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Zwölf Fragen zur Sozialpolitik

Frage 1 von 12: Soziale Sicherung
Reichskanzler Bismarck forderte mit seiner Kaiserlichen Botschaft den deutschen Reichstag auf, Gesetze zum Schutz der Arbeiter gegen Krankheit, Unfall, Invalidität und zur Versorgung im Alter zu beschließen. Dieser Tag gilt als Geburtsstunde der deutschen Sozialversicherung.
Siehe auch unter:
Soziale Sicherung: Erste Seite der Kaiserlichen Botschaft von Reichskanzler Bismarck
Foto: Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Wann wurden mit der Kaiserlichen Botschaft die ersten Gesetze zur sozialen Sicherung verkündet? (Eine Antwort ist richtig.)
Ja
am 17. November 1781
Nein
am 17. November 1881
Ja
am 17. November 1981
Nein
Frage 2 von 12: Soziale Gerechtigkeit
Der Ökonom Alfred Müller-Armack erfand 1947 die soziale Marktwirtschaft, und der Wirtschaftsminister des ersten Bundeskabinetts Ludwig Erhard führte sie in den 1950er-Jahren in Deutschland ein. Das Ziel der Politik Erhards lautete:
Wohlstand für alle!
Siehe auch unter:
Soziale Gerechtigkeit: Ludwig Erhard mit seinem Buch "Wohlstand für alle!"
Foto: Bundesarchiv
Frage: Soziale Marktwirtschaft funktioniert nur, wenn der Staat für alle Marktteilnehmer verbindliche Spielregeln aufstellt. Welches sind die Kernprinzipien? (Eine Antwort ist richtig.)
Nein
freier Wettbewerb und sozialer Ausgleich
Ja
freie Wahlen und soziale Grundsicherung
Nein
Frage 3 von 12: Sozialversicherung im Überblick
Mit dem Sozialstaatsgebot soll der Staat für den Ausgleich zwischen sozial Schwachen und sozial Starken sorgen und die Existenzgrundlagen der Bürger sichern. Ein grundlegendes Prinzip der Sozialversicherung ist das Solidarprinzip: gesellschaftlicher Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung.
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Sozialversicherung im Überblick: Ausschnitt von mehreren Händen, die übereinander gelegt werden.
Foto: Shutterstock/Africa Studio
Frage: Was bedeutet das Solidarprinzip? (Mehrere Antworten sind richtig.)
Ja
Jeder zahlt gleich viel in die Sozialversicherung ein und ist damit gegen die größten Lebensrisiken abgesichert.
Nein
Jeder ist gegen die größten Lebensrisiken abgesichert, unabhängig von der Höhe der Beiträge, die der Einzelne in die Sozialversicherung eingezahlt hat.
Ja
Zwischen Gesunden und Kranken, Erwerbstätigen und Arbeitslosen, Jungen und Alten, Singles und Familien wird ein Ausgleich geschaffen.
Ja
Frage 4 von 12: Soziale Leistungen
Das System der sozialen Sicherung ist mittlerweile stark ausdifferenziert und umfasst eine Vielzahl an Leistungen. Der größte Bereich umfasst die Sozialversicherungssysteme (Kranken-, Unfall-, Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung), der zweitgrößte Bereich umfasst verschiedene Förder- und Fürsorgesysteme für Menschen in Not (zum Beispiel Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe, Kinder- und Elterngeld, Wohngeld).
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Soziale Leistungen: Ein deprimierter Junger Mann sitzt auf einer Treppe und vergräbt den Kopf zwischen den Armen.
Foto: Shutterstock/Dariush M
Wie werden die Förder- und Fürsorgesysteme finanziert? (Eine Antwort ist richtig.)
Nein
Sie werden wie die Sozialversicherungssysteme über Beiträge von Arbeitnehmern und Arbeitgebern finanziert, also von den Erwerbstätigen.
Nein
Sie werden im Gegensatz zu den Sozialversicherungssystemen über Steuern finanziert, also von der ganzen Gesellschaft.
Ja
Frage 5 von 12: Armut und Reichtum
Die Bundesregierung veröffentlicht alle vier Jahre einen Armuts- und Reichtumsbericht. Daraus geht hervor, dass Kinder und junge Erwachsene ein besonders hohes Armutsrisiko haben. Außerdem sind Alleinerziehende sowie Familien mit mehreren Kindern betroffen.
Siehe auch unter:
Armut und Reichtum: Ein kleines Mädchen wirft einem Bettler ein Geldstück in den Hut.
Foto: Shutterstock/Dmytro Zinkevych
Frage: Etwa ein Siebtel der Bevölkerung in Deutschland lebt derzeit unter der Armutsrisikogrenze. Das heißt, diese Menschen haben ein Einkommen, das geringer ist als ... (Eine Antwort ist richtig.)
Nein
40 Prozent des mittleren Haushaltseinkommens.
Nein
50 Prozent des mittleren Haushaltseinkommens.
Nein
60 Prozent des mittleren Haushaltseinkommens.
Ja
70 Prozent des mittleren Haushaltseinkommens.
Nein
Frage 6 von 12: Berufsorientierung
Die Startbedingungen für Schulabgänger haben sich in den vergangenen Jahren verbessert. Das Verhältnis zwischen angebotenen Ausbildungsplätzen und Bewerbern ist ausgeglichener geworden. Viele Ausbildungsplätze bleiben sogar unbesetzt.
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Berufsorientierung: Drei junge Leute beschriften Haftnotizzettel, die sie an ein Fenster geklebt haben.
Foto: Shutterstock/wavebreakmedia
Frage: Warum können viele Ausbildungsplätze nicht besetzt werden? (Mehrere Antworten sind richtig.)
Ja
Weil es aufgrund des demografischen Wandels nicht genügend Schulabgänger gibt.
Nein
Weil Unternehmen keine qualifizierten Bewerber finden.
Ja
Weil die Ausbildungsberufe für die Jugendlichen nicht attraktiv erscheinen.
Ja
Frage 7 von 12: Arbeitswelt im Wandel
Früher hatte die Aussage „Ich gehe zur Arbeit!“ eine klare Bedeutung. Der Erwerbstätige begab sich an seinen Arbeitsplatz und verrichtete dort innerhalb eines bestimmten Zeitraums seine Arbeit. Durch die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung hat sich die Arbeitswelt im 21. Jahrhundert jedoch verändert.
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Arbeitswelt im Wandel: Bildkomposition: Ausschnitt vom Oberkörper eines Mannes, der auf einem Tablet schreibt. Transparent darübergelegt: die Skyline einer Großstadt.
Foto: Shutterstock/everything possible
Was wird vom Arbeitnehmer im 21. Jahrhundert erwartet? (Mehrere Antworten sind richtig.)
Ja
Er ist flexibel und kann auch im Home-Office oder mit dem Notebook von unterwegs arbeiten.
Ja
Er arbeitet jeden Tag von 9 bis 17 Uhr.
Nein
Er bildet sich weiter und ist über Neuerungen in seinem Beruf auf dem Laufenden.
Ja
Er beherrscht ausschließlich die deutsche Sprache.
Nein
Frage 8 von 12: Berufseinstieg
Mit der Ausbildung beginnt ein wichtiger Lebensabschnitt, in dem es viele neue Herausforderungen zu bewältigen gilt. Man erfährt, wie viel die verschiedenen Sozialversicherungen kosten, muss sich für eine Krankenkasse entscheiden und ein Girokonto einrichten.
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Berufseinstieg: Zwei Arbeiter in der Metallindustrie mit Schutzhelmen und Schutzbrillen im Gespräch.
Foto: Shutterstock/Christian Lagerek
Frage: Auf Berufseinsteiger kommt viel Neues zu. Welche Aussagen stimmen? (Mehrere Antworten sind richtig.)
Ja
Auch Berufseinsteiger sind in der Sozialversicherung pflichtversichert.
Ja
Der Chef meldet seine Azubis bei allen Zweigen der Sozialversicherung an.
Ja
Azubis müssen ihr Girokonto bei der Bank des Chefs einrichten.
Nein
Die gesetzliche Krankenkasse kann man sich selbst aussuchen.
Ja
Die Krankenversicherung zahlt der Chef für seine Azubis komplett.
Nein
Frage 9 von 12: Gesellschaft für alle
Der Begriff Inklusion bedeutet:
Einbeziehung, Einschluss, Einbeschlossenheit, Dazugehörigkeit.
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Inklusion: Ausschnitt von Kinderhänden, die auf einem Bogen mit Braille-Schrift entlang fahren. Auf die Hände sind Augen aufgemalt.
Foto: Shutterstock/Olga PRaktika
Frage: Das Ziel der inklusiven Schule ist ... (Eine Antwort ist richtig.)
Nein
die gemeinsame Bildung von Kindern verschiedener Herkunft.
Nein
die gemeinsame Bildung von Kindern verschiedener Altersgruppen.
Nein
die gemeinsame Bildung von Kindern mit und ohne Behinderung.
Ja
Frage 10 von 12: Krankenversicherung
Jeder Auszubildende, Arbeitnehmer und Angestellte ist in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert, wenn sein Einkommen unterhalb der sogenannten Versicherungspflichtgrenze liegt. Gleiches gilt für Arbeitslose, Sozialhilfeempfänger, Rentner, landwirtschaftliche Unternehmer, Heimarbeiter, Studierende, bestimmte Berufsgruppen bei Selbstständigen sowie Bundesfreiwilligendienstleistende. Hier gilt das Motto:
Die Starken unterstützen die Schwachen.
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Krankenversicherung: Krankenschwester mit Stethoskop um den Hals.
Foto: Shutterstock/Minerva Studio
Frage: Welche der folgenden Aussagen trifft auf die gesetzliche Krankenversicherung zu? (Eine Antwort ist richtig.)
Nein
Jeder muss eine Prämie zahlen, die je nach Krankheitsrisiko unterschiedlich hoch ist.
Nein
Alte und Kranke zahlen höhere Prämien als Junge und Gesunde.
Nein
Die Sachleistungen sind unterschiedlich: Wer mehr bezahlt hat, bekommt mehr.
Nein
Wer mehr verdient, zahlt höhere Beiträge. Wer weniger verdient, zahlt niedrigere.
Ja
Frage 11 von 12: Rentenversicherung
Die Renten werden in Deutschland durch Beiträge der Arbeitnehmer und Arbeitgeber finanziert. Die gesetzliche Rentenversicherung beruht seit dem Jahr 1957 auf dem sogenannten Umlageverfahren.
Siehe auch unter:
Rentenversicherung: Drei Frauen unterschiedlichen Alters aus drei Generationen stehen am Fenster.
Foto: Shutterstock/Yuriy Rudyy
Frage: Was bedeutet Umlageverfahren? (Eine Antwort ist richtig.)
Ja
Die Rentenbeiträge der Erwerbstätigen werden für die laufenden Renten der Rentner von heute verwendet.
Ja
Die Rentenbeiträge der Erwerbstätigen werden angelegt und verzinst. Wenn sie selbst in Rente gehen, werden aus dem angesparten Kapital monatliche Renten ausgezahlt.
Nein
Frage 12 von 12: Arbeitslosenversicherung
Wer seinen Job verliert und nicht sofort einen neuen Arbeitsplatz findet, erhält Arbeitslosengeld aus der Arbeitslosenversicherung. Wer länger arbeitslos ist, erhält Arbeitslosengeld II, häufig auch „Hartz IV“ genannt. Diese Grundsicherung wird aus Steuermitteln finanziert.
Siehe auch unter:
Arbeitslosenversicherung: Eine deprimierte junge Frau sitzt vor einem Laptop und stützt den Kopf auf die Hände.
Foto: Shutterstock/Ditty_about_summer
Frage: Arbeitslose haben ein Recht auf Beratung und finanzielle Unterstützung. Sie haben aber auch Pflichten. Welche sind das? (Mehrere Antworten sind richtig.)
Ja
Umzug oder neue (Neben-)Tätigkeit umgehend der Arbeitsagentur melden.
Ja
An Beratungsterminen, Trainings oder Vorstellungsgesprächen teilnehmen.
Ja
Arbeitsstellen annehmen, die der Berater vermittelt – egal, wie hoch der Lohn ist.
Nein