das Gesetz sagt:
Ihr Chef muss alles tun:
Damit Ihnen nichts passiert.
Bei der Arbeit.

Wenn Sie eine Arbeit anfangen:
Sie machen einen Vertrag.
Mit Ihrem Chef.
Der Vertrag ist nur für Sie.

Das Arbeits-Zeit-Gesetz sagt:
Wie lange Sie höchstens arbeiten dürfen.
Jeden Tag.

Die Arbeits-Agentur hilft mit Geld:
Wenn Sie keine Arbeit haben.

Wenn Menschen keine Arbeit haben:
Sie bekommen Hilfe vom Staat.
Diese Hilfe heißt in schwerer Sprache:
Grund-Sicherung für Arbeit-Suchende.
Ein anderes Wort dafür ist: Arbeitslosen-Geld 2.
Viele Menschen nennen es Hartz 4.

Sie bezahlen Geld von Ihrem Lohn für die Arbeitslosen-Versicherung.
Und das Geld von dieser Versicherung hilft Ihnen:
Wenn Sie Hilfe brauchen.

Assistenz bedeutet Hilfe oder Unterstützung.

Barriere-frei bedeutet:
Nichts ist im Weg.
Es gibt keine Hindernisse.

In Deutschland gibt es eine Behinderten-Beauftragte oder einen Behinderten-Beauftragten.
Das steht im Behinderten-Gesetz.
Die Behinderten-Beauftragte setzt sich für Menschen mit Behinderung ein.

Es gibt ein Gesetz, in dem steht:
Menschen mit Behinderung sollen keine Nachteile haben.

Viele Menschen zahlen Geld an eine Versicherung.
Das Geld heißt Beitrag.

Sie können eine Berufs-Ausbildung machen.
Sie brauchen dafür einen Schul-Abschluss.

Die Berufs-Ausbildungs-Beihilfe ist eine Hilfe von der Arbeits-Agentur.
Für junge Menschen.

Eine Hilfe von der Arbeits-Agentur heißt Berufs-Beratung.
So hilft die Arbeits-Agentur bei der Berufs-Wahl.

Sie können Ihre Ausbildung auch machen:
im Berufs-Bildungs-Werk in Deutschland.
Das ist eine Schule für Berufe.
Sie ist nur für Menschen mit Behinderungen.

Manche Schüler brauchen Hilfe:
Wenn sie mit der Schule fertig sind.
Und wenn sie mit der Arbeit anfangen.
Die Hilfe heißt Berufs-Einstiegs-Begleitung.

Die Arbeits-Agentur hilft auch:
Wenn junge Menschen noch keine Ausbildung angefangen haben.
Dafür gibt es Kurse.
Die Kurse heißen Berufs-vorbereitende Bildungs-Maßnahmen.

Die Arbeits-Agentur hilft jungen Menschen.
Damit sie sich für eine Berufs-Ausbildung entscheiden können.

Es gibt ein Gesetz.
Das Gesetz heißt in schwerer Sprache:
Betriebs-Verfassungs-Gesetz.
Die Arbeit-Nehmer haben damit Rechte:
Sie dürfen einen Betriebs-Rat wählen.

Wenn Sie eine Arbeit suchen,
können Sie sich bei einer Firma bewerben.

Der Arbeitgeber zahlt Ihnen diesen Lohn.
Vom Lohn werden Beiträge und Steuern abgezogen.
Vorher heißt es Brutto-Lohn.

Die Menschen in Deutschland wählen alle 4 Jahre den Bundes-Tag.

Das Gesetz hilft:
Damit Menschen mit Behinderungen überall in Deutschland noch besser leben können.

Wenn Sie Hilfe von einer Sozial-Versicherung oder von einem Amt bekommen:
Die Versicherung oder das Amt haben dann viele Infos über Sie.
Und über Ihr Leben.
Diese Infos heißen auch: Daten.

Viele Menschen haben neben ihrer Arbeit ein Ehren-Amt.
Es ist eine Arbeit in ihrer Frei-Zeit.
Sie bekommen für diese Arbeit in ihrer Frei-Zeit kein Geld.

Menschen mit Behinderungen können Eingliederungs-Hilfe bekommen.
Eingliederungs-Hilfe ist zum Beispiel die berufliche Reha.
Sie machen dann zum Beispiel ein Praktikum.
Sie können danach wieder arbeiten.

Einkommen ist Geld,
das ein Mensch regelmäßig bekommt.

Der Staat hilft:
Damit neue Eltern Zeit für ihr Kind haben.
Nach der Geburt.
Der Staat hilft dabei mit Geld.
Das Geld heißt: Eltern-Geld.

Viele Eltern möchten am Anfang zu Hause bleiben.
Wenn sie ein Kind bekommen haben.
Damit sie mit ihrem Kind zusammen sein können.
Diese Zeit heißt Eltern-Zeit.
Die Eltern bekommen dann von der Arbeit frei.
Oder sie können weniger arbeiten.

Europa will den Menschen helfen.
Damit sie in der Europäischen Union eine Arbeit finden.

Arbeit-Nehmer aus einem Land von der Europäischen Union
können in jedem anderen Land von der Europäischen Union arbeiten.
Das ist ein Recht.
Das Recht nennt man Freizügigkeit.

Die Menschen in Deutschland haben unterschiedliche Jobs.
Zum Beispiel:
Einen Voll-Zeit-Job.
Menschen mit einem Voll-Zeit-Job arbeiten jede Woche ungefähr 40 Stunden.
Oder einen Teil-Zeit-Job.
Menschen mit einem Teil-Zeit-Job arbeiten jede Woche ungefähr 20 Stunden.
Viele Menschen haben einen Mini-Job.
Das heißt in schwerer Sprache:
Gering-fügige Beschäftigung.

Gesetze sind Regeln.
In den Gesetzen steht, was man tun darf.
Und was man nicht tun darf.

Das ist das wichtigste Gesetz in einem Land.
Darin stehen die wichtigsten Regeln für das Zusammen-Leben.

Inklusion bedeutet:
Alle Menschen sind dabei.
Kein Mensch wird ausgeschlossen.

Bei der Integration:
Menschen kommen in eine Gemeinschaft hinein.

Im Internet sind viele Computer miteinander verbunden.
Zum Beispiel über Telefon-Leitungen.

Menschen ohne Arbeit können Hilfe vom Job-Center.
So spricht man das: dschop zen ter.

Das Jugend-Arbeits-Schutz-Gesetz schützt junge Menschen.
Bei der Arbeit.

Alle Eltern haben ein Recht auf Kinder-Geld.
Wenn sie in Deutschland wohnen.

Sie und Ihre Familie sollen immer Schutz haben.
Auch: Wenn Sie krank sind.
Und wenn Sie Hilfe von einem Arzt brauchen.
Oder Medikamente.
Dafür gibt es die Kranken-Versicherung.

Ihr Chef darf sagen:
Sie dürfen hier nicht mehr arbeiten.
Man sagt dazu auch: Kündigung.

Sie verdienen mit Ihrer Arbeit das Geld:
Das Sie für Ihr Leben brauchen.
Das Geld heißt auch: Lohn.
Man sagt auch Einkommen.

Menschen mit Behinderungen sind genauso wichtig wie alle anderen Menschen.
Sie sollen überall mit-machen.
In der Gesellschaft.

Die Menschen in Deutschland haben das Recht auf einen bestimmten Lohn.
Dieser Lohn heißt auch: Mindest-Lohn.
Das Recht gilt seit dem Jahr 2015.
Der Mindest-Lohn ist 8,50 Euro für jede Stunde.

Wenn eine Frau ein Kind bekommt:
Sie hat ein Recht auf Schutz für eine bestimmte Zeit.
Und Sie behält Ihre Arbeit.

Wenn eine Frau ein Kind bekommt:
Sie hat ein Recht auf Hilfe.
Und auf Schutz für eine bestimmte Zeit.
Das heißt: Mutter-Schutz.
Es gibt auch Hilfe mit Geld.
Das sind Mutter-Schutz-Leistungen.

Das ist ein Plan für die Rechte von Menschen mit Behinderung.
Den Plan hat die Regierung gemacht.
Auch Menschen mit Behinderung haben bei dem Plan geholfen.
Der Plan gilt für ganz Deutschland.

Vom Lohn werden Beiträge und Steuern abgezogen.
Vorher heißt es Brutto-Lohn.
Danach heißt es Netto-Lohn.

Das Persönliche Budget ist Geld für Hilfen.
So spricht man das: bü djee.
Menschen mit Behinderung können dieses Geld bekommen.

Viele Menschen brauchen Pflege und Hilfe.
Sie brauchen aber unterschiedlich lange Hilfe.
Die Hilfen bei der Pflege werden in 3 Stufen eingeteilt.

Viele Menschen in Deutschland können nicht mehr selbst-ständig leben.
Diese Menschen brauchen Hilfe im Alltag.
Sie bekommen dann Hilfe von anderen Menschen.
Zum Beispiel von einer Pflegerin.

Der Staat hilft den Menschen mit Behinderungen.
Damit sie eine Arbeit bekommen.
Es gibt auch Hilfe:
Wenn Sie früher eine Arbeit hatten.
Und wenn Sie diese Arbeit wegen der Behinderung nicht mehr machen können.

Der Staat hilft Ihnen mit Geld:
Wenn Sie alt sind.
Oder wenn Sie nicht mehr arbeiten können.
Dieses Geld heißt Rente.

Der Staat hilft mit einer Rente:
Wenn Sie alt sind.
Oder wenn Sie nicht mehr arbeiten können.
Sie bekommen die Rente von der Renten-Versicherung.

Wenn es Probleme mit dem Behinderten-Gesetz gibt,
können Menschen mit Behinderung zur Schlichtungs-Stelle gehen.
Die Schlichtungs-Stelle versucht dann,
den Streit zwischen dem Amt und den Menschen mit Behinderung zu schlichten.

Menschen mit einer schweren Behinderung bekommen einen Schwer-Behinderten-Ausweis.

In vielen Ämtern und Betrieben arbeiten Menschen mit Behinderung.
In den Ämtern gibt es eine Gruppe,
die sich für die Menschen mit Behinderung einsetzt.
In schwerer Sprache heißt das:
Schwer-Behinderten-Vertretung

Eine Sozial-Versicherung oder ein Job-Center oder ein Amt entscheidet:
Sie bekommen ein bestimmtes Geld.
Oder Sie bekommen kein Geld.
Wenn Sie meinen:
Die Entscheidung ist ungerecht.
Sie können dann Hilfe vom Sozial-Gericht bekommen.

Manche Menschen haben zu wenig Geld für ihr Leben.
Dafür gibt es viele Gründe.
Zum Beispiel:
Eine Behinderung.
Eine Krankheit.
Oder schlimme Probleme.
Diese Menschen haben ein Recht auf Hilfe.
Diese Hilfe heißt: Sozial-Hilfe.

Deutschland ist ein sozialer Staat.
Das Wort sozial kommt aus der lateinischen Sprache.
Wenn man es übersetzt, heißt es:
Das betrifft die Gesellschaft.
Die Gesellschaft:
das sind alle Menschen in einem Land.

In jedem Sozial-Staat gibt es Sozial-Versicherungen.
Die Sozial-Versicherung hilft Menschen in Not.
Jeder Menschen, der arbeitet,
zahlt etwas Geld in diese Versicherungen ein.
Der Staat verteilt das Geld.

Arbeit-Nehmer und Arbeit-Geber zahlen beide Beiträge für die Sozial-Versicherungen.
Sie heißen: Sozial-Versicherungs-Beiträge.
Man sagt auch: Sozial-Abgaben.

Deutschland ist ein Sozial-Staat.
Der Staat soll für Gerechtigkeit sorgen.

Deutschland ist ein Sozial-Staat.
Der Staat soll für Sicherheit sorgen.
Das bedeutet:
Menschen in Not sollen Hilfe bekommen.

Viele Menschen leben in einem Land zusammen.
Sie bilden einen Staat.

Die Steuern sind Geld.
Alle Menschen müssen sie an den Staat zahlen.

Die Arbeit-Nehmer dürfen streiken:
Zum Beispiel: Damit sie mehr Geld verdienen.
Oder für bessere Arbeits-Zeiten.
Die Menschen haben ein Recht auf Streik.

Ein Tarif-Vertrag ist ein Vertrag bei der Arbeit.
Eine Gruppe von Arbeit-Nehmern macht diesen Vertrag mit einer Gruppe von Arbeit-Gebern.
Alle in der Gruppe haben die gleichen Rechte.

Teil-Habe heißt:
dabei sein oder mit-machen.

Seit dem Jahr 2008 gibt es einen wichtigen UN-Vertrag.
In schwerer Sprache heißt er:
UN-Behinderten-Rechts-Konvention.

Sie haben als Arbeit-Nehmer einen Schutz bei der Arbeit.
Die Unfall-Versicherung hilft Ihnen:
Wenn Sie sich bei der Arbeit verletzen.
Wenn Sie von der Arbeit krank werden.

Das Programm Unterstützte Beschäftigung hilft:
Damit mehr Menschen mit Behinderungen in Firmen arbeiten.

Wenn Sie sich um eine Arbeit beworben haben:
Wenn der Arbeit-Geber Ihre Bewerbung gut findet,
lädt er Sie zu einem Vorstellungs-Gespräch in die Firma ein.
Im Vorstellungs-Gespräch können Arbeit-Geber und Bewerber sich kennen lernen.
Sie können prüfen,
ob sie zueinander passen.

Sie können eine Weiter-Bildung machen.
Das heißt: Sie lernen etwas Neues.
Über einen Beruf.

Alle Menschen in Deutschland sollen einen Ort haben:
Wo sie wohnen können.
Sie können dafür eine Wohnung mieten oder kaufen.
Oder ein Haus.

Die Ziel-Vereinbarung ist eine Absprache.
Sie wird aufgeschrieben.
In der Vereinbarung steht,
was die Ziele sind.